Christina Pluhar

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Christina Pluhar mit Philippe Jaroussky, Misteria Paschalia 2011

Christina Pluhar (* 1965 in Graz) ist eine österreichische Lautenistin und Harfenistin.

Leben[Bearbeiten]

Nachbau einer Tripelharfe

Nach Studien an der Universität Graz erkannte Christina Pluhar ihre Leidenschaft für die alte Musik. Sie widmete sich fortan dem Spiel der Laute, der Theorbe und der Barockgitarre. Ihre Kenntnisse erwarb sie am Konservatorium Den Haag und an der Schola Cantorum Basiliensis. Zu ihren Lehrern gehörten Toyohiko Satoh, Eugen Dombois, Hopkinson Smith, Paul O’Dette, Pat O'Brian und Jesper Bøje Christensen. Das Spiel der barocken Arpa Dopia (Tripelharfe) erlernte sie an der „Schuola Civica di Milano“ bei Mara Galassi.

1992 erhielt sie als Mitglied des Ensembles „La Fenice“ den ersten Preis beim Festival für Alte Musik in Malmö. Seit diesem Zeitpunkt lebt sie in Paris im Umfeld der dortigen Barockszene als Solistin und als Basso-continuo-Begleiterin. Mit ihrem im Jahr 2000 gegründeten Ensemble „L'Arpeggiata“ trat sie auf internationalen Festivals auf und spielte CDs ein.

Neben ihren Tätigkeiten als Interpretin und Ensembleleiterin lehrt Christina Pluhar seit 1999 Barockharfe am Königlichen Konservatorium Den Haag und gibt Meisterkurse an der Universität Graz.

Diskografie[Bearbeiten]

  • „La Villanella“, Musik von Johann Hieronymus Kapsberger (Villanelle), erhielt die Auszeichnungen „Événement du mois“ und den «Premio Internazionale del disco per la musica italiana». (Alpha, 2001)
  • „Homo fugit velut umbra“, Musik von Stefano Landi, erhielt die Auszeichnungen der Musikpresse «10 de Répertoire» von «Diapason Découverte», «CD of the week» bei der BBC, «CD di mese» bei «Amadeus» (Italien), «Prix Exellentia» bei Pizzicato (Luxemburg). (Alpha, 2002)
  • „La Tarantella“, eine Begegnung von Barockmusik mit traditioneller Musik Süditaliens, erhielt die Auszeichnungen «10 de Répertoire», «CD de la semaine» bei France Musique, «CD des Monats» bei «Toccata» (Deutschland) und den «Cannes Classical Award 2004». (Alpha, 2002)
  • „All’Improvviso“, eine Begegnung von Jazz und Barockmusik (Alpha, 2004)
  • „Rappresentatione di Anima e di Corpo“, Musik von Emilio de’ Cavalieri in Co-Produktion mit dem Festival „Netwerk Oude Muziek“, Utrecht (Alpha, 2004).
  • „Los Impossibles“, spanische und mexikanische Musik des 17. Jahrhunderts, mit den King’s Singers und anderen Solisten (Naïve, 2007)
  • „Monteverdi – Teatro d’Amore“ mit Werken von Claudio Monteverdi und den Sängern Philippe Jaroussky, Nuria Rial und anderen (Virgin, 2009) wurde mit dem Echo Klassik Preis 2009 und dem Edison Klassik Preis 2010 ausgezeichnet.
  • „Via Crucis – Rappresentatione della gloriosa Passione di Christo“ mit Philippe Jaroussky, Nuria Rial und Barbara Furtuna (Korsika) (Virgin, 2010) wurde mit dem Echo Klassik Preis 2010 und dem Preis ICMA 2011 ausgezeichnet.
  • „Monteverdi – Vespro della Beata Vergine“, 1610 (Virgin, 2011)
  • „Los Pájaros Perdidos - The South American Project“, (Virgin, 2012)
  • "Music for a While - Improvisations on Purcell" mit Philippe Jaroussky, Raquel Andueza, Vincenzo Capezzuto, Dominique Visse, Gianluigi Trovesi, Wolfgang Muthspiel, L'Arpeggiata (Erato, 2014)

Weblinks[Bearbeiten]