Drone Doom

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Drone / Drone Doom
Entstehungsphase: 1990er
Herkunftsort: USA
Stilistische Vorläufer
Doom MetalAmbientNoiseStoner DoomSludge
Pionierbands
EarthBoris
Genretypische Instrumente
GitarreE-BassSamplesGesangSchlagzeug

Drone Doom, auch Drone (vom englischen Wort für Bordun), ist der Name eines extremen Subgenres des Doom Metal. Es entstand am Ende des 20. Jahrhunderts.

Stilistische Merkmale[Bearbeiten]

Typisch für diesen sehr minimalen Stil sind stark dröhnend übersteuerte Gitarrenklänge und extrem langsame oder freie Rhythmen. Die Gitarren sind meist tiefer gestimmt, der Großteil des erzeugten Klangs bewegt sich so im unteren bis untersten Frequenzbereich. Gesang und Schlagzeug fehlen oft.[1]

Charakteristisch für Drone Doom ist der stehende Ton, also möglichst lang ausklingende Gitarren, die oftmals noch durch Feedback-, Echo- oder Hall-Effekte verstärkt werden. Wohl am wichtigsten für den Klang sind die verwendeten Verstärker, so werden Gitarren oft an Bass-Verstärker angeschlossen, um den typischen dröhnenden Klang zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Drone Doom hat seine Wurzeln in der Musik von Doom-Bands wie Saint Vitus und Candlemass. Pioniere waren Bands wie Earth, auf deren Album Earth 2 sich schon im Jahr 1993 alle bis heute für das Genre prägenden Merkmale finden, sowie die Band Boris. Insbesondere um das US-Plattenlabel Southern Lord Records existiert bis heute eine Drone-Doom-Szene. Der heute bekannteste Vertreter des Genres ist die US-amerikanische Band Sunn O))); namhafte Bands aus anderen Ländern sind Moss aus England, Nadja (siehe Aidan Baker) aus Kanada, Monarch! aus Frankreich sowie die japanische Band Corrupted. Weitere bedeutende Plattenlabels, die Drone-Doom-Aufnahmen veröffentlichen, sind HydraHead und Neurot.

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Engelbrecht: Das Brummen eines Kontinents. Drones und Minimalismus, in: testcard. Beiträge zur Popgeschichte #14: Discover America. Ventil Verlag, Mainz 2005.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Nicola Faye Allett: Love’s labours: extreme metal music and its feeling community, PhD Thesis, University of Warwick, 2010, S. 36, Online – Warwick Research Archive Portal, Zugriff am 13. März 2011