HSV Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Handballverein HSV Hamburg. Für den in erster Linie durch seine Fußballabteilung bekannten Verein, siehe Hamburger SV.
HSV Hamburg
Logo
Voller Name Handball Sport Verein Hamburg e.V. (Hauptverein)
HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG (Spielbetrieb Handball-Bundesliga)
Abkürzung(en) HSV
Gegründet 1999
Vereinsfarben schwarz, weiß, blau
Halle O2 World Hamburg
Sporthalle Hamburg
Plätze 13.296 Plätze
4.144 Plätze
Präsident Andreas Rudolph[1]
Geschäftsführer Holger Liekefett
Trainer Martin Schwalb
Liga Handball-Bundesliga
2012/13
Rang 5. Platz
DHB-Pokal Halbfinale
International Champions-League-Sieger
Website www.hsvhandball.com
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
2011
DHB-Pokal
2006, 2010
DHB-Supercup
2004, 2006, 2009, 2010
International Europapokal der Pokalsieger
2007
Champions League
2013
Vereinspräsident Andreas Rudolph
Trainer Martin Schwalb
Die Mannschaft der Saison 2011/12 mit Auflaufkindern in Halle/Westfalen
Siegesfeier nach dem Europapokalsieg 2007 vor dem Hamburger Rathaus

Der Handball Sport Verein Hamburg ist ein Sportverein aus Hamburg, der am Spielbetrieb der Handball-Bundesliga teilnimmt. Nach dem Pokalsieg 2010 und der deutschen Meisterschaft 2011 gewann der Verein 2013 auch die Champions League.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1999 als HSV (= Handballsportverein) Lübeck gegründet und übernahm die Bundesligalizenz des VfL Bad Schwartau, mit dem er bis 2002 eine Spielgemeinschaft bildete (SG VfL Bad Schwartau-Lübeck). Im Jahr 2002 wurde diese Spielgemeinschaft gelöst, und der HSV zog nach Hamburg um.

Bedeutendster Mäzen des Vereins ist Andreas Rudolph, der seit 2005, mit Unterbrechung von 2011 bis 2013, auch Präsident ist.

Name[Bearbeiten]

Zu Marketingzwecken wurde ein Vertrag mit dem Hamburger SV geschlossen, um dessen Abkürzung und Logo nutzen zu dürfen. Viele Zeitungen haben den Unterschied zwischen beiden Vereinen nicht umgesetzt und berichten in der Handball-Bundesliga stets vom Hamburger SV. Auch wird der Verein fälschlicherweise immer wieder als „HSV Handball“ bezeichnet. Dies ist lediglich der Name der Betriebsgesellschaft des Vereins, der seine Heimspiele seit 2002 unter dem Namen HSV Hamburg in der O2 World Hamburg (ehemals Color Line Arena) bzw. der Sporthalle Hamburg in Hamburg bestreitet.

Im Sommer 2008 wurde im Bereich unter der Bundesliga-Mannschaft eine Spielgemeinschaft des Handball-Sport-Vereins Hamburg und der Handball-Abteilung des Hamburger SV unter dem Namen SG HSV Handball eingerichtet. Ziel war, auch in der Bundesliga unter dem offiziellen Namen Hamburger Sport-Verein auflaufen zu können.

Handball-Bundesliga[Bearbeiten]

Die Spielsaison 2002/03 beendete das Team als Tabellenachter. In der folgenden Saison 2003/04 belegte der HSV den fünften Rang und erreichte das Finale des DHB-Pokals. In der Saison 2004/05 kam die Mannschaft über den neunten Platz der Abschlusstabelle nicht hinaus. 2006 belegte der Verein in der Liga den zehnten Platz, konnte aber den DHB-Pokal und den DHB-Supercup gewinnen und qualifizierte sich für den Europapokal der Pokalsieger. 2007 gewann der HSV den Europapokal der Pokalsieger und wurde Vizemeister hinter dem THW Kiel, außerdem erreichte man das Halbfinale des DHB-Pokals. 2008 wurde erneut das Finale des DHB-Pokals erreicht, in dem der HSV dem THW Kiel unterlag, im Halbfinale der EHF-Champions League scheiterte der HSV am Sieger BM Ciudad Real. 2009 wurde der HSV erneut Vizemeister hinter dem THW Kiel, außerdem erreichte man das Halbfinale des DHB-Pokals und der EHF-Champions League, wo wiederum BM Ciudad Real Endstation war. 2010 gewann der HSV den DHB-Pokal durch einen Finalsieg über die Rhein-Neckar Löwen und wurde Vizemeister hinter Kiel. In der Spielzeit 2010/11 gewann der HSV Hamburg erstmals in seiner Geschichte die Deutsche Meisterschaft; bereits drei Spieltage vor Saisonende stand der Verein als Meister fest.

Martin Schwalb wurde nach der Saison 2010/11 Geschäftsführer und Präsident,[2][3] den Trainerposten übernahm Per Carlén.[4] Am 29. Dezember 2011 gab der Verein die Trennung von Carlén bekannt.[5] Vorerst übernahm der U23- und bisherige Co-Trainer Jens Häusler das Traineramt.[6] Ab dem 16. März 2012 kehrte Martin Schwalb als Trainer auf die HSV-Bank zurück, Jens Häusler übernahm erneut den Posten des Co-Trainers.[7] Am 29. Mai 2012 gab der HSV Hamburg bekannt, dass das Gespann mit Martin Schwalb und Jens Häusler auch in der folgenden Saison im Amt bleibt.[8] Von Juli 2012 bis Oktober 2013 war Matthias Rudolph, Bruder von Andreas Rudolph, des früheren Hauptgesellschafters, Präsidenten und Mäzens des Vereins und von Beruf Apotheker, für den auf den Trainerposten gewechselten Schwalb vom Aufsichtsrat für drei Jahre als Präsident bestellt. Zuvor war er Mitglied des Aufsichtsrats und Sponsor des Vereins.[9]

Internationale Spiele[Bearbeiten]

Der bis dato größte Erfolg ist der Gewinn der EHF Champions League im Jahr 2013, für den die Mannschaft mit dem Ehrenpreis für hervorragende sportliche Erfolge 2013 der Stadt Hamburg ausgezeichnet wurde.[10] Im Finale in Köln besiegte der HSV den FC Barcelona mit 30:29 nach Verlängerung.[11]

Kader für die Saison 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Nationalität Name Position Vertrag bis
1 DeutscherDeutscher Johannes Bitter TW 30. Juni 2015
12 FranzoseFranzose/DeutscherDeutscher Max-Henri Herrmann TW 30. Juni 2015
16 DäneDäne Marcus Cleverly TW 30. Juni 2014
3 DeutscherDeutscher Stefan Schröder RA 30. Juni 2014
4 KroateKroate Domagoj Duvnjak RM 30. Juni 2014
5 DeutscherDeutscher Torsten Jansen LA 30. Juni 2014
6 KroateKroate Blaženko Lacković RL 30. Juni 2014
7 DeutscherDeutscher Matthias Flohr LA 30. Juni 2014
11 DeutscherDeutscher Kevin Herbst RA 30. Juni 2015
14 SpanierSpanier Joan Cañellas RM 30. Juni 2017
15 DäneDäne Henrik Toft Hansen KM 30. Juni 2016
17 SerbeSerbe Petar Đorđić RL 30. Juni 2017
18 DäneDäne Hans Lindberg RA 30. Juni 2017
20 DeutscherDeutscher Robert Schulze LA
21 SchwedeSchwede Andreas Nilsson KM 30. Juni 2015
22 FranzoseFranzose Kentin Mahé RM, LA 30. Juni 2016
23 DeutscherDeutscher Pascal Hens RL 30. Juni 2015
24 KroateKroate Davor Dominiković RL 30. Juni 2014
26 DeutscherDeutscher Adrian Pfahl RR 30. Juni 2016
27 DeutscherDeutscher Marcel Schliedermann RM
77 MontenegrinerMontenegriner Žarko Marković RR 30. Juni 2014
DeutscherDeutscher Martin Schwalb Trainer 30. Juni 2015
DeutscherDeutscher Jens Häusler Co-Trainer

Neuzugänge 2013/14[Bearbeiten]

Abgänge 2013/14[Bearbeiten]

Abgänge 2014/15[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten]

Halle[Bearbeiten]

Hauptspielstätte des HSV Hamburg, die O2 World Hamburg

Heimspielstätte ist grundsätzlich die O2 World Hamburg (bis April 2010 Color Line Arena genannt). Sollte diese nicht zur Verfügung stehen oder werden weniger Zuschauer erwartet, werden die Heimspiele in der Sporthalle Hamburg (Alsterdorfer Sporthalle) ausgetragen.

Einen Sonderfall stellte 2007 das Heimspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen den HC Portovik Juschni (Ukraine) dar. Am 25. Februar wurde das Spiel in der Lübecker Hansehalle (Heimspielstätte des VfL Bad Schwartau) ausgetragen, da sowohl die Color Line Arena als auch die Alsterdorfer Sporthalle bereits belegt waren.

Zuschauer[Bearbeiten]

Saison Ø pro Spiel
2002/03 6.700
2003/04 7.498
2004/05 6.188
2005/06 6.459
2006/07 8.015
2007/08 8.693
2008/09 9.831
2009/10 10.392
2010/11 10.690
2011/12 10.385
2012/13 8.650
2013/14

Quelle: www.hsvhandball.com, www.toyota-handball-bundesliga.de

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HSV Hamburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. handball-world.com: Rudolph folgt auf Rudolph vom 15. November 2013, abgerufen am 15. November 2013
  2. Präsident Rudolph und Coach Schwalb hören 2011 auf. Hamburger Abendblatt - Axel Springer AG, 19. Juli 2010, abgerufen am 18. Juni 2013 (Artikeleinsicht nur mit Abonnementen-Login).
  3. Personalplanungen beim HSV. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 19. Juli 2010, abgerufen am 18. Juni 2013.
  4. Per Carlén ab Juli neuer Trainer beim HSV Handball. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 11. Februar 2011, abgerufen am 18. Juni 2013.
  5. HSV Handball trennt sich von Trainer Per Carlén. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 29. Dezember 2011, abgerufen am 18. Juni 2013.
  6. mak, dpa: Hamburg: Interne Lösung für die Rückrunde soll Ruhe für Trainersuche verschaffen. IG Handball e.V., 13. Januar 2012, abgerufen am 18. Juni 2013.
  7. VELUX EHF CL: Martin Schwalb zurück auf HSV-Bank. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 16. März 2012, abgerufen am 18. Juni 2013.
  8. Zukunftsplanung als Signal: „Wieder angreifen!“ HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 29. Mai 2012, abgerufen am 18. Juni 2013.
  9. Matthias Rudolph neuer Chef der HSV-Handballer. Norddeutscher Rundfunk, 5. Juli 2012, abgerufen am 18. Juni 2013.
  10. Senatsempfang im Rathaus. Hamburger Sportbund, 10. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
  11. Björn Pazen / ts: Hamburg win thrilling final. European Handball Federation, 2. Juni 2013, abgerufen am 18. Juni 2013 (englisch).
  12. Kentin Mahé kommt bereits zur Saison 2013/2014. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 25. März 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  13. PM HSV, red: HSV mit Transfercoup: Europameister Cleverly kommt. IG Handball e.V., 23. April 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  14. Kevin Herbst: Neuzugang aus der eigenen Jugend. Hamburger Abendblatt - Axel Springer AG, 6. Mai 2013, abgerufen am 18. Juni 2013 (Artikeleinsicht nur mit Abonnementen-Login).
  15. Legendär: Olympiasieger Davor Dominikovic zum HSV. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 16. Juni 2013, abgerufen am 18. Juni 2013.
  16. a b PM HSV Hamburg, red: Hamburg bestätigt Zugang von Canellas. IG Handball e.V., 19. Juli 2013, abgerufen am 19. Juli 2013.
  17. HSV Handball verpflichtet Žarko Marković. HSV Handball Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, 13. August 2013, abgerufen am 13. August 2013.
  18. spox.com: Oscar Carlen: Karriereende mit 25 vom 3. September 2013, abgerufen am 8. September 2013
  19. KIF Kolding København bekræfter Cleverly auf kif.dk vom 24. Februar 2014, abgerufen am 24. Februar 2014