Diez Brandi

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Rathaus Aschaffenburg 1956–58

Diez Brandi (* 30. März 1901 in Marburg; † 4. Mai 1985 in Göttingen)[1] war ein deutscher Architekt.

Christuskirche in Göttingen

Diez Brandi studierte Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart. Zu seinen Lehrern gehörten die Vertreter der Stuttgarter Schule Paul Bonatz und Paul Schmitthenner, bei dem er Assistent wurde.[2] Nach seinem Vordiplom war er zeitweilig im Büro von Paul Mebes in Berlin beschäftigt und nahm nebenbei an Übungen der Meisterklasse von Hans Poelzig teil. 1926 war er Mitarbeiter bei Paul Bonatz und ab 1928 als freischaffender Architekt in Berlin tätig.[2] 1930 folgte die Gründung eines Architekturbüros in Berlin.[1] Zwischen 1940 und 1943 lehrte er als Professor an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag und wurde daraufhin zum Wehrdienst eingezogen.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Brandi 1952 eine Gastprofessur an der Teknik Üniversitesi in Istanbul inne und war ab 1953 Lehrbeauftragter an der philosophischen Fakultät der Universität Göttingen. Seit 1959 führte er zusammen mit seinem Sohn Jochen Brandi ein eigenes Architekturbüro in Göttingen. Dort ist er 1985 verstorben.[2]

Brandi war seit 1951 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.[2] Sein Vater war der Historiker Karl Brandi.

Werk[Bearbeiten]

Herman-Nohl-Schule in Göttingen

Literatur[Bearbeiten]

Christian Freigang (Hrsg.): Diez Brandi – Ein Göttinger Architekt zwischen Tradition und Moderne. Göttingen, 2002.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diez Brandi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. a b Vgl. Die Protokolle des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland: 1949 eingeschränkte Vorschau
  2. a b c d e Diez Brandi. In: kuenstlerdatenbank.ifa.de