Dikson

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Dieser Artikel behandelt die Insel Dikson in der Karasee; für die gleichnamige Siedlung auf der Insel sowie auf dem nahen Festland; siehe Dikson (Ort)

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Dikson
Karte von Dikson
Karte von Dikson
Gewässer Karasee
Geographische Lage 73° 31′ 0″ N, 80° 20′ 0″ O73.51666666666780.333333333333Koordinaten: 73° 31′ 0″ N, 80° 20′ 0″ O
Dikson (Region Krasnojarsk)
Dikson
Länge 8 km
Breite 6 km
Einwohner 2500
Karte mit der Lage von Dikson
Karte mit der Lage von Dikson

Dikson (russisch Диксон) ist der Name einer etwa 6 mal 8 Kilometer großen russischen Insel in der Karasee. Sie liegt am östlichen Rand der Jenissei-Bucht an der Mündung des Jenissei. Dikson befindet sich nur etwa 2 Kilometer vom Festland entfernt und gehört administrativ zum Autonomen Kreis Taimyr.

Nachdem die Insel ursprünglich den Namen ihres pomorischen Entdeckers Kuschin erhalten hatte, wurde sie im Jahr 1875 von dem finnisch-schwedischen Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld nach Oscar Dickson (einem der Sponsoren seiner Expedition) benannt. Wegen des Fehlens des Buchstaben C im russischen Alphabet wurde der Name zu Dikson. Seit 1884 ist Dikson der offizielle russische Name.

1915 wurde auf der Insel der erste russische Radiosender in der Arktis in Betrieb gesetzt. In den 1930er-Jahren entstanden auf der Insel und auf dem gegenüberliegenden Festland Siedlungen sowie ein Hafen, der bis Anfang der 1940er-Jahre zum Marinestützpunkt ausgebaut wurde. Dazu wurden vielfach Strafgefangene, darunter politische, eingesetzt. Am 27. August 1942 griff das deutsche Kriegsschiff Admiral Scheer in Rahmen des sog. Unternehmen Wunderland den Hafen an und versenkte dabei einige Schiffe.

Dudinka und Dikson an der Jenissei-Mündung

Während des Kalten Krieges wurde im Jahr 1952 auf der Insel ein Luftwaffenstützpunkt eingerichtet, von dem aus modifizierte Tupolew Tu-4-Bomber regelmäßig US-Basen in Kanada und auf Grönland anflogen.

Seit 1957 sind die Siedlungen auf Insel und Festland zur Gemeinde Dikson zusammengeschlossen. Die Ansiedlung wurde aus strategischem Interesse wie aus Prestigegründen – Förderung des Seeweges auf der Nordostpassage – finanziell kräftig unterstützt. Die Einwohnerzahl stieg auf etwa 10.000. Inzwischen hat die Stadt nach dem Zerfall der Sowjetunion aus Gründen mangelnder Wirtschaftlichkeit des Seeweges und durch die Globalisierung an Bedeutung verloren. Jetzt zählt ihre Einwohnerschaft nur noch etwa 2.500.

Das Erdöl aus dem Gebiet von Wankor soll durch eine 750 Kilometer lange Pipeline in Dikson verladen werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Entscheid für Pipeline von Vankor nach Dikson anstatt nach Ust-Port (Version vom 3. Mai 2008 im Internet Archive)