Cocobolo

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Cocobolo
Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Dalbergieae
Gattung: Dalbergien (Dalbergia)
Art: Cocobolo
Wissenschaftlicher Name
Dalbergia retusa
Hemsl.

Dalbergia retusa ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Dalbergien (Dalbergia) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die Handelsnamen des Holzes von Dalbergia retusa sind Cocobolo oder Coccobolo, Grenadillo, Nambar, Rio Palisander oder Palo Sando.

Beschreibung[Bearbeiten]

Dalbergia retusa wächst als kleiner bis mittelgroßer Baum, der Wuchshöhen von 15 bis 20 Metern erreicht. Der schwarzrindige Stamm wächst unregelmäßig und verzweigt sich bereits auf niedriger Höhe. Die Baumkrone ist offen. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und unpaarig gefiederte Blattspreite gegliedert. Die lederigen, glänzenden Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2,5 bis 12 Zentimetern länglich mit gerundetem oberen Ende.

Die seiten- oder endständigen rispigen Blütenstände sind in 4 bis 18 Zentimeter lang. Die zygomorphen Blüten sind weiß und glockenförmig.

Verbreitung[Bearbeiten]

Dalbergia retusa gedeiht in Höhenlagen von 50 bis 300 Meter entlang der Pazifikküste vom mexikanischen Bundesstaat Chiapas über Guatemala, El Salvador, Costa Rica und Nicaragua bis Panama.[1]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung erfolgte 1878 durch den britischen Botaniker William Botting Hemsley in Diagnoses Plantarum Novarum ... Mexicanarum, 1, S. 8.[1]

Nutzung[Bearbeiten]

Schachfiguren aus Cocoboloholz
Okarina aus Cocoboloholz

Cocobolo ist auch der Name eines begehrten Hartholzes, das von verschiedenen Arten stammt, Dalbergia retusa ist davon die wichtigste.

Frisch geschnitten zeigt das Kernholz zahlreiche Farben von dunkelorange bis zu sattem tiefrot. Das Splintholz hingegen besitzt einen zarten Gelbton. Cocobolo ist sehr hart und schwer zu spalten, aber dennoch gut zu bearbeiten. Es ist zerstreutporig und hat einen leicht welligen Faserverlauf. Das Holz wird zum Beispiel für Haushaltsgeräte, Werkzeug- und Messergriffe, Musikinstrumente (Blasinstrumente), Stöcke und Bürsten verwendet. In hochwertigen Queues wird Cocobolo gerne als Einlegearbeit verwendet. Auch in der Bildhauerei und Schnitzerei wird es sehr geschätzt, weil bei der Verarbeitung des relativ teuren Rohstoffes nur wenig Verschnitt anfällt.

Das Angebot ist begrenzt; die Verwendung ist häufig nicht sehr nachhaltig. Das Holz ist in der Regel nicht zertifiziert; die Art Dalbergia retusa wird in der Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet aufgeführt.[2] Aufgrund des starken Rückgangs der Populationen und der stetig wachsenden Nachfrage existieren mittlerweile bereits FSC-zertifizierte Aufforstungsprojekte des Cocobolo.[3]

Holzeigenschaften[Bearbeiten]

Gesundheitsbeeinträchtigungen bei der Verarbeitung[Bearbeiten]

Der Staub seines Holzes führt zu Gesundheitsstörungen. Auch das ölige Holz kann bei der Verarbeitung mit ungeschützten Händen zu allergischen Hautreaktionen führen.

Quellen[Bearbeiten]

  • W. A. Marin, E. M. Flores: Dalbergia retusa Hemsl., In: Tropical Tree Seed Manual, J.A. Vozzo, (Hrsg.), USDA Forest Service, Washington DC, Agricultural Handbook Number 721, 2002, PDF online
  • Baumlexikon von ForestFinance

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dalbergia retusa im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 22. Januar 2014.
  2. Internetseite des International Union for Conservation of Nature
  3. ForestFinance

Weblinks[Bearbeiten]

  • Dalbergia retusa in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013. Eingestellt von: World Conservation Monitoring Centre, 1998. Abgerufen am 13. September 2013