Dominique Ouattara

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dominique Ouattara geborene Dominique Nouvian, verwitwete Dominique Folloroux, (* 16. Dezember 1953 in Constantine, Algerien) ist eine französisch-ivorische Unternehmerin und Ehefrau von Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Elfenbeinküste. Seit 2010 ist sie Première dame der Elfenbeinküste.

Leben[Bearbeiten]

Dominique Outtara wurde im damals französischen Algerien als Tochter einer französischen Pied-noir-Familie geboren. Darstellungen, sie sei jüdisch-sephardischer Abstammung, sind unbelegt, werden aber in Blogs und Kommentaren verbreitet und wurden gelegentlich von Boulevardzeitungen übernommen.[1][2] In Dominique Outtaras offiziellem Blog wird die Behauptung dagegen als „falsches Gerücht“ bezeichnet.[3]

1973 heiratete sie in erster Ehe einen französischen Lehrer, mit dem sie 1975 in die Elfenbeinküste ging. Er starb 1983. Aus der Ehe hat sie zwei Kinder.[4] Nach einer Tätigkeit für das örtliche Büro der Vereinten Nationen[4] betrieb sie ab 1979 zunächst in Afrika, später auch in Frankreich, ein rasch wachsendes Verwaltungs- und Immobilien-Unternehmen, die l’AICI-Gruppe und wurde als Immobilienmaklerin vermögend.[5] In den 1980er-Jahren wurde sie eine enge Vertraute des ersten Präsidenten der Elfenbeinküste Félix Houphouët-Boigny, dessen Geschäfte und Immobilien sie verwaltete, ebenso wie die des korrupten gabunesischen Präsidenten Omar Bongo.[6] Ihre Gegner sahen in ihr eine Mätresse, eine Femme fatale oder eine Madame de Pompadour.[4]

Mitte der 1980er-Jahre lernte sie Alassane Ouattara, damals Direktor des IWF in Washington, D.C., in Abidjan kennen. 1991, Alassane Ouattara war inzwischen Ministerpräsident der Elfenbeinküste, heirateten sie in Paris. Entgegen anderslautenden Zeitungsberichten wurde die Ehe nicht von Nicolas Sarkozy geschlossen.[6] Ihr wird erheblicher Einfluss auf die politische Karriere ihre Mannes nachgesagt.[7][8]

Die praktizierende Katholikin[6] gründete 1998 die Stiftung „Fondation Children of Africa“, die benachteiligten Kindern in zehn Ländern Afrikas hilft.

2000 versuchten zwei Uniformierte, Dominique Ouattara zu entführen. 2002, der ivorische Bürgerkrieg zwischen dem christlichen Süden und dem muslimischen Norden hatte begonnen, ging das Ehepaar für drei Jahre ins französische Exil, nachdem ihre Villa angezündet worden war.[8]

Seit Ende 2010 offiziell Première dame, ist sie noch immer im Immobiliengeschäft tätig und vertreibt weiterhin die Make-up-Line von Jacques Dessange in den USA.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2000: „Leading Women Entrepreneurs of the World“[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Victor Fingal: Dominique Ouattara, une femme fatale au palais In: Le Matin vom 12. April 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  2. Das ist die neue First Lady der Elfenbeinküste. Bericht v. 16. Mai 2011 auf bild.de (abgerufen am 17. Mai 2011).
  3. Dominique Ouattara, l'atout Coeur. Eintrag v. 5. Mai 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  4. a b c Damien Glez: Dominique Ouattara, première dame d’affaires. auf lefaso.net, 15. April 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  5. a b Dominique Ouattara, amie de la jet-set et des affaires. In: L'Alsace v. 13. April 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  6. a b c Bruno Fanucchi: La revanche des Ouattara. In: Le Parisien vom 17. April 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  7. Israël Yoroba Guebo: Dominique Ouattara, l’inconditionnel soutien In: TV5 Monde vom 10. Januar 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).
  8. a b Christine Longin: Im Präsidentenpalast zieht eine Geschäftsfrau ein In: Die Welt vom 21. April 2011 (abgerufen am 17. Mai 2011).