Chamar-Daban

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Chamar-Daban
Südwestteil des Chamar-Daban bei Ulan-Ude

Südwestteil des Chamar-Daban bei Ulan-Ude

Höchster Gipfel Baischint-Ula (Байшинт-Ула) (2995 m)
Lage Burjatien, Oblast Irkutsk (Russland)
Teil der Südsibirischen Gebirge
Chamar-Daban (Republik Burjatien)
Chamar-Daban
Koordinaten 51° 17′ N, 104° 20′ O51.286111111111104.325277777782995Koordinaten: 51° 17′ N, 104° 20′ O
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Der Chamar-Daban (russisch Хамар-дабан; auch Chamar-Daban-Gebirge) ist ein maximal 2995 m hohes Hochgebirge südlich des Baikalsees in der Republik Burjatien und Oblast Irkutsk im Süden Sibiriens.

Geographie[Bearbeiten]

Der Chamar-Daban liegt administrativ zum größten Teil in Burjatien, nur ein kleiner Teil im Nordwesten gehört zur Oblast Irkutsk. Das Gebirge erstreckt sich unmittelbar südlich des Baikalsees über 420 km in West-Ost-Richtung und ist bis zu 65 km breit.[1] Es stellt eine Fortsetzung des Sajangebirges dar und ist im Nordwesten von diesem durch das Tunkabecken getrennt, und nordöstlich des Flusses Selenga schließt sich das Ulan-Burgasy-Gebirge an. Die größten Höhen erreicht das Gebirge im Westteil und der höchste Gipfel ist mit 2995 m der Baischint-Ula. Ansonsten überwiegt mittelgebirgsartiges Relief.

Geologie[Bearbeiten]

Das Gebirge ist aus kristallinen Schiefern, Gneisen, Basalten und Kalkstein gebildet, die vielerorts von Granitintrusionen durchbrochen werden.

Vegetation[Bearbeiten]

In den Wäldern der tieferen Lagen überwiegen Sibirische Zirbelkiefern (Pinus sibirica) und andere Kiefern sowie Tannen. Die Waldgrenze liegt in Höhen von 1.500 bis 1800 m.

Tourismus[Bearbeiten]

Dank der verhältnismäßig verkehrsgünstigen Lage (die Transsibirische Eisenbahn verläuft am Fuß des Gebirges entlang des Baikalseeufers) und der geringen Breite und damit für Sibirien kleinen Entfernungen ist der Chamar-Daban ein beliebtes Ziel für Trekking- und Kanutouren (z. B. Temnik, Sneschnaja).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chamar-Daban – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel Chamar-Daban in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)