Eilaboun

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Eilaboun
Basisdaten
hebräisch: עַילַבּוּן, עֵילַבּוּן
arabisch: عيلبون
Staat: Israel Israel
Bezirk: Nord
Gegründet: 19. Jhdt
Koordinaten: 32° 50′ N, 35° 24′ O32.83833333333335.400555555556Koordinaten: 32° 50′ 18″ N, 35° 24′ 2″ O
Fläche: 4.835 km²
 
Einwohner: 4.800 (2005)
Bevölkerungsdichte: 993 Einwohner je km²
 
Gemeindeart: Lokalverband
Eilaboun (Israel)
Eilaboun
Eilaboun

Eilaboun (عيلبون Ailabun, hebräisch ‏עַילַבּוּן, עֵילַבּוּן‎) ist ein von israelischen Arabern bewohnter Lokalverband in Israels Nordbezirk. Die rund 4800[1] Bewohner sind überwiegend christliche Palästinenser.

Etymologie[Bearbeiten]

Eine Theorie besagt, dass der Name Eilabun aus dem Arabischen stammt und für "harten, steinigen Boden" steht[2]. Eine andere Theorie sagt, dass der Name aus dem Hebräischen stammt und von "Ailabu" stamme, eine mögliche Abwandlung von Ein Levon.[3]

Massaker von 1948[Bearbeiten]

Bei einem Massaker am 30. Oktober 1948 wurden 14 junge Männer getötet, zwölf von ihnen wurden hingerichtet. Die Bewohner wurden zunächst als Flüchtlinge in den Libanon ausgewiesen, später konnten sie jedoch zurückkehren.

Ablauf[Bearbeiten]

Nach einem Gefecht außerhalb von Eilaboun, bei dem sechs israelische Soldaten verletzt und vier gepanzerte Autos zerstört wurden, besetzte das 12. Bataillon der Golani-Brigade als Teil der Operation Hiram das Dorf. Die Bewohner versteckten sich währenddessen in den zwei örtlichen Kirchen wobei sie von fünf lokalen Priestern begleitet wurden. Weiße Flaggen waren gehisst. Die Armee führte die Bewohner von Eilaboun in den Hauptplatz des Dorfes. 17 junge Männer wurde ausgewählt, fünf von ihnen wurden als menschliche Deckung genommen, zwölf wurden Gruppenweise in verschieden Orten getötet. Dies geschah, nachdem der Rest der Dorfbewohner nach einem fünftägigen Fußmarsch in den Libanon ausgewiesen worden war. Laut einem Bericht der UN-Friedenstruppen wurde Israel gezwungen, den Leuten die Rückkehr zu erlauben.

Dokumentation[Bearbeiten]

Das Massaker ist Thema des Dokumentarfilms Die Söhne von Eilaboun (engl.: Sons of Eilaboun) des palästinensischen Filmemachers und Künstlers Hisham Zreiq.

Links[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], Israelisches Zentralbüro für Statistik.
  2. Palmer, 1881, S. 121
  3. Immanuel HaReuveni: Lexicon of the Land of Israel (Hebrew). Miskal - Yedioth Ahronoth Books and Chemed Books, 1999, ISBN 965-448-413-7.