Domacyno

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Domacyno
Domacyno führt kein Wappen
Domacyno (Polen)
Domacyno
Domacyno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Białogard
Gmina: Karlino
Geographische Lage: 53° 58′ N, 15° 45′ O53.972515.753888888889Koordinaten: 53° 58′ 21″ N, 15° 45′ 14″ O
Einwohner: 164 ([1])
Postleitzahl: 78-230
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZBI
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów

Domacyno (deutsch Dumzin) ist ein Dorf in der Stadt- und Landgemeinde Karlino (Körlin) im Powiat Białogardzki (Kreis Belgard) der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa 12 Kilometer südwestlich der Stadt Karlino, 16 km westlich der Stadt Białogard (Belgard) und 99 Kilometer nordöstlich der regionalen Metropole Stettin (Szczecin).

Geschichte[Bearbeiten]

Domacyno (ältere Namensformen: Dammitzin, Dumbzin) war ursprünglich ein Rittergut. Es hatte sich bereits 1243 im Besitz von Gerhard von Damitz befunden und galt als des älteste Stammhaus der Familie Damitz. Um 1804 befand sich das Gut im Besitz des Hauptmanns Otto Heinrich Albrecht von Borcke, der es 1817 seinem Schwiegersohn, dem General von Röbel, hinterließ. Zu dem Rittergut gehörten das Vorwerk Heinrichsfelde und eine Ziegelei. Um 1867 gab es in dem Dorf Dumzin eine Schule und 17 Wohnhäuser, und es lebten dort 240 Einwohner in 39 Familien.[2][3]

Vor 1945 gehörte Dumzin zum Landkreis Kolberg-Körlin im Regierungsbezirk Köslin der Provinz Pommern. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Mai 1945 von der Roten Armee besetzt und anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Dumzin erhielt den polnischen Namen Domacyno. Das Dorf ist heute ein Teil der Stadt- und Landgemeinde Karlino in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Kirchspiel[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde von Dumzin war zu Karwin in der Körliner Synode eingepfarrt.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Husum 1999.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Website der Gmina Karlino, Sołectwa - Domacyno abgerufen am 6. Dezember 2011
  2. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 318.
  3. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 559, Nr. 25.