ESL Meisterschaft

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Die ESL Meisterschaft (bis Februar 2015 ESL Pro Series, kurz: EPS) ist eine auf den deutschsprachigen Raum begrenzte E-Sport-Liga der Electronic Sports League.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ESL Pro Series wurde am 1. August 2002 als "Königsklasse" der ESL angekündigt und startete am 1. September 2002 als zu dieser Zeit höchstdotierte nationale Wettbewerbsform. Der Veranstalter bewarb sie für lange Zeit als Bundesliga des E-Sport. Die gespielten Disziplinen der ESL Meisterschaft wechselten im Verlaufe der Jahre regelmäßig. Aktuell sind mit Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends, StarCraft II, FIFA und Hearthstone: Heroes of Warcraft fünf Spiele Teil des Kalenders (Stand: 2015). Die Gewinner gelten als nationale Meister in ihrer jeweiligen Disziplin.

Intel Friday Night Game 2006 in Berlin

Pro Jahr werden seit 2012 eine Frühlingsmeisterschaft, eine Sommermeisterschaft und eine Wintermeisterschaft ausgetragen. Zuvor wurden nur zwei Saisons pro Jahr gespielt. Das Finale jeder Saison wird auf einer LAN-Veranstaltung zwischen den jeweils vier besten Spielern bzw. Teams ausgetragen. Während die Finalteilnehmer bis 2013 noch im Round-Robin-System gefunden wurden, werden seit der Wintersaison 2013 online sogenannte Cups ausgetragen, an welchen jeweils 16 Spieler bzw. Teams teilnehmen. In diesen im K.-o.-System ausgetragenen Cups sammeln die Teilnehmer für jeden geschlagenen Gegner Punkte an. So erhalten alle Achtelfinalistem fünf Punkte, alle Viertelfinalisten 15 Punkte, die beiden Halbfinalisten 30 Punkte, der Finalist 50 Punkte und der Gewinner 75 Punkte. Nach fünf ausgetragenen Cups dürfen die acht Teilnehmer mit den meisten Punkten sich über den Einzug in die Playoffs freuen. Dort werden schließlich die Finalteilnehmer ermittelt. An den Cups dürfen die acht Playoff-Teilnehmer der Vorsaison und die acht bestpositionierten Vertreter aus der für jeden zugänglichen ESL Major Ladder-Liga teilnehmen. Bis 2011 fanden Freitags innerhalb der Saison auch regelmäßig Spiele im LAN statt, bei denen man vor Ort zuschauen konnte. Diese Events, welche nach dem ESL-Sponsor Intel und dem Veranstaltungstag Intel Friday Night Game (iFNG) benannt wurden, wurden in verschiedenen großen Städten Deutschlands veranstaltet. Die Nächte gerieten insbesondere nach dem Amoklauf von Winnenden 2009 in die Kritik und wurden daraufhin in vielen Städten verboten.[1][2]

Während der E-Sport auf internationaler Ebene in den vergangenen Jahren enorm gewachsen ist, verlor die ESL Meisterschaft an Bedeutung. In der ersten Saison des Jahres 2008 (EPS XII) wurde in Deutschland noch ein Gesamtpreisgeld von 170.000 Euro ausgeschüttet, während der Frühlingsmeisterschaft 2015 waren es mit Reisekostenunterstützung nur noch etwa 44.000 Euro.

Neben der ESL Meisterschaft im deutschsprachigen Raum veranstaltet die ESL auch in anderen Staaten nationale Meisterschaften. Beispiele dafür sind die ESL UK Premiership im Vereinigten Königreich oder die ESL Mistrzostwach Polski in Polen. Auch für die Alpenländer Österreich, Schweiz und Liechtenstein gab es von 2005 bis 2010 eine eigene regionale Meisterschaft, die EPS Alpen.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: E-Sport – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema E-Sport

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konsequenz aus Amoklauf (Update) - Stuttgart verbietet ESL Intel Friday Night Game gamestar.de
  2. Karlsruhe: Intel Friday Night Game endgültig abgesagt computerbild.de