Carl Küchler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl Gottlob Friedrich Küchler (* 12. Januar 1869 in Stollberg; † 5. Mai 1945 ebd.) war ein deutscher Nordistik-Forscher [1] und Reiseschriftsteller. Sein besonderes Fachgebiet waren Island und die Färöer.

Leben[Bearbeiten]

Carl Gottlob Friedrich Küchler absolvierte seine Schulausbildung an der Fürsten- und Landesschule St. Augustin in Grimma. Ein Studium der Germanistik und der skandinavischen Sprachen in Kopenhagen schloss er 1892 mit der "Konferenz in deutscher Sprache und Literatur" ab. Die Dissertation Die Faustsage und der Goethe´sche Faust erschien in deutscher und dänischer Version.

Danach arbeitete er von 1893 bis 1899 als Reiseredakteur beim Verlag Baedeker in Leipzig und gab u.a. mehrere Sammlungen mit von ihm übersetzten Novellen skandinavischer Verfasser heraus. Ab 1901 war er Oberlehrer in Varel und Rüstringen. Über seine fünf ausgedehnten Reisen nach Island und auf die Färöer veröffentlichte er vier Reisebücher, die beim Publikum gut ankamen, von einigen Islandkennern aber, z.B. der Vereinigung der Islandfreunde, abgelehnt wurden.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Nordische Heldensagen aus dem Altisländischen übersetzt und bearbeitet von Carl Küchler, Heinsius, Bremen 1892
  • Die Faustsage und der Göthe´sche Faust. Fock, Leipzig 1893 (Dissertation Kopenhagen, dänische Ausgabe Faustsagnet og Göthes Faust. A. F. Hoest, København 1893)
  • Geschichte der Isländischen Dichtung der Neuzeit (1800-1900). Haacke, Leipzig 1896.
  • Unter der Mitternachtssonne durch die Vulkan- und Gletscherwelt Island. Abel u. Müller, Leipzig, 1906
  • In Lavawüsten und Zauberwelten auf Island. Schall, Berlin, ca. 1910
  • Wüstenritte und Vulkanbesteigungen auf Island. Altenburg, 1909
  • Die Færöer. Studien und Wanderfahrten. G. Müller, München, 1913

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Rost: Carl Küchler, der Nordlandsforscher - Aus seinem Leben und von seinem Schaffen. Stollberg, 1914
  • Kürschners Deutscher Literatur-Kalender (u.a.) 25.1903, Sp.757 (usw.), 34.1912, Sp.932 (ff.)
  • Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums (GV) 1700-1910, Bd. 82 (1983), S. 34-35, sowie
    • GV 1911-1965, Bd. 74 (1978), S. 314
  1. So sah er sich selbst

Weblinks[Bearbeiten]