Cora E.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Cora E)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Cora E., auch bekannt als die Zulu-Queen (* 1968 in Kiel; bürgerlich Sylvia Macco), ist eine deutsche Rapperin und gilt neben Gruppen wie Advanced Chemistry als Pionierin des deutschsprachigen Rap.

Cora E. (2005)

Leben[Bearbeiten]

Die gelernte Krankenschwester stammt aus Kiel. In Heidelberg arbeitete sie anschließend in der psychiatrischen Abteilung der Universitätsklinik. Über Graffiti und Breakdance kam sie zum Rap, dem musikalischen Element des Hip Hop. Etwa Mitte der 1980er begann sie, auf Deutsch und Englisch zu rappen, erstmals auf der Bühne stand sie 1988.[1]

Cora E.s Musik und Texte wurden entscheidend beeinflusst von einem zweijährigen Aufenthalt in New York, dem Mekka des Hip Hop. Gleich nach der Wende arbeitete sie mit der Leipziger Hip Hop-Gruppe Beside The Norm, ab 1992 dann mit dem Hamburger DJ und Produzenten Marius No.1 und trat an der Seite von Breakdance-Formationen wie Battle Squad oder den Taino Tactix und Rap-Gruppen wie Advanced Chemistry, LSD, Stieber Twins und No Remorze auf.

Bekannt geworden ist sie durch die inzwischen als Hip Hop-Klassiker geltenden Tracks Könnt ihr mich hör’n? (Debüt-Maxi, 1993/ wiederveröffentlicht auf Chiefrocker 2003) und Nur ein Teil der Kultur (1994), beide Platten wurden von dem Hamburger DJ Marius No.1 produziert und sind ursprünglich beim Hamburger Independent-Label Buback erschienen. In diesen Liedern gibt sie Statements und Erklärungen über Hip Hop ab. Ihre Lieder vermittelten häufig Hintergrundwissen über die Hip-Hop-Kultur.

Nach diesen beiden ersten Platten wechselte sie 1995 von Buback zu Spin/EMI, was die Trennung von ihrem langjährigen DJ, Produzenten und Weggefährten Marius No.1 zur Folge hatte und veröffentlichte 1997 die Single Schlüsselkind, womit sie erstmals außerhalb des Undergrounds auf sich aufmerksam machte. „...war erst zwölf, als ich das erste Bier probierte und auch die beste Mutter merkt nicht, dass ihr Kind nach Alkohol stinkt - wenn sie selber trinkt“, rappt Cora hier. Schlüsselkind ist ein Stück gerappte Autobiographie, in der Kindheit, Scheidung der Eltern, Drogenkonsum, Rebellion, sowie Hip Hop als Rettungsanker ineinander übergehen: „Die Welle aus Amerika spülte mich an Land zurück.“. Cora E. nennt hier die US-amerikanische Rapperin Roxanne Shanté als musikalisches Vorbild.

In Szenekreisen erlangte die Schlüsselkind-Single Kultstatus. Ein Jahr später folgte ihr bis heute einziger Longplayer CORAgE. Bei ihren Major-Veröffentlichungen wurde sie unter anderem unterstützt von den Stieber Twins und Freundeskreis, die zu ihrer Single Zeig's mir einen Remix beisteuerten. Ebenfalls 1998 erschien außerdem das Album Geheimrezept der Jazzkantine, auf dem Cora E. gemeinsam mit anderen Größen der internationalen Hip-Hop-Szene rappt.

Sie ist bis heute Mitglied der Zulu Nation. 2002 porträtierte die Dokumentarfilmerin Petra Mäussnest Cora E. und ihre Rapkolleginnen Brixx und Pyranja in dem Film Will einmal bis zur Sonne geh'n.

2001 zog sie sich offiziell aus dem Bühnengeschehen zurück und leitete seitdem ausschließlich Rap-Workshops für Kinder und Jugendliche. Allerdings war sie anschließend auf zwei Veröffentlichungen zu hören: 2004 auf dem Album Geteiltes Leid II von Moses Pelham und 2005 mit dem Lied Fragen auf dem Album Threeshot von J-Luv. Das führte in der Hip-Hop-Szene zu Spekulationen über ein mögliches Comeback von Cora E.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1993 - Swift (zusammen mit Marius No.1, Sampler Kill the Nation with a Groove), Buback
  • 1993 - Könnt ihr mich hör’n / Ich geh ins Ziel (Maxi mit Marius No. 1), Buback
  • 1994 - Nur ein Teil der Kultur (Maxi mit DJ Marius No. 1), Buback
  • 1996 - Keep Shit raw / Fenster zum Hof (Maxi mit den Taino Tactix und den Stieber Twins), MZEE
  • 1997 - Schlüsselkind (Maxi), MZEE
  • 1998 - CORAgE (CD), EMI
  • 1998 - … und der MC ist weiblich (LP), MZEE
  • 1998 - … und der MC ist weiblich Instrumental (DLP), MZEE
  • 1998 - Zeig es mir (Maxi mit Curse), EMI
  • 1999 - Hija (Maxi mit Brixx und Sabrina Setlur), 3p
  • 2000 - Bonnie und Clyde (Maxi mit Moses Pelham), 3p

Lyrics[Bearbeiten]

  • Hip Hop ist kein Musikstil sondern Sprechgesang nur ein Teil der Kultur B-Boys nur ein Teil der Kultur Graffiti nur ein Teil der Kultur (Refrain aus „Nur ein Teil der Kultur“ mit Marius No.1)
  • Wir sind zwei / Nicht fantastisch, doch echt / Wir gehen mit handgemachten Waffen ins Gefecht / Jedes Wort, jede Silbe, jeder Satz hat’s / Sind meine Reime schon zu voll / Schaff ich Ersatz-Platz. („Könnt ihr mich hören“ mit Marius No.1)
  • Ich ertrank fast, sank, doch hatte Glück / Die Welle aus Amerika spülte mich wieder ans Land zurück / Ich begann zu leben, wurd aktiv / und hab zum ersten Mal geträumt ohne dass ich schlief (Schlüsselkind)
  • Ohne den Tanz ohne die Kunst wär was Du tust nur Rap, drum zeige B-Boys und Writern Respekt („Nur ein Teil der Kultur“ mit Marius No.1, 3. Strophe)
  • Und so widme ich auch meinen letzten Reim – der Kultur und sie wird niemals nur Musik sein („Nur ein Teil der Kultur“ mit Marius No.1, 3. Strophe)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel auf intro.de