Christian Marclay

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Christian Marclay (2012)

Christian Marclay (* 1955 in San Rafael, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer bildender Künstler und Komponist.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Die Eltern von Christian Marclay sind Schweizer, er wuchs in Genf auf und studierte ab 1975 Bildende Kunst an der Ecole Supérieur d’Art Visuel in Genf. 1977 zog er in die USA und studierte Bildhauerei am Massachusetts College of Art in Boston. Ursprünglich vom Fluxus inspiriert, erforscht Marclay mit seinen Werken die gemeinsamen Muster von Ton, Fotografie, Video und Filmkunst. 1979 gründete er mit dem Gitarristen Kurt Henry die Performance-Gruppe «The Bachelors, even» und realisierte seine ersten Stücke mit Platten und Plattenspieler. Daneben entwickelte er monumentale skulpturale Arbeiten wie Endless Column (1988) und Drumkit (1999).

Für seine Performances benutzt er Schallplatten und andere Tonträger, die er manipuliert, verformt, oder sogar zerstört, um Soundeffekte wie Endlosschleifen zu erzielen. Marclay sagt von sich selbst, dass er im Allgemeinen preiswerte gebrauchte Schallplatten aus Second-Hand Läden bevorzugt.

Er hat mit Künstlern und Musikern wie John Zorn, Butch Morris, Shelley Hirsch, William Hooker, Otomo Yoshihide und Okkyung Lee, Günter Müller, Flo Kaufmann und CCMC zusammengearbeitet. 2009 gewann er den Prix Meret Oppenheim.[1]

Bei Eröffnung der 54. Biennale di Venezia am 4. Juni 2011 erhielt er den Goldenen Löwen als bester Künstler für seine Arbeit The Clock (2010).[2] „Record without a Cover“ wurde in die Wireliste The Wire's "100 Records That Set The World On Fire (While No One Was Listening)" aufgenommen. Für The Clock erhielt er 2011 den Boston Society of Film Critics Award für den besten Schnitt.

Er lebt seit 1980 in New York und London.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Christian Marclay

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prix Meret Oppenheim 2009
  2. Official Awards of the 54th International Art Exhibition bei labiennale.org, 4. Juni 2011 (aufgerufen am 4. Juni 2011).