Dingsda

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Dingsda war eine deutsche Unterhaltungssendung, in der Ratebegriffe von Kindern umschrieben wurden. Sie basiert auf dem US-amerikanischen Format child’s play, das zwischen 1982 und 1983 auf dem Sender CBS lief. Fritz Egner übernahm 1985 das Konzept für die Sendung Dingsda, die zunächst im Bayerischen Rundfunk und nach einer Testsendung im Jahre 1987 ab 1988 regelmäßig im Ersten ausgestrahlt wurde. Die 45-minütige Rateshow lief dienstags um 20:15 Uhr. Fritz Egner moderierte bis 1994 132 Folgen. Egners Nachfolger war Werner Schmidbauer, der die Sendung von 1994 bis 1999 übernahm, aber nicht mehr an den früheren Erfolg anknüpfen konnte. Zwischen 2001 und 2002 versuchte Thomas Ohrner ohne nennenswerten Erfolg eine Wiederbelebung bei kabel eins.

In der Sendung traten zwei Prominentenpaare gegeneinander an. Gespielt wurde über drei Runden. Die zu erratenden Begriffe wurden zuvor in Kindergärten und Grundschulen aufgezeichnet und auf einem Großbildschirm den Kandidaten präsentiert. Wenn einem Kind der gesuchte Begriff herausrutschte, wurde er durch ein hörbares und visuelles „Uups“ überspielt. Pro Runde spielte jeder Kandidat für sich. Wurde der Begriff richtig erraten, gab es 30 Punkte. Gab ein Kandidat eine falsche Antwort, so erhielt der Kandidat des gegnerischen Teams eine neue Umschreibung zum gleichen Begriff. Dafür gab es 20 Punkte. Bei einer dritten Umschreibung wurden nur noch zehn Punkte vergeben. In der Schnellraterunde lasen die Kinder Definitionen vor. Pro richtige Antwort gab es zehn Punkte. Schließlich gab es noch eine Klingelrunde, in der derjenige 30 Punkte bekam, der als erstes mit einem Buzzer einen ablaufenden Film anhielt und die richtige Antwort nannte.

Die Titelmelodie stammt von Heinz Kiessling. Fritz Egner erhielt 1989 für diese Sendung den Bayerischen Fernsehpreis.

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