Christine Chubbuck

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Christine Chubbuck (* 24. August 1944 in Hudson, Ohio; † 15. Juli 1974 in Sarasota, Florida, auch bekannt als Chris Hubbock) war eine amerikanische Nachrichtensprecherin des Fernsehsenders WXLT-TV, die vor laufender Kamera Suizid beging.

Am 15. Juli 1974 um 09:38 Uhr, 8 Minuten nach Sendebeginn ihrer Sendung Suncoast Digest im Sender WXLT-TV, zog Christine Chubbuck einen .38er Revolver und schoss sich selbst in den Kopf. Es ist der erste bekannte Fall, in dem ein Mensch live vor laufenden Kameras Suizid beging. Sie starb 14 Stunden später im Krankenhaus.

Chubbuck befand sich wegen ihrer Depressionen in ärztlicher Behandlung. Unter ihrem Tisch im Studio war immer eine Tasche mit den Tabletten, die sie während einer Sendung benötigte. An diesem Tag war in dieser Tasche auch der Revolver. Ihre letzten bekannten Worte sind:

“In keeping with Channel 40’s policy of bringing you the latest in blood and guts, and in living color, you are going to see another first – attempted suicide.“

„Übereinstimmend mit der Tradition von Channel 40, Ihnen die aktuellen Blut- und Ekelneuigkeiten live und in Farbe zu bringen, sehen Sie nun eine weitere, einen versuchten Suizid.“

Christine Chubbuck: TV-Sendung Suncoast Digest vom 15. Juli 1974

Der technische Leiter der Sendung sah, wie sie die Waffe zog und reagierte geistesgegenwärtig, sodass der Bildschirm schwarz wurde, unmittelbar bevor sich der Schuss aus der Waffe löste; der Knall allerdings war laut und eindeutig zu hören. Das Script, das Christine für diesen Tag zu ihrer Sendung geschrieben hatte, beschrieb detailliert, wie man sie ins Krankenhaus fahren würde und wie man erklären würde, dass ihr Zustand kritisch sei.

Drei Wochen vor ihrem Suizid fragte sie den Chefredakteur, ob sie „etwas über Suizid“ senden dürfe. Nachdem dieser zusagte, vereinbarte Christine Chubbuck einen Termin mit einem Fachmann für Suizidfälle der örtlichen Polizei. In der Befragung sagte der Polizist, dass eine der effektivsten Methoden für einen Suizid der Gebrauch eines .38er Revolvers mit einem Wadcutter-Geschoss sei. Zudem sollte man die Waffe nicht gegen die Schläfe, sondern gegen den unteren Hinterkopf richten. Genau diese Verfahrensweise verwendete sie bei ihrem Suizid. Eine Woche vor ihrem Suizid erzählte sie einem Mitarbeiter, dass sie sich eine Waffe besorgt habe und scherzte darüber, sich selbst vor laufenden Kameras zu töten.

Dieser Vorfall diente Paddy Chayefsky als Inspiration für sein Drehbuch zum mit vier Oscars prämierten Film Network von 1976.

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