Dobie Gray

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Dobie Gray
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Drift Away
  US 64 10.03.1973 (21 Wo.)
Loving Arms
  US 188 10.11.1973 (3 Wo.)
Midnight Diamond
  US 174 17.02.1979 (4 Wo.)
Singles[1][2]
Look at Me
  US 91 12.01.1963 (2 Wo.)
The “In” Crowd
  US 13 09.01.1965 (9 Wo.)
  UK 25 25.02.1965 (7 Wo.)
See You at the “Go-Go”
  US 69 03.04.1965 (7 Wo.)
Drift Away
  US 5 24.02.1973 (21 Wo.)
Loving Arms
  US 61 04.08.1973 (11 Wo.)
Out on the Floor
  UK 42 27.09.1975 (4 Wo.)
If Love Must Go
  US 78 14.02.1976 (7 Wo.)
Find 'Em, Fool 'Em & Forget 'Em
  US 94 23.10.1976 (2 Wo.)
You Can Do It
  US 37 23.12.1978 (11 Wo.)
Drift Away (mit Uncle Kracker)
  US 9 29.03.2003 (35 Wo.)

Dobie Gray (* 26. Juli 1940 in Simonton, Texas[3]; † 6. Dezember 2011; eigentlich, nach unterschiedlichen Angaben, Leonard Victor Ainsworth oder Lawrence Darrow Brown) war ein US-amerikanischer Rhythm-’n’-Blues-, Soul- und Countrysänger. Seine bekanntesten Hits waren The ‘In’ Crowd (1965) und Drift Away (1973 und 2003).[4] Auch als Songwriter war er in späteren Jahren erfolgreich.

Leben[Bearbeiten]

Gray wurde als Sohn einer Sharecropper-Familie in Texas geboren. Hier wurde er schon in der Jugend mit Gospel, Country und Rhythm ’n’ Blues vertraut. Nachdem er Anfang der 1960er Jahre nach Kalifornien gegangen war, lernte er Sonny Bono kennen, der zu dieser Zeit A&R-Manager bei Specialty Records war. Hier veröffentlichte er seine erste Hitsingle Look at Me, die fünf Wochen lang in der Hitparade notiert wurde. Zuvor hatte er bereits mehrere Schallplatten unter den Namen Leonard Ainsworth, Larry Curtis und Larry Dennis veröffentlicht. Den Durchbruch zum international bekannten Sänger schaffte Gray 1965 mit dem Song The ‘In’ Crowd. Das von Billy Page geschriebene und dessen Bruder Gene Page im Motown-Stil arrangierte Stück veröffentlichte Gray zunächst auf der Langspielplatte Dobie Gray Sings for ‘In’ Crowders That ‘Go Go’. Als Singleveröffentlichung erreichte The ‘In’ Crowd Platz 13 der Billboard Hot 100.

Den Erfolg der Single konnte er zunächst nicht wiederholen. Gray konzentrierte sich auf eine Bühnenkarriere, die ihn in die Besetzung der Produktion des Musicals Hair in Los Angeles führte. Nebenher sang er für eine Band namens Pollution, mit der er zwei Alben veröffentlichte. Drei Jahre lang war er als Songwriter beim Verlag Almo/Irving Publishing angestellt, ehe er ab 1972 wieder als Solokünstler an den Start ging. Er erhielt einen Vertrag bei MCA Records, wo er mit Songwriter und Produzent Mentor Williams zusammenarbeitete. Dies führte zur Veröffentlichung der Single Drift Away, deren Erfolg den von The ‘In’ Crowd noch übertraf. Sie erreichte Platz fünf in den amerikanischen Charts. Musikalisch bewegte er sich weg vom Soul in Richtung Country. Er zog um nach Nashville, wo er ein eigenes Studio gründete. Erfolge konnte er hier vor allem als Songwriter für Countrystars wie John Denver, Don Williams oder Charley Pride verbuchen. In Großbritannien wurde 1975 seine Aufnahme Out on the Floor aus dem Jahre 1966 als Single veröffentlicht. Im Umfeld des Northern Soul wurde sie ein kleinerer Hit. Sein letzter Einstieg in die regulären „Top Forty“ als Solosänger war in den USA 1978 das im Disco-Stil arrangierte You Can Do It.

Sein Hit Drift Away feierte 2003 ein Comeback in einer Version des Rockmusikers Uncle Kracker, auf der Gray auch selbst sang. Die Single verbrachte 35 Wochen in den US-Charts und stieg bis auf Platz neun.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955–2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. Hit Singles Volume 2 - Complete UK Chart Data from 1952-2010, Virgin Books 2010, ISBN 9780753522455
  3. nach eigenen Angaben auf seiner Website. Auch Brookshire, Texas wird als Geburtsort genannt; das Geburtsjahr wird in anderen Quellen als 1942 oder 1943 angegeben (lt. Biografie bei AllMusic)
  4. Singer, Songwriter Dobie Gray Passes Away, NewsChannel5 vom 7. Dezember 2011