ESP-Disk

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ESP-Disk[1] ist ein US-amerikanisches unabhängiges Label, das in der Frühzeit des Free Jazz wichtige Aufnahmen dokumentierte.

ESP-Disk ist ein von dem Juristen Bernard Stollman 1964 in New York City gegründetes Plattenlabel. Ursprünglich war es geschaffen worden, um auf der Kunstsprache Esperanto basierende Musik zu veröffentlichen. Die zweite ESP-Veröffentlichung war jedoch Albert Aylers Spiritual Unity, das ebenso wie seine New York Eye and Ear Control ein einflussreiches Album des freien Jazz werden sollte. Auf ESP erschienen außerdem Alben von Ornette Coleman („The Town Hall Concert“), Pharoah Sanders (der sein Plattendebut bei ESP hatte), Giuseppi Logan, Sun Ra, Ronnie Boykins, Marion Brown, Sonny Simmons, Paul Bley, Ran Blake, Patty Waters oder Perry Robinson.

Weiterhin erschienen auf ESP auch nicht am Musikmarkt ausgerichtete Aufnahmen des Underground Rock, wie Platten von Jimi La Lumia & the Psychotic Frogs, The Fugs, The Godz und Pearls Before Swine.

Der komplette Label-Katalog ist heute wieder erhältlich.[2] Auf ESP erschienen auch Wieder- und Neuveröffentlichungen historischer Aufnahmen von Billie Holiday, Charlie Parker und Bud Powell.

Literatur[Bearbeiten]

  • Siegfried Schmidt-Joos & Barry Graves: Rock-Lexikon. Reinbek (Rowohlt) 1977 (aktualisierte Auflage).
  • Jason Weiss: Always In Trouble : An Oral History of ESP-Disk ', the Most Outrageous Record Label in America. Wesleyan University Press, 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. ESP ist eigentlich die Abkürzung für „Außersinnliche Wahrnehmung“, im englischen „extrasensory perception“. Tatsächlich war der Label-Gründer aber Anhänger des Esperanto und wollte das Label zunächst „Esperanto-Disk“ nennen, bevor er sich für den abgekürzten Namen entschied. Independent 11. Februar 2000
  2. Die komplette Diskographie der verschiedenen Serien von ESP (ESP 1000 series, ESP 2000 series, ESP 3000 series) ist auf der englischen Wikipedia einsehbar