Christian Gaudin (Handballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian Gaudin
Christian Gaudin

Christian Gaudin (rechts)

Spielerinformationen
Spitzname „Kiki“
Geburtstag 26. Januar 1967
Geburtsort Chenôve, Frankreich
Staatsbürgerschaft FranzoseFranzose französisch
Körpergröße 1,97 m
Spielposition Torwart
Wurfhand rechts
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000–1987 FrankreichFrankreich Cercle Dijon BHB
1987–1994 FrankreichFrankreich USAM Nîmes
1994–1995 FrankreichFrankreich US Créteil HB
1995–1997 FrankreichFrankreich Istres OPH
1997–1999 DeutschlandDeutschland VfL Hameln
1999–2003 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg
2003–2006 FrankreichFrankreich Saint-Raphaël Var HB
Nationalmannschaft
Debüt am November 1990
            gegen
  Spiele (Tore)
FrankreichFrankreich Frankreich 247 (0)
Vereine als Trainer
  von – bis Verein
2006–2014 FrankreichFrankreich Saint Raphaël Var HB
2014–2014 RumänienRumänien Rumänien
2014–2014 DeutschlandDeutschland HSV Hamburg

Stand: 16. Dezember 2014

Christian Gaudin (* 26. Januar 1967 in Chenôve, Frankreich) ist ein französischer Handballtrainer und ehemaliger Nationaltorhüter.

Karriere[Bearbeiten]

Der 1,97 m große Torhüter gewann mit USAM Nîmes 1988, 1990, 1991 und 1993 die französische Meisterschaft sowie 1994 den französischen Pokal. Nach Stationen bei US Créteil HB und Istres OPH wechselte er 1997 in die deutsche Handball-Bundesliga zum VfL Hameln. Ab 1999 hütete er das Tor des SC Magdeburg, mit dem er den EHF-Pokal 2001, die deutsche Meisterschaft 2001, die EHF Champions League 2002 sowie die Vereinseuropameisterschaft 2001 und 2002 gewann. Im Jahr 2003 kehrte er trotz laufenden Vertrages aus persönlichen Gründen nach Frankreich in die zweite französische Liga zu Saint-Raphaël Var Handball zurück.[1]

Gaudin spielte von 1990 bis 2002 in der französischen Nationalmannschaft, mit der er an fünf Europameisterschaften (1994, 1996, 1998, 2000, 2002), zwei Olympischen Spielen (1996, 2000) und fünf Weltmeisterschaften (1993, 1995, 1997, 1999, 2001) teilnahm. Der größte Erfolg des 247-maligen Nationalspielers waren die Weltmeistertitel 1995 und 2001.

Nach seinem Karriereende wurde Gaudin bei Saint-Raphaël Trainer. Im Wild-Card-Turnier zur Champions-League 2012/13 unterlag man dem späteren Sieger HSV Hamburg mit 30:31 nach Verlängerung.[2] Nach dem Saisonende 2013/14 beendete er seine Tätigkeit als Vereinstrainer.[3] Ab Mai 2014 war Gaudin Trainer der Rumänischen Nationalmannschaft.[4] Im Juli 2014 wurde er als Nachfolger von Martin Schwalb Trainer beim HSV Hamburg, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieb.[5] Im Dezember 2014 wurde er nach vier Niederlagen in fünf Spielen als Trainer freigestellt und durch den bisherigen Co-Trainer Jens Häusler ersetzt.[6]

Privates[Bearbeiten]

Gaudins Sohn Thomas (* 1994) spielt als Rechtsaußen bei Saint-Raphaëls Reserve in der zweiten Liga.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. netzeitung.de: SC Magdeburg verliert Torhüter Christian Gaudin vom 27. Mai 2003
  2. handball-world.com: Drei Minuten zu lang vom 11. September 2012
  3. www.lequipe.fr Da Silva entraînera Saint-Raphaël (französisch) vom 26. April 2014, abgerufen am 11. Juni 2014
  4. www.handball-world.com Rumänien holt Routiniers für Play-offs zurück vom 17. Mai 2014, abgerufen am 17. Mai 2014
  5. handball-world.com: HSV bestätigt Gaudin-Verpflichtung und Vertragsverlängerung vom 10. Juli 2014, abgerufen am 10. Juli 2014
  6. handball-world.com: hristian Gaudin mit sofortiger Wirkung freigestellt vom 16. Dezember 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014
  7. scoresway: Steckbrief Thomas Gaudin