Croûton

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Braten von Croûtons in Butter

Croûtons sind Würfel oder kleine Scheiben von geröstetem oder in Fett gebratenem Weißbrot. Sie dienen als Suppeneinlage (traditionell bei Tomatensuppe und Gazpacho), als Salateinlage (besonders bei Feldsalat), als Beilage oder als Unterlage für kleine Fleischstücke, Ragouts und Ähnliches (z. B. bei Bruschetta). Kartoffelklöße werden gelegentlich mit einigen kleinen Croûtons gefüllt.

Größere, ausgehöhlte und gefüllte Croûtons sind Croûtes.

Geschichte[Bearbeiten]

Etymologie: von lat. crusta = die Kruste; crustum = mit einer Kruste versehenes feines Backwerk, Zuckerwerk; Verkleinerung: crustulum = Zuckerplätzchen.

Croûtons gab es bereits im 18. Jahrhundert, haben sich aber mit der Zeit gewandelt, wie drei Glossare zeigen:

1785

„Croutons heissen in der Kochkunst Semmelscheiben oder Franzbrodrinden (entweder ganz, oder auch in Würfeln zerschnitten), die man in heißer Butter hart gebacken hat.“

Oeconomische Encyclopädie von Krünitz (1785)
1866

„Croutons sind Scheiben von Milchbrod oder Semmel, welche in Form von Dreiecken, halben Monden, kleinen Coteletts etc. geschnitten, entweder in Butter gelbgebraten oder in Backbutter ausgebacken, oder mit wenig Milch angefeuchtet, mit Salz bestreut, mit Ei und Semmel panirt und in Backbutter ausgebacken werden, um zum Garniren mancher Gemüse oder anderer Speisen zu dienen. Auch nennt man Milchbrod, welches in kleine runde Scheiben ausgestochen oder in fingergliedlange schmale Streifen geschnitten und in Butter gelbgebraten oder im Ofen gelbgetrocknet wurde, Croutons. Letztere giebt man in Suppen.“

Allgemeines deutsches Kochbuch von Sophie Wilhelmine Scheibler (1866) im Glossar
1902

„Croutons sind Halbmonde, Dreiecke, Vierecke aus Semmel- oder Zwiebackscheiben geschnitten, die in heißer Butter oder Schmalz zu hellbrauner Farbe gebacken. Man verwendet sie zur Garnitur für Fleischpuddings, Frikassees, Ragouts, Gemüsen. Sie werden auch als Dreiecke aus Aspik geschnitten und zur Garnitur von kaltem Fleisch, Fisch, Salat verwendet.“

M. und E. Doenning: Kochbuch der ostpreußischen Haushaltschule Königsberg 1911 (6. Auflage) Seite 502

Einzelnachweise[Bearbeiten]