Carl von Basedow

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Carl Adolph von Basedow

Carl Adolph von Basedow (* 28. März 1799 in Dessau; † 11. April 1854 in Merseburg) war ein deutscher Arzt.

Leben[Bearbeiten]

Basedow war ein Enkel des Pädagogen Johann Bernhard Basedow und Sohn des anhalt-dessauischen Regierungskonsisttorialpräsidenten Ludwig von Basedow. Er legte am Gymnasium in Dessau sein Abitur ab und studierte anschließend Medizin an der Universität Halle. Dort wurde er Mitglied des Corps Pomerania.[1] Er promovierte 1821 bei Johann Friedrich Meckel dem Jüngeren mit einer Arbeit zu einer neuen Amputationsmethode am Unterschenkel (Commentationes in novam amputationis cruris panniculatae encheiresin). 1821 bis 1822 hospitierte er in Paris und erhielt 1822 seine Approbation.

1822 heiratete Basedow Friederike Louise Scheuffelhuth. Zusammen hatten sie drei Töchter und einen Sohn, wobei die jüngste Tochter bereits im Alter von sechs Monaten verstarb.

Seit 1822 praktizierte Basedow als Hausarzt in Merseburg. Er beteiligte sich unter Hintanstellung seiner eigenen Gesundheit bei der Bekämpfung von Choleraepidemien in Magdeburg und Merseburg. 1834 legte er erfolgreich die Prüfung zur Führung eines Physikats ab. 1838 wurde der Familie der Adelstitel vom Preußischen König wieder zuerkannt. Basedow wurde 1842 zum Königlichen Sanitätsrat ernannt, 1848 wurde er Kreisphysikus in Merseburg.

Er war ein in der Hygiene und Gesundheitsvorsorge sehr engagierter Arzt, der sich z. B. für das Verbot arsenhaltiger Farben wie Schweinfurter Grün einsetzte. Er entwickelte einen „Krankenmeldezettel“, wies Trinkwasseruntersuchungen an und verordnete Luft- und Lichttherapien, zu denen er Patienten in Kurorte verschickte.

Als Erster im deutschen Sprachraum beschrieb er 1840 die später nach ihm benannte Basedowsche Krankheit, eine Überfunktion der Schilddrüse. Insgesamt veröffentlichte er etwa 60 wissenschaftliche Publikationen.

Carl von Basedow starb an einer septischen Infektion, die er sich bei einer Obduktion zugezogen hatte.

Nach ihm ist heute das Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis GmbH in Merseburg und in Querfurt, das als Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fungiert, benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 104, 9