Christoph Amberger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christoph Amberger

Christoph Amberger (* um 1505; † zwischen dem 1. November 1561 und dem 19. Oktober 1562 in Augsburg) war ein deutscher Maler.

Amberger wurde 1530 in die Malerzunft zu Augsburg aufgenommen, wo er bis zu seinem Tod vorzugsweise als Bildnismaler tätig war. Dass er bei L. Beck in Augsburg die Malerei erlernte, gilt als sicher. Amberger gilt als herausragender Maler der Generation nach Dürer und Burgkmair. Ab 1530 besaß Amberger die so genannte Meistergerechtigkeit, die noch in der mittelalterlichen Rechtsordnung wurzelte und erforderlich war, um als zugezogener Künstler Augsburger Bürger mit allen bürgerlichen Rechten zu werden. Von Amberger sind eine Reihe von Bildnissen berühmter und angesehener Zeitgenossen überliefert. So malte er Porträts zahlreicher Augsburger Patrizier und ihrer Ehefrauen sowie Porträts von Karl V., das 1532 seinen Ruf begründete, Georg von Frundsbergs, Konrad Peutingers (1543), der Fugger und Welser und des Kosmographen Sebastian Münster. Im Jahr 1548 traf er mit Tizian zusammen. Sein bedeutendstes Werk ist wohl die Hochaltartafel im Augsburger Dom, die 1554 geschaffen wurde, nachdem der Altar von Hans Holbein dem Älteren im Bildersturm zerstört wurde. Außerdem sind noch etwa 30 Zeichnungen bekannt. Amberger fertigte nur gelegentlich Entwürfe für Holzschnitte.

Seine Büste fand Aufstellung in der Ruhmeshalle in München.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christoph Amberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien