Daisy Greville, Countess of Warwick

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John Singer Sargent: Frances Evelyn Daisy Greville, Countess of Warwick mit ihrem Sohn Maynard, Öl auf Leinwand, 1905

Lady Daisy Greville, Countess of Warwick (eigentlich Lady Frances Evelyn Maynard; * 10. Dezember 1861 in London; † 26. Juli 1938 in Warwick) war eine englische High-Society-Lady und Mätresse von König Eduard VII. von Großbritannien.

Leben[Bearbeiten]

Frances Evelyn war die Tochter von Colonel Charles Maynard, ältester Sohn und Erbe von Sir Henrys Maynard, 3. Viscount Maynard, und seiner zweiten Frau Blanche Fitzroy. Die Erziehung von Lady Frances, in der Familie Daisy genannt, wurde von den Eltern streng überwacht. Frances galt als frühreif und ausgesprochen intelligent.

Daisy wurde als zukünftige Braut des Prinzen Leopold Georg, Herzog von Albany (1853–1884), jüngster Sohn der britischen Königin Victoria, betrachtet. Stattdessen heiratete sie 1881 in London Sir Francis Greville, Lord Brooke (1853–1924). Ihr Mann folgte seinem Vater 1893 als 5. Earl of Warwick und so zogen sie ins Warwick Castle ein. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor:

Countess of Warwick mit ihrem Sohn Maynard, Studio Lafayette, London, 1906
  • Leopold Guy Francis (1882–1928) ∞ 1909 Lady Elfrida Marjorie Eden (1887–1943)
  • Marjorie Blanche Eva (1884–1964)
∞ 1904 Sir Charles William Reginald Duncombe, 2. Earl of Feversham of Ryedale (1879–1916)
∞ 1917 Sir William Gervase Beckett (1866–1937)
  • Charles Algernon Cromartie (1885–1887)
  • Maynard (1898-1960) ∞ 1918 Dora Pape († 1957)
  • Mercy (* 1904)
∞ 1925–1933 Basil Herbert Dean
∞ 1933–1936 Patrick Henry Noel Gamble
∞ 1936 Richard Maurice Marter

Das Ehepaar gehörte zu den Mitgliedern der Marlborough House Set, deren Oberhaupt der Prince of Wales war. In den späten 1880er Jahren machte der Thronfolger Eduard und spätere König Eduard VII. (1841–1910) Lady Daisy zu seiner Mätresse, die zuvor eine Liaison mit Charles Beresford, 1. Baron Beresford, hatte, eine Stellung, die sie – mit Billigung ihres Mannes – einige Jahre lang innehaben sollte. Seine Ehefrau, Prinzessin Alexandra (1844–1925), akzeptierte die Geliebte und doch reiste sie für einige Monate zu ihrer Schwester, Zarin Maria Fjodorowna (1847–1928), nach Russland. Zu Lady Warwick hatte sie trotz ihrer Rolle in Eduards Leben ein recht gutes Verhältnis und genoss ihre Anwesenheit. Ihr einziger Fehler war ihre Redseligkeit, ob bei Baron Beresford oder beim Prinzen of Wales - daher bekam sie durch ihre Indiskretion den Spitznamen The Babbling Brooke (die plappernde Brooke). 1892 komponierte Harry Dacre das populäre Lied Daisy Bell. [1] Lady Warwick gründete eine Nähschule bei Easton in Essex und in Easton Lodge hielt sie sich einen kleinen Privatzoo. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie auf Warwick Castle, wo sie am 26. Juli 1938 starb und auch bestattet wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theo Aronson: The King in Love: Edwards Vll's Mistresses : Lillie, Langtry, Daisy Warwick, Alice KeppeHarper Collins l and Others, (1988) ISBN 0-06-016033-0
  • George Edward Cokayne; with Vicary Gibbs, H.A. Doubleday, Geoffrey H. White, Duncan Warrand and Lord Howard de Walden, editors, The Complete Peerage of England, Scotland, Ireland, Great Britain and the United Kingdom, Extant, Extinct or Dormant, new ed., 13 volumes in 14 (1910-1959; reprint in 6 volumes, Gloucester, U.K.: Alan Sutton Publishing, 2000), volume II, page 338. Hereinafter cited as The Complete Peerage.
  • Peter W. Hammond, editor, The Complete Peerage or a History of the House of Lords and All its Members From the Earliest Times, Volume XIV: Addenda & Corrigenda (Stroud, Gloucestershire, U.K.: Sutton Publishing, 1998), page 115. Hereinafter cited as The Complete Peerage, Volume XIV.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daisy Greville, Countess of Warwick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Daisy Bell, 1892