Merseburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Merseburg
Merseburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Merseburg hervorgehoben
51.35472222222211.99916666666788Koordinaten: 51° 21′ N, 12° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Höhe: 88 m ü. NHN
Fläche: 54,73 km²
Einwohner: 33.432 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 611 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06217
Vorwahl: 03461
Kfz-Kennzeichen: SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 220
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lauchstädter Str. 1-3
06217 Merseburg
Webpräsenz: www.merseburg.de
Oberbürgermeister: Jens Bühligen (CDU)
Lage der Kreisstadt Merseburg
im Saalekreis
Sachsen Thüringen Burgenlandkreis Halle (Saale) Landkreis Anhalt-Bitterfeld Landkreis Mansfeld-Südharz Salzlandkreis Bad Dürrenberg Bad Lauchstädt Barnstädt Braunsbedra Farnstädt Kabelsketal Landsberg (Saalekreis) Leuna Wettin-Löbejün Merseburg Mücheln (Geiseltal) Nemsdorf-Göhrendorf Obhausen Petersberg (Saalekreis) Querfurt Salzatal Schkopau Schraplau Steigra TeutschenthalKarte
Über dieses Bild
Dom und Schloss

Merseburg ist eine Dom- und Hochschulstadt an der Saale im südlichen Sachsen-Anhalt. Sie ist Verwaltungssitz des Landkreises Saalekreis und Bestandteil des länderübergreifenden Ballungsraums der Großstädte Leipzig und Halle. Unmittelbar an Merseburg grenzen die Chemiestandorte Schkopau (Buna) und Leuna.

Merseburg, eine der ältesten Städte im mitteldeutschen Raum, wurde im 10. Jahrhundert zur Königspfalz erhoben und gilt als Heimatstadt der Merseburger Zaubersprüche aus dem 9./10. Jahrhundert. Die Ersterwähnung im 9. Jahrhundert als „Mersiburc civitas“ weist auf eine bereits vorhandene befestigte Ansiedlung hin. Tatsächlich lassen sich seit der Jungsteinzeit anhaltende Besiedelungen nachweisen.

Von Beginn an durch die Gründung des Bistums Merseburg im Jahre 968 durch König Otto I. bis zur Reformationszeit war Merseburg ein bedeutendes religiöses Zentrum. Von 1656 bis 1738 war Merseburg Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Merseburg und von 1815 bis 1933 Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirkes der preußischen Provinz Sachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Merseburg liegt am östlichen Rand der Querfurter Platte überwiegend am linken Ufer der Saale, in die im Stadtgebiet die Geisel mündet. Die Stadt bildet das Tor zur schlösser- und burgenreichen Region des Saale-Unstrut-Tales. Nordöstlich grenzt Merseburg an die Saale-Elster-Aue, westlich an die Region Unteres Geiseltal.

Kirche in Trebnitz

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zum Stadtgebiet gehören die Orte Merseburg, Annemariental, Atzendorf, Beuna (Geiseltal), Blösien, Elisabethhöhe, Freiimfelde, Geusa, Kötzschen, Meuschau, Neumarkt, Trebnitz, Gut Werder und Zscherben.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden von Merseburg sind Schkopau im Norden, Leuna im Süden sowie Braunsbedra und Bad Lauchstädt im Westen. Der Ort Schkopau liegt 6 km nördlich von Merseburg, die Stadt Leuna 5 km südlich. Infolge von Eingemeindungen grenzen Ortsteile von Schkopau und Leuna im Osten an Merseburg.

Namensdeutung[Bearbeiten]

Seit Thietmar von Merseburg bis in die Zeit der Renaissance wurde der Name der Stadt vom römischen Kriegsgott Mars abgeleitet, wonach der Ort von römischen Soldaten gegründet worden sein soll.

Das erste Glied des Stadtnamens ist mehrdeutig. Zum Beispiel kommen in Frage: altsächsisch meri und germanisch mari für stehendes Gewässer, wässriges Gelände oder Sumpf. Ferner wäre auch die Reduktion eines germanischen Personennamens mit zwei Gliedern wie Merifrid, Merowig, Meriswid oder Meriswind oder die Kurzform Marso denkbar. Letztendlich ist auch der Name einer Stammesgruppe wie Marsi, Marsaki oder Marsingi nicht auszuschließen, denn Merseburg lag im Friesenfeld und die ursprüngliche Besiedlung durch Splittergruppen von der Nordseeküste ist durchaus möglich.

Die Deutung des Stadtnamens aus slawischen Sprachmitteln, wie zum Beispiel Mezibor (‚Grenzland‘), hat keine ausreichende Grundlage und wird von Sprachforschern abgelehnt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits in vorgeschichtlicher Zeit ist eine erste Besiedlung im Bereich des heutigen Merseburg nachweisbar. Im Merseburger Museum finden sich Funde aus den Gräbern der Band- und Schnurkeramik, der Bronzezeit, der ausgehenden Hallstattzeit, der römischen Kaiserzeit, der Völkerwanderungszeit sowie von Siedlungen der Elbslawen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Merseburger Zaubersprüche

Die erste schriftliche Erwähnung Merseburgs erfolgte in den Jahren 880/899 im Hersfelder Zehntverzeichnis als „mersiburc civitas“. Nach 919 wurde der Ort von König Heinrich I. zu einer Pfalz ausgebaut. Heinrich hatte die Tochter des Merseburger Grafen Erwin geheiratet, so dass der Ort in die Herrschaft des sächsischen Herrschaftshauses gelangte. Er verstärkte die Befestigungsanlagen auf dem Burgberg und ließ nach seinem Sieg gegen die Ungarn bei Riade den Speisesaal mit Fresken ausschmücken. Zugleich siedelte er als Verstärkung die sogenannte Merseburger Schar, die aus Freigelassenen bestand, bei der Burg an.

Im Jahr 955 gelobte König Otto I., nachdem er in der Schlacht auf dem Lechfeld die Ungarn endgültig geschlagen hatte, ein Bistum zu gründen. Daraufhin wurde von ihm und auf Betreiben der Synode von Ravenna 968 das Bistum Merseburg gegründet. Merseburg lag zuvor an der Grenze des Hassegaus.

Das Bistum wurde allerdings bereits 981 wieder aufgelöst und erst 1004 von Kaiser Heinrich II. erneut gegründet. Bis zur Reformationszeit sollte Merseburg nun Bischofssitz und ein bedeutendes religiöses Zentrum an der östlichen Grenze Deutschlands bleiben, nachdem das Gebiet zuvor zum Bistum Halberstadt gehört hatte. Das Bistum war zwar flächenmäßig eines der kleinsten deutschen Bistümer, umfasste jedoch wichtige Zentren wie die Stadt Leipzig, den Süden des heutigen Sachsen-Anhalt und Teile des heutigen Freistaates Sachsen. Am Ende des Mittelalters umfasste es als Mittelpunkt des Hochstiftes Merseburg rund 310 Pfarr- und Filialkirchen und war im Laufe der Jahre Residenz von 43 Bischöfen.

Grabplatte Rudolfs von Rheinfelden im Dom, die älteste Bronzegrabplatte Mitteleuropas

1012 wurde erstmals ein Benediktinerkloster in Merseburg erwähnt. In den Jahren 1015 bis 1021 ließ Heinrich II., der Merseburg unter seinen Pfalzorten deutlich bevorzugte, hier den Dom St. Johannes der Täufer und Laurentius errichten. Von diesem Bau ist heute noch die 1036 begonnene Krypta erhalten. Um 1280 wurde der Dom mit vielbeachteten Glasmalereien ausgestattet, die allerdings später verlorengingen und 1947 bis 1960 von Charles Crodel in moderner Fortschreibung der mittelalterlichen Formensprache ersetzt wurden.

Im Jahr 1188 wurde von Kaiser Friedrich I. Barbarossa im heutigen Vorort Neumarkt ein neuer Markt begründet. Auch die Neumarktkirche wurde erstmals bezeugt. Zu diesem Zeitpunkt existierte hier bereits die erste Saalebrücke. Inzwischen hatte Merseburg als Handelsort bereits einen weitreichenden Einfluss, von dem beispielsweise die Benennung des Brama Merseburska (Merseburger Tor) im 490 Kilometer entfernten westpreußischen Kulm zeugt. In den Jahren 1218/19 wurde der Markt am linken Saaleufer durch eine Stadtmauer geschützt, die sich an die bereits befestigte Domfreiheit anschloss. 1289 wurde erstmals eine bürgerliche Selbstverwaltung der Stadt erwähnt, auf dem Siegel einer Urkunde erscheint das Wappen der Stadt. 1323 zerstörte der erste von sechs schweren Stadtbränden große Teile der Stadt.

1428 trat Merseburg gemeinsam mit anderen Städten und gegen den Widerstand der Bischöfe der Hanse bei, der es bis mindestens 1604 angehören sollte. Um 1470 wurde das dreiflügelige Schloss (den vierten Flügel bildet der Dom) im spätgotischen Stil neu errichtet. Bereits 1473 befand sich in Merseburg die erste Druckerei.

Im 15. Jahrhundert ließ Bischof Thilo von Trotha (1466–1514) die dreiflügelige Schlossanlage neu gestalten. Bei der Leipziger Teilung im Jahr 1485 wurde Merseburg dem Albertinischen Herzogtum Sachsen zugeschlagen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Stadtansicht um 1650
Merseburg um 1700

Im Laufe der Reformationszeit und der beginnenden Bauernkriege verfassten die Merseburger Bürger und Bauern die 16 Merseburger Artikel, in denen sie sich gegen die ständig neuen Dienste und Abgaben (Steuern für Wasser, Holz, Weideland, Acker, Abgabe von Kleinvieh, zahlreiche Bußgelder u. a.) wandten. Am 3. Mai 1525 musste Bischof Adolf aufgrund von Unruhen nach Leipzig fliehen. Am 8. Mai versuchten die Aufständischen die Domfreiheit zu stürmen. Im Juni folgende Gerichtsverhandlungen führten dazu, dass am 10. Juni 1525 vier Bürger und vier Bauern auf dem Merseburger Markt geköpft wurden.

In den Jahren 1510 und 1537 fanden am Dom nochmals größere Umbaumaßnahmen statt. Um 1543 begann in Merseburg die Reformation Spuren zu zeigen. 1545 predigte Martin Luther im Merseburger Dom. Nach dem Tod des letzten katholischen Bischofs im Jahr 1561 setzte sich dann auch in Merseburg die Reformation endgültig durch. Das Benediktinerkloster wurde aufgelöst und teilweise abgerissen. Im Jahr 1575 wurde auf Grundlage der alten Domschule das Domgymnasium Merseburg gegründet. Das Stiftsterritorium wurde säkularisiert und kam in den Besitz der Kurfürsten von Sachsen. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts sollte es allerdings zur Verwaltung des Landes im Auftrage des Fürsten eine eigene Stiftsregierung behalten.

In den Jahren 1605 bis 1608 erfolgten tiefgreifende Um- und Erweiterungsbauten am Schloss. Von 1656 bis 1738 war Merseburg Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Merseburg; diese Zeit war mit reger Bautätigkeit und kulturellem Aufschwung für die Stadt verbunden. In der Folge fiel Merseburg wieder an Kursachsen, dem es bis 1815 angehörte.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Waterloo-Gedenktafel an der Neumarktbrücke

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Merseburg bis 1945 zur Hauptstadt des preußischen Regierungsbezirkes Merseburg in der Provinz Sachsen. Der Provinzialständetag, das Parlament der Provinz Sachsen, trat 1825 erstmals im Merseburger Schlossgartensalon zusammen. 1895 tagte der Provinzialausschuss dann erstmals im Plenarsaal des neu errichteten Merseburger Ständehauses.[3]

1832 wurden die Vorstädte Altenburg und Neumarkt mit dem Dombezirk und der inneren Stadt zusammengeschlossen. Im Jahr 1841 wurden in der Merseburger Domstiftsbibliothek die Merseburger Zaubersprüche entdeckt. Im Jahr 1846 erfolgte der Bahnanschluss der Stadt an die Bahnstrecke Halle–Naumburg.

1900–1945[Bearbeiten]

1909 eröffnete ein neues Stadtkrankenhaus seine Pforten, an dessen Stelle heute ein Teil des Klinikums Carl-von-Basedow steht.[4] 1916/17 wurde in Merseburg an der August-Bebel Straße ein Ammoniakwerk errichtet, das die Grundlage der späteren Leunawerke bilden sollte. In den Jahren 1936/37 folgten die Buna-Werke im Nachbarort Schkopau.

1935 wurde westlich der Stadt, ein Militärflugplatz in Betrieb genommen und dort eine Fliegergarnison stationiert.

Schleuse des Mittelkanals

Der Bau des Mittelkanals als Umgehungskanal mit einer Schleppzugschleuse wurde begonnen. Dieser sollte die Schleusen Meuschau und Rischmühle ersetzen, wurde aber kriegsbedingt nicht fertiggestellt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Merseburg mehrfach bombardiert. Dabei wurden der Ostflügel des Schlosses sowie große Teile der Innenstadt fast vollständig zerstört und die Schleppzugschleuse beschädigt.

1945–1990[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Merseburg Kreisstadt des Landkreises Merseburg. 1954 wurde die Technische Hochschule Leuna-Merseburg gegründet. Ab 1955 konzentrierte sich der Wohnungsbau vor allem auf die Außenbezirke in Merseburg-Süd und Merseburg-West. Ab 1968 begann in Merseburg die sogenannte „sozialistische Rekonstruktion“, der große Teile der Altstadt zum Opfer fielen.[5] Erst die politische Wende 1989 stoppte den Verfall und Abriss ganzer Straßenzüge. Im Jahr 1990 fanden die ersten freien Wahlen seit 1945 statt und ein umfassendes Sanierungskonzept für die Altstadt wurde eingeleitet. Die Wende bedeutete auch das Aus für die NVA-Kaserne am westlichen Stadtrand. In ihr waren seit Mitte der 1980er Jahre einige hundert Bausoldaten untergebracht, die in den Buna-Werken und Leunawerken arbeiten mussten. Bis 1991 war Merseburg noch Standort der 6. Jagdbomberdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.

seit 1990[Bearbeiten]

1992 nahm Merseburg erstmals an den Hansetagen der Neuzeit teil, im gleichen Jahr wurde die Fachhochschule Merseburg gegründet sowie von der Stadt Merseburg und den Gemeinden Beuna (Geiseltal) und Geusa die Verwaltungsgemeinschaft Merseburg gebildet. Ende März 1993 wurde die Technische Hochschule Carl Schorlemmer aufgelöst und zu gleichen Teilen in die Fachhochschule Merseburg und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Außenstelle Merseburg, aufgeteilt.

1994 wurde Merseburg Kreisstadt des Landkreises Merseburg-Querfurt. Zu einer Namensänderung kam es am 23. Dezember 1997, als sich die Stadt von Merseburg (Saale) in Merseburg umbenannte.[6] 2004 wurde die Stadt Merseburg in die IBA (Internationale Bauausstellung Stadtumbau 2010) aufgenommen. Die Stadt Merseburg setzte dabei mit ihrem Konzept „Neue Milieus – neue Chancen“ direkt am Problem des Bevölkerungsrückgangs an und entwickelte neue Strategien zur Verringerung von Bevölkerungsverlusten. 2007 wurde Merseburg durch die Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt Verwaltungssitz des neu entstandenen Landkreises Saalekreis.

Im September 2007 wurde gegen den damaligen Oberbürgermeister Reinhard Rumprecht (parteilos) wegen des illegalen Besitzes kinderpornografischen Materials Strafbefehl erhoben, weswegen er daraufhin von seinem Amt zurücktrat.

Vom 13. bis 15. Juni 2008 fand in Merseburg gemeinsam mit dem 40. Schlossfest der Sachsen-Anhalt-Tag unter dem Motto „Merseburg bezaubert“ statt. Mehr als 200.000 Menschen besuchten während dieses dreitägigen Landesfestes die Stadt. 2009 wurde die Gemeinde Beuna zu Merseburg eingemeindet, im Jahr 2010 schließlich die Gemeinden Geusa, Blösien und Zscherben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Venenien wurde am 1. Januar 1949 eingemeindet. Die Gemeinde Kötzschen folgte am 1. Juli 1950. Meuschau gehört seit dem 30. Mai 1994 zu Merseburg.[7] Trebnitz kam später hinzu. Beuna wurde am 1. Januar 2009 eingemeindet.[8] Geusa ist seit dem 1. Januar 2010 ein Ortsteil von Merseburg.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung (grafisch)

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1834 bis 1933

  • 1834: 08.830
  • 1875: 13.664
  • 1880: 15.205
  • 1890: 17.669
  • 1925: 25.630
  • 1933: 31.576

1939 bis 1984

  • 1939: 38.058
  • 1946: 33.978 1
  • 1950: 38.441 2
  • 1960: 47.199
  • 1981: 50.932
  • 1984: 48.399

1990 bis 2007

  • 1990: 43.815 3
  • 1995: 41.576
  • 2000: 37.127
  • 2005: 34.581
  • 2006: 34.411
  • 2007: 34.039 4

ab 2008

  • 2008: 34.623
  • 2009: 34.313
  • 2010: 35.419
  • 2012: 33.520

Datenquelle ab 1990: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
1 29. Oktober
2 31. August
3 3. Oktober
4 14. Juli 2008
5 31. Dezember 2012

Politik[Bearbeiten]

Oberbürgermeister ist seit dem 4. Juli 2008 Jens Bühligen (CDU).

Stadtrat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 37,7 %
 %
40
30
20
10
0
35,8 %
21,6 %
21,2 %
9,7 %
3,8 %
4,4 %
2,5 %
1,0 %

Mit 14 Sitzen bildet die CDU die stärkste Fraktion im Merseburger Stadtrat, gefolgt von der Fraktion „SPD/Bündnis90/Grüne“ mit 11 Sitzen. Die Linkspartei hat 8 Sitze inne. Die kleinsten Fraktionen bilden die Statt-Partei mit 4 Sitzen, die FDP mit 2 Sitzen und die NPD mit einem Sitz. Die letzte Wahl des Merseburger Stadtrates erfolgte im Zuge der Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt am 25. Mai 2014. Insgesamt verfügt der Merseburger Stadtrat über 40 Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Stadt Merseburg

Das Wappen der Stadt Merseburg zeigt in rot über einer durchgehenden, gezinnten, schwarz gefugten silbernen Rundmauer einen stilisierten silbernen Dom mit vier spitzbedachten, golden beknauften Türmen. Dabei sind die mittleren Türme etwas erhöht und mit einem offenen, von einem goldenen Kreuz bekrönten gotischen Kirchenportal mit linearer schwarzer Rosette belegt. Die äußeren Türme haben je drei, die mittleren Türme je zwei schwarze Rundbogenfensteröffnungen nebeneinander. Im offenen Portal ist auf einem Altar mit damaszierter Goldener Decke das golden nimbierte schwarzhaarige Haupt Johannes des Täufers auf einer goldenen Schale dargestellt.

Die Farben der Stadt sind Rot - Silber (Weiß).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Merseburg unterhält Städtepartnerschaften mit

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dom und Schloss

Merseburger Domschatz[Bearbeiten]

2008 erfolgte der Umbau der Südklausur des Merseburger Domes zum Zwecke der Neupräsentation der einzigartigen Stücke des Merseburger Domschatzes, die aufgrund ihrer besonderen kulturgeschichtlichen Bedeutung überregional bekannt sind.

In der Schatzkammer am Kreuzgang des Merseburger Domes sind neben kostbaren Handschriften, wie die prachtvoll ausgemalte Merseburger Bibel des 13. Jahrhunderts, ein romanischer Tragaltar, ein Elfenbeinkästchen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und Altarretabel zu sehen. Auch die mumifizierte Hand des 1080 gefallenen Gegenkönigs Rudolf von Schwaben ist ausgestellt. Unterhalb der Schatzkammer, im „Zauberspruchgewölbe“, kann man ein Faksimile der berühmten Merseburger Zaubersprüche bewundern.

Die Merseburger Rabensage[Bearbeiten]

Käfig mit dem Raben

Der Bischof Thilo von Trotha besaß einen goldenen Siegelring, ein Geschenk seines Freundes, des Bischofs von Naumburg. Eines Morgens ließ er ihn am offenen Fenster liegen und bemerkte nach kurzer Abwesenheit den Verlust des Ringes. In seinem Zorn bezichtigte er seinen langjährigen Diener des Diebstahls. Obwohl der Diener seine Unschuld beteuerte, ließ er ihn hinrichten. Noch nach dem Abschlagen des Kopfes sollen seine ausgestreckten Arme seine Unschuld beteuert haben. Als der Ring später in einem Rabennest gefunden wurde, ließ Thilo von Trotha als Mahnung, kein Urteil im Jähzorn zu fällen, im Schlosshof ein Vogelbauer errichten, in dem seitdem ein Kolkrabe für den Diebstahl büßt. Zum steten Andenken habe der Bischof einen Raben mit einem Ring im Schnabel in sein Wappen aufgenommen. – Allerdings führte seine Familie diesen Raben mit Ring wohl schon vorher im Wappen.

Ein solcher Rabe wird auch heute noch in einem Käfig gehalten, die alte Sitte ist aber bei Tierschützern umstritten. Im Juni 2006 erfolgte deshalb eine wesentliche Vergrößerung des angestammten Käfigs vor dem Schloss. Der Rabe lebt nun mit einer Partnerin in einer nun fast neun Meter langen und vier Meter breiten Voliere.

Museen, Galerien und Bibliotheken[Bearbeiten]

Sicht aus dem Schlossgarten auf das Schloss Merseburg
  • Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg: Neben Exponaten aus der Ur- und Frühgeschichte sind u. a. Darstellungen zur mittelalterlichen Pfalz- und Bistumsgeschichte, zur Kunst und Kultur im Herzogtum Sachsen-Merseburg und zur Stadtgeschichte der Neuzeit zu sehen. Schloss und Schlossgarten gehören zum Projekt Gartenträume Sachsen-Anhalt
  • Deutsches Chemie-Museum Merseburg: Technische Sachzeugen dokumentieren die Entwicklung der chemischen Industrie im Umland von Merseburg und in der mitteldeutschen Chemieregion.
  • Luftfahrt- und Technikmuseum Merseburg: Ausstellung über die technische Entwicklung der Region und der DDR.
  • Kunststiftung ben zi bena Merseburg e.V.: Die Kunststiftung bietet in wechselnden Ausstellungen ein Nebeneinander oder auch Gegeneinander künstlerischer Sichtweisen der früheren BRD und der früheren DDR.
  • Willi-Sitte-Galerie: Die Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst stellt das künstlerische Werk und andere gesammelte Kunstwerke des Malers und Grafikers Willi Sitte aus. Die Galerie wurde 2006 im Beisein des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) eröffnet.
  • Galerie Tiefer Keller: Galerie, die in wechselnden Ausstellungen, Werke von jungen Künstlern zeigt.[10]
  • Peter-Sodann-Bibliothek: 2006 hat sich in Merseburg unter Vorsitz des Schauspielers Peter Sodann der „Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945–1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur e.V.“ gegründet. Ziel des Vereins ist es, in Merseburg bis 2009 eine Bibliothek mit allen in der DDR erschienenen Büchern aufzubauen und jedermann zugänglich zu machen. Die Bibliothek wurde jedoch nach Staucha verlegt.[11]

Merseburger Orgeltage[Bearbeiten]

Im Musikleben Sachsen-Anhalts haben die international bekannten Merseburger Orgeltage einen festen Platz und ziehen alljährlich im September zahlreiche Musikliebhaber in den Merseburger Dom. International renommierte Organisten, berühmte Orchester und namhafte Solisten und Chöre haben das Orgelfestival weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht. In den 1960er Jahren ins Leben gerufen, werden sie seit 1994 in Regie des Leipziger Gewandhaus- und Merseburger Domorganisten Michael Schönheit vom „Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V.“ veranstaltet.

Mittelpunkt der Merseburger Orgeltage ist dabei die von Friedrich Ladegast 1853 bis 1855 geschaffene Merseburger Romantik-Großorgel. Insbesondere mit dem Namen von Franz Liszt verbunden, ist die Ladegastorgel ein Instrument von überragender musikgeschichtlicher Bedeutung. Regelmäßig sind auch Übertragungen im Mitteldeutschen Rundfunk und bei Deutschlandradio Kultur zu hören.

Bauwerke und Parks[Bearbeiten]

Altes Rathaus
Schlossgarten
  • Schloss Merseburg mit Rabenkäfig
  • Kapitelhaus Merseburg mit Domstiftsarchiv und -bibliothek (Ausstellung der Merseburger Zaubersprüche)
  • Schlossgarten mit Schlossgartensalon (Orangerie), Denkmälern und Wasserspiel
  • Merseburger Ständehaus (Kultur- und Kongresszentrum) mit Monumentalgemälden von Hugo Vogel
  • Markt mit Altem Rathaus und Staupenbrunnen (16. Jh.) sowie dem Saalealf-Brunnen (20. Jh.)
  • Krummes Tor
  • Schwarze Bastion
  • Franzosen-Brunnen (Merseburg)
  • Eulenturm mit Stadtmauerresten
  • Neumarktmühle (16. Jh.)
  • Neumarktbrücke (Saaleblick mit Domburg)
  • Neumarkt mit Kirche und Hospital
  • Hohe Brücke (16. Jh.)
  • Stadtfriedhof St. Maximi mit historischen Figuren und Kapelle
  • Naherholungsgebiet Südpark und Rosengarten
  • Gotthardteich mit Fontäne und Planetarium
  • Stadtpark und Naturschutzgebiet „Saale-Aue“ (Saaleradwanderweg)
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof für 261 Soldaten der Roten Armee in Merseburg-Süd
  • neugestalteter Entenplan mit Brunnen und dem ehemaligen Dobkowitz-Kaufhaus
  • Denkmal König Heinrich I.
  • Skulpturen Bildhauersymposium am Saaleufer
  • zahlreiche weitere Brunnen und Skulpturen verteilt über das Stadtgebiet
  • Domkurien aus der Renaissance- und Barockzeit (Domstraße)

Kirchen[Bearbeiten]

Dom St. Johannes der Täufer und Laurentius
Stadtkirche St. Maximi

in kursiv die lateinischen Patrozinien als Links

Ortsteile

sowie

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Merseburger Orgeltage (September)
  • Merseburger Schlossfest (Juni)
  • Drehorgel- und Cityfest (September)
  • Internationale Schlossgrabenkonzerte (Juni–September)
  • Merseburger Rabenmarkt, Kunsthandwerker- und Töpfermarkt am Dom (am letzten Wochenende im März und Oktober)
  • Kabarett, Vorträge und Konzerte im Ständehaus
  • Merseburger Dommusik, Orgelklang 12 und Motetten im Dom
  • Weihnachts- und Adventsmarkt (Dezember)
  • Merseburger Neujahrslauf (1. Januar)
  • Mitteldeutscher Marathon (September)
  • Merseburger Kneipenmeile (jeweils im Mai)
  • Merseburger Figurentheaterfest (jeweils im März)

Verkehr[Bearbeiten]

Ein Anschluss an das Schienennetz besteht seit 1846 durch die Bahnstrecke Halle–Bebra. Bis zum Jahr 2004 war der Bahnhof Merseburg Halt für Interregio-Züge der Linie Frankfurt am Main–Berlin. Bis 1998 gab es eine direkte Zug-Verbindung nach Leipzig über Leuna und Günthersdorf, später fuhren die Züge bis nach Leipzig-Leutzsch. In den 1960er Jahren erbaute man die Bahnstrecke Merseburg–Halle-Nietleben: eine Eisenbahnverbindung zwischen Merseburg und Halle-Neustadt über die Buna-Werke. Die auf dieser Strecke verkehrende Regionalbahn-Linie RB 81 wurde im Dezember 2007 aufgrund fehlender Fahrgäste eingestellt.

Merseburg ist mit den Regionalbahnlinien RB 20 (Halle (Saale)–Eisenach) und RB 82 (Halle (Saale)–Naumburg (Saale)) stündlich bzw. halbstündlich erreichbar. Außerdem beginnt in Merseburg die Regionalbahnlinien RB 78 (Merseburg–Querfurt) betrieben von der Burgenlandbahn, einer Tochter der DB Regio. Die ebenfalls in Merseburg beginnende RB 79 (Merseburg–Schafstädt) wurde zum 14. Dezember 2014 eingestellt.

Seit März 2011 wurde der Eisenbahnknoten Merseburg umfassend modernisiert. Gleis- und Oberleitungsanlagen sowie ein Elektronisches Stellwerk wurden neu errichtet. Am Bahnhof wurden die Bahnsteige sowie der Personentunnel grundhaft erneuert. Die weitestgehende Fertigstellung erfolgte 2013.[12]

Am 11. April 1913 erfolgte die Gründung der Merseburger Überlandstraßenbahn AG (MÜBAG) zur verkehrlichen Erschließung des Braunkohlengebiets im Geiseltal mit einer Überlandstrecke nach Mücheln. Im Laufe der Jahre wurde die Strecke wegen des sich ausdehnenden Braunkohletagebaus mehrfach um- und zurückgebaut, wodurch sie jetzt ausschließlich als Linie 15 halbstündlich von Merseburg-Zentrum bis zur Haltestelle Merseburg-Süd fährt. Sie ging 1951 in das Hallesche Straßenbahnnetz über. Zudem hat Merseburg auch Anschluss an das Hallesche Straßenbahnnetz mit der Überlandlinie 5 (Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg), die als die längste zusammenhängende Straßenbahnlinie Europas gilt. Die Linie 5 sowie die Straßenbahnlinie 15 (Merseburg-Süd – Merseburg-Zentrum) werden von der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG) betrieben. Stadtbus- und Regionalbuslinien (unter anderem nach Leipzig) werden von der Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt (PNVG) betrieben.

Schleuse Rischmühle

Merseburg ist über die Anschlussstelle Leipzig West/Merseburg an die Bundesautobahn 9 (BerlinMünchen) angebunden. An der Südharzautobahn Bundesautobahn 38 (GöttingenHalle/Leipzig) stellen die Abfahrten Merseburg-Nord und Merseburg-Süd die Verbindung zur Stadt dar.

Durch Merseburg zieht sich die Bundesstraße 91 Halle–Merseburg–WeißenfelsZeitz, welche im Bereich Halle–Merseburg als Schnellstraße ausgebaut ist. Weiterhin beginnt hier die Bundesstraße 181 nach Leipzig, welche in Merseburg teilweise vierspurig ausgebaut ist.

Der Flughafen Leipzig/Halle liegt knapp 30 km nordöstlich und ist über die B 181 und A 9 zu erreichen.

Die Schleusen Meuschau und Rischmühle sorgen für die Schiffbarkeit der Saale.

Medien und Verlage[Bearbeiten]

In Merseburg gibt es ein Büro der Regionalredaktion Halle/Saalekreis/Merseburg der Mitteldeutschen Zeitung (Neuer Landbote). Zudem ist die Stadt Sitz der Wochenanzeigenblätter Wochenspiegel und Supersonntag sowie zahlreicher Druck- und Werbeunternehmen.

Seit 1997 arbeitet das Merseburger Bürgerfernsehen, der Offene Kanal Merseburg-Querfurt (OKMQ), als einer der sieben Bürgerfernsehsender in Sachsen-Anhalt.[13] Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die Kabelnetze in Merseburg, Leuna, Bad Dürrenberg und Günthersdorf. Das Programm des OKMQ wird auch als Livestream im Internet veröffentlicht.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Amtsgericht
Rischmühlen-Halle
Carl-von-Basedow-Klinikum

Neben dem Verwaltungssitz des Landkreises Saalekreis befinden sich in Merseburg ein Amtsgericht und ein Polizeirevier.

Die Stadt Merseburg unterhält eine Stadtbibliothek, das Domstadt-Kino, eine Schwimmhalle und gemeinsam mit dem Landkreis die Rischmühlenhalle für den Vereins- und Breitensport.

Carl-von-Basedow-Klinikum[Bearbeiten]

Das Klinikum, benannt nach dem Merseburger Arzt Carl von Basedow, ist das einzige Krankenhaus im Saalekreis; es hat ca. 650 Betten. Es ist eines von 9 Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung in Sachsen-Anhalt. Zehn Kliniken befinden sich am Standort Merseburg, drei am Standort Querfurt. Träger ist der Landkreis. Es dient als akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Bildung[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Zwei Gymnasien sind in Merseburg ansässig. Das Ältere von beiden ist das 1575 gegründete Domgymnasium. Das zweite Gymnasium ist das Herder-Gymnasium. Ebenso befinden sich im Stadtgebiet zwei Sekundarschulen. Fünf Grundschulen in staatlicher und eine in freier Trägerschaft (die evangelische Johannesschule) sowie zwei Gesamtschulen sind in Merseburg untergebracht. Darüber hinaus gibt es zwei Sonderschulen, eine im Bereich für geistig Behinderte und eine weitere für Lernbehinderte, sowie eine Kreisvolkshochschule und eine Kreismusikschule.

Hochschule Merseburg

Hochschule Merseburg[Bearbeiten]

Die aus der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg hervorgegangene Hochschule Merseburg wurde am 1. April 1992 gegründet. Das Studienprofil ist breit gefächert: Ingenieurwissenschaftliche und technische Studiengänge, wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge und Studienangebote aus den Bereichen Soziale Arbeit.Medien.Kultur. Es werden zurzeit elf grundständige Bachelorstudiengänge, neun aufbauende Masterstudiengänge und zahlreiche Weiterbildungsprogramme angeboten. An der Hochschule studieren etwa 3000 Studenten.[14]

Europäisches Romanikzentrum[Bearbeiten]

Am 10. Juli 2006 wurde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Europäische Romanik Zentrum als gemeinnütziger Verein zur Erforschung und Vermittlung der europäischen Romanik gegründet. Seit Mai 2008 ist es ein An-Institut der Martin-Luther-Universität mit Sitz in der Südklausur des Merseburger Domes. Das Europäische Romanikzentrum ist eine wissenschaftliche Forschungs- und öffentliche Bildungsstätte, das vorhandene Potentiale und vielfältige Aktivitäten zum Thema Romanik in Sachsen-Anhalt bündelt und überregional wie international vernetzt. Die Absicht ist es, zum einen regionale wie überregionale Arbeiten zur Romanik zu fördern und in Fachtagungen vorzustellen und damit jüngeren Wissenschaftlern aus ganz Europa eine Plattform für ihre Forschungen zu geben. Zum anderen soll das Thema Romanik einer breiteren Öffentlichkeit stärker vermittelt werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die während der NS-Herrschaft verliehenen Ehrenbürgerschaften an Adolf Hitler und Rudolf Jordan, Politiker (NSDAP) und Gauleiter von Halle-Merseburg (1931 - 1937), wurden am 15. Juni 1945 aberkannt. Danach wurde diese Auszeichnung nicht mehr verliehen. [15] Alternativ zeichnet die Stadt Merseburg verdienstvolle Bürger mit der Bürgermedaille aus. [16] Träger dieser sind:

  • Hans-Günther Wauer, Kirchenmusiker (19. Januar 2006)
  • Peter Ramm, Stadtratsvorsitzender (2010)
  • Ulrich Schlase, Dompfarrer (2011)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

bis 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

ab 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Zusammenhang stehen[Bearbeiten]

Carl Adolph von Basedow
Ernst Haeckel

Siehe auch: Liste der Bischöfe von Merseburg

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2013 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ernst Eichler, Hans Walther: Städtenamenbuch der DDR. 2. Auflage. Leipzig 1988, S. 186–187.
  3. J. Jankofsky, J. Sailer: Ständehaus Merseburg. Merseburg 1991.
  4. Stefan Wolter: "Im Geiste edler, hilfreicher Menschlichkeit." Vom Städtischen Krankenhaus Merseburg zum Saalekreisklinikum - 100 Jahre Geschichte. Projekte-Verlag, 2009, ISBN 978-3-86634-847-9.
  5. Fotoband zeigt Merseburg im Wandel der Zeiten Mitteldeutsche Zeitung vom 4. Dezember 2013
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  7. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  10. Domgalerie Merseburg, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  11. Bibliothek - Peter Sodann, abgerufen am 2. Oktober 2013.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSperrpause für Inbetriebnahme der neuen Gleisinfrastruktur: Meilenstein beim Ausbau des Eisenbahnknotens Merseburg. DB Mobility Logistics AG, 29. August 2012, abgerufen am 31. August 2012.
  13. Website der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, abgerufen am 5. Februar 2012.
  14. hs-merseburg.de
  15. [1], abgerufen am 23. Oktober 2014.
  16. [2], abgerufen am 12. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Merseburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Merseburg – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Merseburg – Reiseführer