Déjà Vu: A Nightmare Comes True

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Déjà Vu: A Nightmare Comes True
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ICOM Simulations
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mindscape
JapanJapan Kemco (NES Version)
JapanJapan Pack-In-Video (PC-98)
Erstveröffent-
lichung
1985 (Macintosh)
1987 (Amiga, Atari, C64 und DOS)
1988 (Apple IIgs)
1990 (NES)
1991 (PC-98 und Windows 3.x)
Plattform Apple Macintosh, Amiga, Apple IIgs, Atari ST, C64, DOS, NES, PC-98, Windows 3.x
Spiel-Engine MacVenture
Genre Adventure (Point and Click)
Thematik Detektiv/Krimi
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur, Gamepad
Medium 3,5" Disketten bzw. Cartridge
Déjà Vu I & II: The Casebooks of Ace Harding
Remake, Bundle
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ICOM Simulations
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Infinite Ventures (nach 1997)
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mindscape
JapanJapan Kemco (Game Boy Color)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Infinite Ventures
Erstveröffent-
lichung
1992 (DOS und Windows 3.x)
2000 (Game Boy Color)
2002 (Windows Mobile)
Plattform DOS, Game Boy Color, Pocket PC, Windows 3.x, Windows Mobile
Medium CD-ROM bzw. Cartridge

Déjà Vu: A Nightmare Comes True[1] ist ein 1985 für den Apple Macintosh entwickeltes Computerspiel und gilt als das erste Point-and-Click-Adventure. Die Handlung spielt in Chicago in den 1940er Jahren um einen Privatdetektiv, der durch Drogen gewaltsam seiner Erinnerung beraubt und des Mordes verdächtigt wird.

Das Spiel wurde vom US-amerikanischen Entwickler ICOM Simulations mit dessen MacVenture-Engine entwickelt und zwischen 1987 bis 1992 auf zahlreiche weitere Systeme portiert. Darunter vor allem Atari ST, Amiga, DOS und Commodore 64, aber auch Konsolen und Handhelds. Eine direkte Fortsetzung erschien 1988 unter dem Titel Déjà Vu II: Lost in Las Vegas.

Handlung[Bearbeiten]

Spielercharakter ist Theodore Ace Harding, ein ehemaliger Boxer, der jetzt als Privatdetektiv arbeitet. Es ist Dezember 1941, kurz nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Zu Beginn erwacht Ace auf einer Toilette und kann sich nicht erinnern, wer er ist, oder wie er dort hin gekommen ist. Es stellt sich schnell heraus, das er sich in einer schäbigen Kneipe namens Joe's Bar befindet und eines Mordes verdächtig ist. Ein Stockwerk höher stolpert er über die Leiche eines Mannes, der von drei Kugeln tödlich getroffen wurde. In seiner eigenen Tasche findet Ace einen Revolver, in dem drei Kugeln fehlen.

Es gibt verschiedene Hinweise zur Identität sowohl des Opfers als auch des Hauptcharakters. Ein Stuhl, der offenbar dazu diente, jemanden daran zu fesseln, dann ein Spritze, mysteriöse Fläschchen und die Spuren eines Einstichs am Arm des Detektivs deuten auf Kidnapping und Folterung hin. Ace kann sich jedoch nur schwer oder gar nicht mehr an Ereignisse der jüngeren Vergangenheit erinnern.

Aufgabe des Spielers ist es, die Spuren des Falles und Erinnerungs-Flashbacks des Privatdetektivs zusammenzusetzen und ein Gegenmittel für die Droge zu finden, die man ihm verabreicht hat. Seine Erinnerung und sein Geisteszustand verschlechtern sich im Spielverlauf immer weiter. Über die verschiedenen anderen Spielfiguren erhält man jedoch nach und nach verschiedene Adressen in der Umgebung der Bar. Zu diesen Orten, darunter auch sein eigenes Büro, unternimmt der Spieler Taxifahrten, um verschiedene kleinere Rätsel und den ganzen Fall zu lösen, bevor die Polizei den Detektiv verhaftet oder sich sein Verstand endgültig verabschiedet.

Geschichte und Folgen[Bearbeiten]

Nach Erscheinen des ersten Apple Macintosh Anfang 1984 und unter dem Eindruck des zunehmenden Erfolgs mausgesteuerter grafischer Benutzeroberflächen, entschied sich ICOM Simulations, Inc. ein Spieleentwickler aus Wheeling, Illinois, für künftige Grafik-Adventures auf die klassische Texteingabe zu verzichten und voll auf Maussteuerung zu setzen. Dazu entwickelte ICOM die Spieleengine MacVenture. Déjà Vu war der erste von insgesamt vier auf dieser Engine entwickelten Spielen. Déjà Vu II war das letzte.

Die erste Version für den Macintosh erschien mit schwarz-weiß-Grafik auf zwei 3,5"-Disketten, single-sided mit je 400 kB. Um die notwendige Systemsoftware und alle Spielerdaten darauf unterzubringen, war einiger Aufwand für die Bildkompression erforderlich.[2] Spätere Portierungen und der Nachfolger erhielten eine überarbeitete farbige Grafik und Sound. Im Jahr 1988 kam das Spiel auf Cartridge heraus, unter dem Titel Déjà Vu für das Nintendo Entertainment System und für Famicom, dessen japanische Version, als ディジャブ A Nightmare Comes True!!. 1999 wurde es auf einer gemeinsamen Cartridge mit seinem Nachfolger als Déjà Vu I & II: The Casebooks of Ace Harding für den Game Boy Color veröffentlicht.

Das Spiel wurde 1986 von der Software Publishers Association (SPA) als Best Entertainment Product ausgezeichnet und inspirierte zahlreiche weitere Spieleentwickler, sich vergleichbare Point-and-Click-Engines zu entwickeln. Vor allem die kalifornische Lucasfilm Games mit ihrem Script Creation Utility for Maniac Mansion und dem darauf 1987 entwickelten gleichnamigen Adventure, mit der sich das später in LucasArts umbenannte Unternehmen zu einem Marktführer des Genre der Point-and-Click-Adventures entwickelte.

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Referenzen[Bearbeiten]

  1. Schreibweise auf der Originalverpackung war Deja Vu, aber auf der Box-Rückseite und bei späteren Ports stets Déjà Vu
  2. Darin Adler: 20 Years of Computer Software. 1985: Schoolwork suffers. In: Darin Adler's personal web pages. Abgerufen am 29. Mai 2013 (englisch).