Chakra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das asiatische Konzept von Energiezentren des Menschen. Zum weiteren Bedeutungen siehe Chakra (Begriffsklärung).
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Lage der Chakren im Körper nach Arthur Avalon

Mit Chakra (Sanskrit, m., चक्र, cakra, [ʧʌkɽʌ], wörtl: Rad, Diskus, Kreis) werden in traditionellen südasiatischen Konzepten aus dem tantrischen Hinduismus, dem tantrisch-buddhistischen Vajrayana und dem Yoga sowie davon abgeleitet in einigen neuzeitlichen europäischen und nordamerikanischen esoterischen Lehren subtile Energiezentren zwischen dem materiellen Körper und dem subtilen Körper (vgl. Astralleib) des Menschen bezeichnet. Diese werden als durch subtile Energiekanäle verbunden vorgestellt. Alte indische und tibetische Texte sprechen von 72.000 bis 350.000 Energiekanälen im Körper. In der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gibt es teilweise ähnliche Vorstellungen mit einer eigenen Terminologie.

Sieben solcher Chakren werden als Hauptenergiezentren des Menschen angesehen und befinden sich nach der Chakrenlehre entlang der Wirbelsäule bzw. in der senkrechten Mittelachse des Körpers. Diese werden durch den angenommenen Energiekanal (als Sushumna oder Haralinie bezeichnet) verbunden, durch den auch die Kundalini-Kraft aufsteigt. Verschiedenen Lehren und Schulen variieren in ihren Auffassungen bezüglich Details wie Anzahl und genauer Lokalisation der Chakren. Darüber hinaus existieren Chakren als Energiezentren nicht nur im Rahmen unseres physischen Körpers, sondern auch außerhalb, jedoch fast durchgehend entlang der Sushumna zwischen Himmel und Erde verteilt.

Die Hauptchakren in der Übersicht[Bearbeiten]

Namen und Symbole[Bearbeiten]

Farbe Symbol Sanskrit Deutsch Element Symbol Gottheit Mantra
7. Chakra07.gif Sahasrāra
(Tausendfache)
Kronen- oder Scheitelchakra (Universum) 1 Tausendblättriger Lotos Paramashiva OM oder Pranava
6. Chakra06.gif Ājñā
(Wahrnehmende)
Stirnchakra oder Drittes Auge Geist (Manas) 2 96-blättriger Lotos
(zweimal 48 Blätter)
Sambhu KSHAM
5. Chakra05.gif Viśuddha
(Reinigende)
Hals- oder Kehlchakra Äther (Akasha) 16-blättriger Lotos Sadashiva HAM
4. Chakra04.gif Anāhata
(Unbeschädigte)
Herzchakra Wind (Vayu) Zwölfblättriger Lotos Isha YAM
3. Chakra03.gif Manipūra
(Leuchtendes Juwel)
Nabel- oder Solarplexuschakra Feuer (Agni) Zehnblättriger Lotos Rudra RAM
2. Chakra02.gif Svādhisthāna
(Süße, Liebliche)
Sakral- oder Sexualchakra Wasser (Apas) Sechsblättriger Lotos Vishnu VAM
1. Chakra01.gif Mūlādhāra
(Wurzelstütze)
Wurzel- oder Basischakra Erde (Prithivi) Vierblättriger Lotos Brahma LAM

Erläuterungen: 1 Keine Zuordnung   2 Geist wird nicht in allen Traditionen als Element verstanden.

Qualitäten[Bearbeiten]

Lage der Chakren im Körper, Seitensicht

Den Chakren werden unterschiedliche universelle Qualitäten des menschlichen Lebens zugeordnet. Aus diesen Qualitäten lassen sich wiederum subjektiv positive und negative Ausdrucksformen ableiten.

Farbe Qualität
7. Spiritualität, Bewusstheit, universelles Bewusstsein, höchste Erkenntnis
6. Wahrnehmung, Intuition, Erkenntnis, Willenskraft
5. Ausdruck, Kommunikation, Inspiration, Offenheit
4. Beziehung, Liebe, Mitgefühl, Herzenswärme, Heilung
3. Wille, Macht, Persönlichkeit, Weisheit, Verarbeitung (Erlebnisse, Gefühle)
2. Sexualität, Gefühle, Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Erotik
1. Überleben, Instinkte, Urvertrauen, Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit

Die Nebenchakren in der Übersicht[Bearbeiten]

Neben den bekannten sieben Hauptchakren werden in der Literatur [1] [2] [3] weitere Chakren angeführt, oft als Nebenchakren benannt. Hier existiert kein Konsens in einer einheitlichen Systematisierung wie bei den Hauptchakren, bestimmte Zentren (etwas Thymus-Chakra) werden jedoch von den meisten Autoren genannt sowie einheitlich lokalisiert und beschrieben – wenn auch unter verschiedenen Namen. Diese Energiezentren liegen mehrheitlich (jedoch nicht alle) entlang der Sushumna/Haralinie, sowohl auf der Ebene des physischen Körpers, als auch außerhalb (transpersonale Chakren). Die letzteren scheinen sich in ihrer Funktion oberhalb und unterhalb des Körpers zu spiegeln und haben durch Zugang zum transpersonalen Raum eine wichtige Bedeutung für manche Richtungen spiritueller Heilarbeit. Die folgenden Tabellen liefern eine Übersicht wichtiger Nebenchakren [1].

Wichtige Nebenchakren auf Körperebene[Bearbeiten]

Die Farbdarstellung ist wegen der Notwendigkeit websicherer Farben nur eine Annäherung. Die Chakrenfarben folgen der Lichtfrequenz von IR nach UV.

Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Oberes Stirnchakra Stirn, halber Weg 6. zu 7. Chakra Inspiration, Eingebungen, Weisheit Geistige Klarheit und Einsicht Fokus auf persönliche Urteile, Moral oder Ideologie, Kopflosigkeit Sodalith
Hinterkopf-Chakra Etwa Mitte vom Hinterkopf Imagination, Inspiration, leise Töne Ästhetik, Muse, Visionskraft, Balance Dumpfheit, Einfallslosigkeit Azurit
Thymus-Chakra Brustmitte, höhe Thymusdrüse Einheitsbewusstsein, "Landeplatz" der Seele, Funken Gottes Friede, Ankommen, Sein, Stille, Achtsamkeit, Wachheit, Freiheit Egozentrik, Narzissmus, Abwesenheit, Verzweiflung, Isolation, Einsamkeit, Rastlosigkeit Chrysopras
Kalpa-Taru 1 halbe Höhe 3. zu 4. Chakra Manifestationskraft, Wunschzentrum Großzügigkeit, Manifestationskraft, Selbstvertrauen, Lebensfreude Mangel, Besorgtheit, Kleinmut, Versagensgefühle Granat, Heliotrop
Hara 2 Nahe WS in Nabelhöhe Energie sammeln und aussenden Versenkung, Spannkraft, Beharrlichkeit, Zentrierung, Gleichgewicht Kraftlosigkeit, Spannungslosigkeit, Ungleichgewicht Tigerauge, Pietersit

Erläuterungen: 1 originaler Name in Sanskrit   2 Das Hara wird im indischen nicht den klassischen Chakren zugeordnet.

Wichtige obere transpersonale Chakren (superpersonal)[Bearbeiten]

Die superpersonalen Chakren befinden sich vertikal über dem Kopf – in der Tabelle abgekürzt als üdK:

Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Raumstern 2,5 Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Raum-Zeit-Kontinuum, Ewigkeit Telepathie, Allheitsbewusstsein Verlorensein Apophylit, Chalkopyrit
Himmelsstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) üdK Beziehung zu Gott als Himmelspol Andacht, Einfachheit, Demut Fanatismus, Anmaßung, Rebellion Diamant, Quarz (goldgelb)
Berufungszentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe üdK Kodierung des Weges unserer Seele in diesem Leben Charisma, Erfüllung, Ermächtigung Wertlosigkeit, sich unerfüllt fühlen, Erfolgssucht Labradorit, Jade
Oberes Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe üdK Animus, in Kontakt mit der männlichen Führung Hilfestellungen aus dem oberen Raum nutzen Fehlender Zugang zu diesen Kräften Beryll
Seelentor etwa 40cm üdK Interaktion von Seele zu Seele Seelische Begegnungen und Bindungen zulassen Unreife, Isolation, Egozentrik Jadeit, Falkenauge
Seelenpunkt Eine handbreit üdK Seele, höheres Selbst, Transformationszentrum Reinheit, Integrität, Authentizität, Unschuld Naivität, Aufspaltung, Schizophrenie, Abwesenheit Regenbogenfluorit, Mondstein, Spinell

Wichtige untere transpersonale Chakren (subpersonal)[Bearbeiten]

Die subpersonalen Chakren befinden sich vertikal unter den Füßen – in der Tabelle abgekürzt als udF:

Farbe Bezeichnung Lage Qualität/Themen Erleben störungsfrei Erleben blockiert Stein
Inkapunkt 1 Eine Handbreit udF Praktische Umsetzung des Seelenweges Instinktsicherheit, persönliche Wirkkraft Zerstreutheit, Disziplinlosigkeit, Abgehobenheit, Alltagsferne Markasit
Inkator 1 etwa 40cm udF Anbindung an Ahnenreihe, Stamm, Clan Treue, Ehre, Verbindlichkeit Unverbindlichkeit, Entwurzelung, Inkonsequenz Sarder
Unteres Führungstor Bei ausgestrecktem Arm in Handgelenkhöhe udF Anima, in Kontakt mit der weiblichen Führung Archaisches Ritualwissen aktivieren können kein Bewusstsein dieser Quelle Onyx, Obsidian
Erdkraftzentrum Bei ausgestrecktem Arm in Fingerspitzenhöhe udF Anbindung an die urwüchsige archaische Erdenergie Ekstase, Explosionskraft, Trance Morbidität, kein Zugang zu Ekstase Schörl, Jett
Erdstern Zwei Armlängen (bis zu den Fingerspitzen) udF Austausch und Beziehung zu Göttin als Pol der Erde Fülle, Überfluss, Barmherzigkeit Armut, Mangel, Kleinmut Jaspis

Erläuterungen: 1 Bezeichnung angelehnt an „Inkarnation“

Die Hauptchakren im Detail[Bearbeiten]

Nachfolgend aufgeführt ist eine Übersicht der Hauptchakren im 7-Chakra-System mit ihren Zuordnungen, physischen und psychischen Symptomen bei Störungen und Blockaden sowie positiven Einflüssen durch Kräuter, Aromen, Bachblüten, Heilsteinen, weitere Dinge des Alltags und Yogaübungen. Diese Auflistung entspricht modernen Zuordnungen des 20. Jahrhunderts und entsprechen nicht zwingend der Chakren-Lehre des traditionellen Tantrismus.

Wurzelchakra[Bearbeiten]

Muladhara-Chakra (Mula = Wurzel, adhara = Stütze)

Zuordnung
Stabilität, Lebenswille, Lebenskraft, Selbsterhaltungstrieb, Sicherheit, Urvertrauen, Erdung, Aufnahme der Erdenergie

Physisch
Beckenboden, Dick- und Enddarm, Knochen, Beine und Füße, Zähne und Nägel, Blutbildung, Verdauung, Ischiasnerv, Drüsenfunktion der Nebennieren (Bildung von Kortison, Adrenalin, Noradrenalin – für Temperaturausgleich, Stressbewältigung, Allergieempfindlichkeit)

Störungsfrei
Lebenskraft, gute gesundheitliche Konstitution, Urvertrauen, Sicherheit, Geborgenheit, mit beiden Beinen auf der Erde, Ausdauer, Durchhaltevermögen, stabile Knochen und Nägel, gute Zähne, gute problemlose Verdauung und Ausscheidung

Störungen und Blockaden
Mangelnde Lebensenergie, wenig Lebensfreude, mangelndes Vertrauen ins Leben, Existenzängste, Misstrauen, Phobien (z. B. vor Spinnen oder ähnlichem), psychische Kraftlosigkeit, Depressionen, Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, Verstopfung, Durchfall, Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Ischialgien, Knochenerkrankungen, Osteoporose, Schmerzen in Beinen und Füßen, Krampfadern und Venenleiden, Blutarmut, Blutdruckschwankungen, stressbedingte Erkrankungen, allergische Beschwerden

Aroma
Nelke, Rosmarin, Ingwer, Vetiver, Zypresse, Zeder (Duftlampe, Rosmarinbäder, Massage Steißbeinbereich und Gesäß)

Kräuter
Baldrian, Lindenblüten, Holunder

Bachblüten
Clematis, Sweet Chestnut, Rock Rose

Im Alltag
Sportliche Betätigung, viel frische Luft, Fußmassagen, Barfußgehen, Waden- und Schenkelgüsse, Erde, Natur, Gartenarbeit, rote Kleidung + Tücher + Gegenstände, rhythmische Musik (Trommeln), Sonnenuntergang

Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen (z. B. Vrkshasana = Erdung, Verwurzelung, Erdenergie)
alles, was auf die Füße, Knie, Beine, Becken, Kreuzbein-Steißbeinbereich wirkt; alle Vorbeugen
Vokaltönen: U
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Mulabandha, mit Ausatmung wieder lösen


Sakralchakra (auch Sexualchakra)[Bearbeiten]

Svadhisthana-Chakra (Svadhisthana = Süße, Lieblichkeit)

Zuordnung
Sexualität, Sinnlichkeit, Fortpflanzung, Arterhaltung, Kreativität, schöpferische Lebensenergie, Emotionen,

Physisch
Beckenraum, Kreuzbeinbereich, Geschlechts- und Unterleibsorgane, Keimdrüsen, Gebärmutter, Nieren, Harnblase, Prostata, Entgiftung, Blutkreislauf, Lymphfluss, Hüftgelenke, Lendenwirbelsäule, Immunsystem, Endorphin-System

Störungsfrei
Sinnlichkeit, Lebensfreude, Schöpferische Kraft, Kreativität, Sexuelle Energie, Lust am Leben, positive Bindungen zu anderen Menschen und zum anderen Geschlecht, Selbstbewusstsein, Begeisterungsfähigkeit

Störungen und Blockaden
Unfähigkeit das Leben zu genießen, seelische Kraftlosigkeit, Motivationslosigkeit, Eifersucht, Schuldgefühle, zwanghaftes Sexualverhalten, Sexgier, sexuelles Desinteresse, Suchtgefährdung, starke Stimmungsschwankungen, Triebhaftigkeit, Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken, Prostata- und Hodenerkrankungen, Potenzstörungen, Pilzerkrankungen der Geschlechtsorgane, Geschlechtskrankheiten, Nierenerkrankungen, Blasenprobleme, Harnwegsinfektionen, Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Hüftschmerzen, Folgeerscheinungen mangelnder Entgiftung

Aroma
Ylang-Ylang, Sandelholz, Myrrhe, Bitterorange, Pfeffer, Vanille, Orange (Frucht) (Duftlampe, Aromabäder, Massage des Unterbauches/Schambeinbereich)

Kräuter
Brennnessel, Schafgarbe, Petersilie

Bachblüten
Oak, Olive, Pine

Im Alltag
Kontakt zum Wasser: Spaziergang am See, Baden, Schwimmen, Dampfbad, sehr viel Trinken; Kreativität, bildende Künste, orangefarbene Kleidung + Tücher, orangefarbene Gegenstände und Blumen, Tanzen z. B. Bauchtanz, Tantra, Sinnlichkeit: duftende Körperöle, Aromabäder, Genuss von gutem Essen usw.

Im Yogaunterricht
Alle Standhaltungen, alle Vorbeugen, alles, was auf den Beckenraum, Kreuzbeinbereich, die Hüftgelenke, die Lendenwirbelsäule wirkt (z. B. Baddha Konasana, Mutter-Kind-Haltung usw.)
Vokaltönen: (geschlossenes) O
Pranayama: Einatmung, in Anhaltephase Mulabandha, mit der Ausatmung lösen
Tantra-Yoga


Nabelchakra (Solar-Plexus)[Bearbeiten]

Manipura-Chakra (Manipura = leuchtender Juwel)

Zuordnung
Willenskraft, Selbstvertrauen, Persönlichkeit, Entwicklung des Ich, Selbstkontrolle, Gefühle, Sensibilität, Macht, Durchsetzungskraft

Physisch
Magen, Dünndarm, Leber, Milz, Gallenblase, Verdauungsprozess, vegetatives Nervensystem, Bauchspeicheldrüse, Dopamin-System

Störungsfrei
Hohes Maß an Energie und Lebendigkeit, Selbstbewusstsein, Ziele werden verwirklicht, Tatkraft, starke Persönlichkeit, Macht im positiven Sinne einhergehend mit Sensibilität und Mitgefühl, intuitive Entscheidungen (aus dem Bauch heraus), Gefühle können akzeptiert und gelebt werden, gute Nerven, guter Schlaf,

Störungen und Blockaden
Wenig Lebensenergie, Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Unsicherheit, mangelndes Selbstbewusstsein, Machtbesessenheit, übertriebener Ehrgeiz und Leistungsdenken, Rücksichtslosigkeit, Wutanfälle, Essstörungen, Schlafstörungen, Ziele nicht erreichen, keine Durchsetzungskraft, blockierte Gefühle, Magenerkrankungen, Refluxösophagitis (Sodbrennen), Erkrankungen von Leber, Milz + Gallenblase, Gelbsucht, Verdauungsstörungen, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht,

Aroma
Lavendel, Kamille, Zitrone, Anis, Grapefruit, Fenchel (Duftlampe, Kamillenbäder, Solarplexus-Massage)

Kräuter
Fenchel, Kamille, Wacholder

Bachblüten
Impatiens, Scleranthus, Hornbeam

Im Alltag
Tiefe Bauchatmung, kurze Sonnenbäder, gelbe Kleidungsstücke + Tücher, gelbe Tapeten, gelbe Gegenstände und Blumen, Feuer (Kamin, Lagerfeuer, Kerzen), gefühlvolle Musik,

Im Yogaunterricht
Alle Drehübungen, Alles, was auf die Bauchorgane wirkt (z. B. Pavana Mukthasana)
Vokaltönen: (offenes) O
Pranayama: (im Stand) Einatmung, Anhaltephase Uddiyanabandha, vor der Ausatmung wieder lösen


Herzchakra[Bearbeiten]

Anahata-Chakra (Anahata = nicht angeschlagen, unbeschädigt)

Zuordnung
Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Offenheit, Toleranz, Herzensgüte

Physisch
Herz, Lunge, Bronchien, Blutkreislauf, Blutdruck, Haut, Arme + Hände, oberer Rücken, Schultern, Thymusdrüse (Immunsystem), Endocannabinoid-System

Störungsfrei
Mitgefühl, tiefes Verständnis und Sichhineinversetzen, Überwindung von eigennützigem Denken und Handeln, umfassende uneigennützige Liebe, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und fremden Kulturen, es fällt leicht für andere Verantwortung zu übernehmen, auch sich selbst trotz Schwächen und Fehler liebevoll annehmen, Herzenswärme

Störungen und Blockaden
Lieblosigkeit, Trauer, Herzenskälte, Verbitterung, Kontaktschwierigkeiten, Einsamkeit, Probleme Liebe anzunehmen, Beziehungsprobleme, Koronare Herzerkrankungen + Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen, hoher oder niedriger Blutdruck, Erhöhte Cholesterinwerte, Durchblutungsstörungen, Lungenerkrankungen, Asthma, Atembeschwerden, häufige Erkältungen, Allergien, Schmerzen in der Brustwirbelsäule und Schultern, Rheuma in Armen und Händen, Hauterkrankungen

Aroma
Rose, Jasmin, Estragon, Kardamom (Duftlampe, Rosenbäder, Brustmassagen)

Kräuter
Weißdorn, Thymian, Melisse

Bachblüten
Red Chestnut, Willow, Chicory (Zichorie)

Im Alltag
Sich selbst verwöhnen und Geschenke machen, viel in die Natur gehen und das Grün von Wiesen und Wäldern auf sich wirken lassen, sich um andere kümmern, offen sein für die Probleme anderer, anderen Lebewesen (auch Tieren) Mitgefühl entgegenbringen, grüne Kleidung, Tapeten, Gegenstände, viele Grünpflanzen in der Wohnung, andere Menschen berühren und umarmen, Shiatsu-o. Massagekurs besuchen / Reiki lernen (Hände)

Im Yogaunterricht
Alle Rückbeugen, Drehungen, Übungen für Schultern, Brustwirbelsäule, Arme + Hände, alles was auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt z. B. Surya Namaskar (Sonnengruß)
Vokaltönen: A
Pranayama: Einatmung in Verbindung mit dem Ausbreiten der Arme (Herzraumöffnung)


Kehlchakra[Bearbeiten]

Vishuddha-Chakra (Vishuddhi = reinigen)

Zuordnung
Kommunikation, Wortbewusstsein, Inspiration, Wahrheit, mentale Kraft, Ausdruck der Kreativität, Musikalität

Physisch
Hals, Kehlkopf, Kiefer, Speise- und Luftröhre, Atmung, Stimme, Halswirbelsäule, Nacken, Schultern, Ohren, Schilddrüse (Stoffwechsel, Nervensystem), Thyroxin-System

Störungsfrei
Verbale und kreative Ausdrucksfähigkeit, Sprachgewandtheit, Kommunikationsfähigkeit, bewusster Umgang mit Worten (Wahrhaftigkeit), schöne Stimme, Musikalität,

Störungen und Blockaden
Schwierigkeiten Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, Angst seine eigene Meinung zu vertreten, Hemmungen, Schüchternheit, kein Zugang zur inneren Stimme, Halsschmerzen, Hals- und Mandelentzündungen, Heiserkeit, Sprachstörungen z. B. Stottern, Mundhöhlen-, Zahnfleisch- Kieferentzündungen, Schmerzen in Halswirbelsäule, Nacken + Schultern, Über- / Unterfunktion der Schilddrüse und damit einhergehende Störungen wie z. B. Nervosität/Antriebsschwäche

Aroma
Eukalyptus, Kampfer, Pfefferminze, römische Kamille, Manuka (Duftlampe, Dampfbäder mit Pfefferminze, Massage von Hals + Nacken)

Kräuter
Pfefferminze, Huflattich, Salbei

Bachblüten
Agrimony, Cerato, Mimulus

Im Alltag
Fremdsprachen lernen, Rhetorikkurs besuchen, Tagebuch schreiben, Himmelblau, Urlaub am Meer oder einem (blauen) See, hellblaue Kleidung, Tücher, Tapeten und Gegenstände, Stimmübungen mit Vokalen und Mantras, Musikunterricht + Gesangsstunden, im Chor mitsingen, seine Meinung sagen.

Im Yogaunterricht
Rückbeugen z. B. Setu Bandhasana und Umkehrhaltungen z. B. Sarvangasana, alle Übungen für Halswirbelsäule + Nacken, die Löwenhaltung
Vokaltönen: E
Pranayama: Einatmung, in der Anhaltephase Jalandharabandha, mit der Ausatmung lösen


Stirnchakra[Bearbeiten]

Das Stirnchakra wird auch Ajna-Chakra genannt. (Ajna = wahrnehmen)

Zuordnung
Intuition, Weisheit, Erkenntnis, Wahrnehmung, Phantasie, Vorstellungskraft, Selbsterkenntnis

Physisch Sinnesorgane: Augen, Ohren + Nase, Tastsinn, Nebenhöhlen, Gehirn, Hypophyse (und damit das gesamte Hormon- und Nervensystem), Hypothalamus, Serotonin-System

Störungsfrei
Gutes Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit, gute Intuition und Erkenntnis höherer Wirklichkeiten über das Alltagsbewusstsein hinaus, übersinnliche Wahrnehmung (Telepathie), gute Vorstellungskraft und viel Phantasie, geistige Klarheit, Selbsterkenntnis

Störungen und Blockaden
Konzentrations- und Lernschwächen, fehlende Einsicht und Phantasie, ein unruhiger Geist, Schizophrenie, Ängste + Wahnvorstellungen, Aberglauben + geistige Verwirrung, Stimmungstiefs (Sinnlosigkeit), Kopfschmerzen + Migräne, Gehirnerkrankungen, Augenleiden, Ohrenleiden, chron. Schnupfen + Nebenhöhlenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems + neurologische Störungen.

Aroma
Jasmin, Minze, Zitronengras, Veilchen, Weihrauch, Basilikum(süß) (Duftlampe, Bäder mit Veilchenöl, Massage des „dritten Auges“)

Kräuter
Johanniskraut, Fichte, Augentrost

Bachblüten
Crab Apple, Vine, Walnut

Im Alltag
Beschäftigung mit philosophischen und religiösen Schriften, Auseinandersetzung mit seinen Träumen, Meditationen (aber nicht bei völlig blockiertem Ajna-Chakra), Märchen und Fantasy-Literatur lesen, sich selbst Geschichten ausdenken, blaue Kleidung, Tücher, Wände und Gegenstände

Im Yogaunterricht
Alle Umkehrhaltungen, Augenübungen, Visualisationsübungen, Phantasiereisen
Vokaltönen: I
Pranayama: Nadi Shodhana Pranayama, Kapalabhati


Kronenchakra[Bearbeiten]

Sahasrara-Chakra (Sahasrara = tausendfältig, tausendfach)

Zuordnung
Spiritualität, Gotterkenntnis / Gottvertrauen (Ishvarapranidhana), Erleuchtung, Religiosität, Vollendung

Physisch
Mittelhirn, Zirbeldrüse (Epiphyse) (Schlaf-Wach-Rhythmus), ist nicht einzelnen Organen zugeordnet sondern hat eine schützende Wirkung auf den gesamten Organismus. In der Zirbeldrüse kommt das endogene Psychedelikum N,N-Dimethyltryptamin in den höchsten Konzentrationen im Körper vor. Es ist wahrscheinlich einer der Haupt-Neurotransmitter, die für den REM-Traum verantwortlich sind, und wird vor allem beim Tod in extremen Dosen ausgeschüttet.

Störungsfrei
Spirituelles Verständnis, Selbstverwirklichung, tieferer innerer Frieden, und (vorausgesetzt, auch alle anderen Chakras sind voll entwickelt und frei von Störungen) Erleuchtung, Vollendung

Störungen und Blockaden
Verhaftung in der materiellen Welt, ein Gefühl von Mangel, Leere und Unzufriedenheit, Weltschmerz, Dumpfheit, geistige Erschöpfung, Verneinung der Schöpferkraft, Immunschwäche, Nervenleiden, Lähmungserscheinungen, Multiple Sklerose, Krebserkrankungen, Ein- und Durchschlafstörungen

Aroma
Weihrauch, Rosenholz, Neroli. (Duftlampe, Vollbad mit Rosenholzöl)

Bachblüten
Wild Rose, White Chestnut

Im Alltag
Berggipfel ersteigen, weite Ausblicke/weiter Horizont, weiße und violette Kleidung, Tücher, Gegenstände, Blumen

Im Yogaunterricht
Umkehrhaltungen, vor allem aber Stilleübungen, Meditationen
Übungen zur Wahrnehmung und Energetisierung der Aura
Mantra: OM

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur Avalon (John Woodroffe): The Serpent Power. Ganesh and Co., ISBN 81-85988-05-6.
  • Paramhans Swami Maheshwarananda: Die verborgenen Kräfte im Menschen. Chakras und Kundalini. Ibera-Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85052-130-3.
  • Shalila Sharamon, Bodo J. Baginski: Das Chakra-Handbuch. Windpferd, Aitrang 2004, ISBN 3-89385-038-4.
  • Keith A. Sherwood: Chakras und Karma. Chakra-Arbeit zur Karma-Auflösung. Schirner, Darmstadt 2003, ISBN 3-89767-153-0.
  • Kalashatra Govinda: Chakra-Praxisbuch. Verlag Ludwig, München 2002, ISBN 3-7787-5029-1.
  • Christiane Page: Chakraheilung – Körperheilung. Knaur, München 1994, ISBN 3-426-76054-1.
  • Rick Strassman: DMT. Das Molekül des Bewusstseins. AT Verlag, Baden 2004, ISBN 3-85502-967-9.
  • Christian Scharfetter: Der spirituelle Weg und seine Gefahren. Thieme, Stuttgart 1999, ISBN 978-3-13-124135-1.
  • Elias Wolf: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006, ISBN 3-89767-257-X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wolf, Elias: Das Buch der 28 Chakren, Schirner Verlag, Darmstadt 2006
  2. Gimbel, Theo: Form, Sound, Colour and Healing, C.W. Daniel, Saffron Walden, 1987
  3. Brennan, Barbara-Ann: Licht-Arbeit, Goldmann, München, 1998