Eigengewicht
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Mit Eigengewicht wird in der Regel die durch die eigene Masse eines Körpers in einer definierten Umgebung erzeugte Gewichtskraft bezeichnet. Es findet als Tara bei Verpackungen oder als Differenzangabe zwischen Gesamtgewicht und Nutzlast bei lasttragenden Konstruktionen (Fahrzeuge, Bauwerke) Anwendung. Ist bei einfachen Verpackungen das Eigengewicht nur gering und nahezu vernachlässigbar (z. B. die Papierhülle eines Zementsacks), so kann es beispielsweise bei großen Brücken das die Konstruktion bestimmende Gewicht sein.
Wird das Gewicht oder -physikalisch korrekt: die Gewichtskraft- eines Körpers als Produkt von Masse und Gravitation definiert, so ist das Eigengewicht in der Anwendung um die Gewichtskraft des von dem Körper verdrängten Umgebungsfluids (dem Auftrieb) vermindert . Diese ist im Fall der Luft so gering, dass sich im normalen Anwendungsfall kein relevanter Unterschied ergibt. Bei besonderen Sachlagen, wie beispielsweise unter Wasser, kann es aber zu erheblichen Abweichungen kommen. So wird ein Bauwerk über Wasser bei gleichem Aufbau, also gleicher Masse und Gewichtskraft, ganz anders belastet sein wie dasselbe Bauwerk (mit gleichen Massen und Gewichtskräften) unter Wasser, wo das Eigengewicht um das verdrängte -gegenüber Luft ungleich schwerere Wasser- signifikant vermindert ist.
In besonderen Fällen kann das resultierende Eigengewicht auch negativ sein, d. h. leichter als die Umgebung. Dies ist beispielsweise bei gasgefüllten Auftriebskörpern (z. B. Fesselballon) oder bei im oder unter Wasser liegenden Hohlkörpern der Fall, die aus diesem Grund gegebenenfalls mit Ballast versehen werden.

