Carlos Manuel de Céspedes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe Carlos Manuel de Céspedes (Begriffsklärung).
Carlos Manuel de Céspedes

Carlos Manuel de Céspedes y López del Castillo (* 18. April 1819 in Bayamo, Kuba; † 27. Februar 1874 in San Lorenzo, Kuba) war ein kubanischer Freiheitskämpfer und Begründer der kubanischen Nation.

Leben[Bearbeiten]

Am 10. Oktober 1868 rief der Großgrundbesitzer C.M. de Céspedes von seiner Zuckermühle La Demajagua in Manzanillo aus alle Kubaner zum Kampf gegen die spanische Kolonialmacht auf (Grito de Yara). Er ließ alle seine Sklaven frei und forderte sie auf, sich an dem Kampf zu beteiligen.

Am 10. April 1869 wurde er zum Präsidenten der im Untergrund gebildeten kubanischen Republik gewählt (Asamblea de Guaímaro).

Nach seiner Absetzung als Präsident (1873) wurde seine Ausreise in ein Exil von der neuen kubanischen Regierung verhindert, weil sie ihm die Stellung einer Eskorte verweigerte. 1874 fiel er im Kampf mit den spanischen Kolonialtruppen, nachdem sein Versteck verraten worden war. Seine Leiche wurde von der spanischen Kolonialmacht öffentlich in Santiago de Cuba ausgestellt und in einem Massengrab verscharrt. Seine sterblichen Überreste wurden 1910 aus dem Massengrab geborgen und in den Pantheon überführt. Im Volksmund wird Céspedes als Vater des Vaterlandes bezeichnet, weil er sich, als sein Sohn von spanischen Soldaten gefangen genommen wurde, gegen eine Einstellung des Kampfes und den Austausch seines Sohnes entschied, mit den Worten: "Alle Kubaner sind meine Söhne". Sein Sohn wurde daraufhin getötet.