Sebastian Sommer

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Sebastian Sommer 2014 auf der Monumento

C. Sebastian Sommer (* 14. Januar 1956 in Stuttgart) ist ein deutscher Provinzialrömischer Archäologe und Landesarchäologe von Bayern.

Sebastian Sommer studierte von 1978 bis 1985 Vor- und Frühgeschichte, Osteologie, Numismatik und Alte Geschichte an der Universität München, der Universität Freiburg und der Universität Oxford bei den Professoren Günter Ulbert, Hans Ulrich Nuber und Sheppard Frere. Sebastian Sommer schloss 1983 mit dem Master of Philosophy in Oxford und einer Promotion 1985 in München ab.

Von 1984–2001 war Sommer im Landesdenkmalamt Baden-Württemberg Referent für Provinzialrömische Archäologie und ab 1995 auch Leiter des Referats „Schwerpunktgrabungen und Zentrale Fachdienste“. Hier leitete er unter anderem Archäologische Grabungen im römischen Ladenburg (Lopodunum), in Rottweil und in Oberndorf am Neckar. 2002 wechselte er zum Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, wo er als Leiter der Abteilung Bodendenkmalpflege Landeskonservator und Stellvertreter des Generalkonservators, des Leiters des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, wurde. Sommer ist Dozent im Studiengang „Denkmalpflege“ der Universität Bamberg und an der Bayerischen Verwaltungsschule.

Sommer ist Mitglied der Gesellschaft für Archäologie in Bayern und Mitglied deren Vorstand von 2002 bis 2004, Mitglied der Deutschen Limeskommission, deren Vorsitzender er seit 2009 ist, Mitglied des Verbandes der Landesarchäologen und deren Geschäftsführer seit 2003. Zudem ist er Mitglied der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts und ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, der Kommission zur vergleichenden Archäologie römischer Alpen- und Donauländer der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und seit 2006 Fellow der Society of Antiquaries of London.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The military vici in Roman Britain. Aspects of their origins, their location and layout, administration, function and end. British Archaeological Reports, British Series 129. BAR, Oxford 1984. ISBN 0-86054-273-4. (= Magisterarbeit).
  • Kastellvicus und Kastell. Untersuchungen zum Zugmantel im Taunus und zu den Kastellvici in Obergermanien und Raetien. In: Fundberichte Baden-Württemberg 13 (1988), S. 457-707. (= Dissertation).
  • Municipium Arae Flaviae – Militärisches und ziviles Zentrum im rechtsrheinischen Obergermanien. Das römische Rottweil im Licht neuerer Ausgrabungen. In: Berichte der Römisch-Germanischen Kommission 73 (1993), S. 269-313.
  • zusammen mit H. Kaiser: Lopodunum I – Die römischen Befunde der Ausgrabungen an der Kellerei in Ladenburg 1981-1985 und 1990 = Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg 50 (1994).
  • Der Saalburg-vicus. Neue Ideen zu alten Plänen. In: Egon Schallmayer (Hrsg.): Hundert Jahre Saalburg. Vom römischen Grenzposten zum europäischen Museum. Mainz 1997, S. 155-165.
  • Vom Kastell zur Stadt - Lopodunum und die Civitas Vlpia Sueborum Nicrensium. In: H. Probst (Hrsg.): Ladenburg. Aus 1900 Jahren Stadtgeschichte. Ubstadt-Weiher 1998, S. 81-201, 806-809.
  • Forum oder “Mansio”? Zum Befund eines Großbaus im südlichen Lopodunum (Südforum) . In: E. Künzl / S. Künzl (Hrsg.): Das römische Prunkportal von Ladenburg. Forschungen und Berichte zur Vor- u. Frühgeschichte in Baden-Württemberg 94 (2003), S. 117-168.
  • Rottweil. In: Hoops Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 25 (2003), S. 379-385.
  • Military vici in Roman Britain revisited. In: R. J. A. Wilson (Hrsg.): Romanitas. Essays on Roman archaeology in honour of Sheppard Frere on the occasion of his ninetieth birthday. Oxford 2006, S. 95-145.
  • Kastellvici am Raetischen Donau-Limes – Aufbau und Funktion In: Vorträge des 26. Niederbayerischen Archäologentags, Deggendorf 2007. Rahden/Westfalen 2008, S. 253-284.
  • Fukushima, der Klimawandel und unsere Bodendenkmäler. In: Archäologie in Deutschland 5/2011, S. 36-37.

Weblinks[Bearbeiten]