Eistee

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Eistee mit Zitrone

Eistee ist ein Kaltgetränk, für das Tee zunächst heiß zubereitet und dann rasch mit Eiswürfeln abgekühlt wird. Tee, der langsam abkühlt, neigt dazu, bitter zu werden, was durch die schnelle Abkühlung vermieden wird.

Varianten[Bearbeiten]

Nach traditionellem Rezept handelt es sich um einen Tee aus Schwarztee mit Zitronensaft und Zucker oder Süßstoff. Weitere Variationen werden mit Grün-, Früchte- oder Kräutertee oder aus Kombinationen dieser Tees oder Kombinationen mit Fruchtsaft zubereitet. Eistee wird häufig mit einer Scheibe Zitrone oder Pfefferminze sowie einigen Eiswürfeln serviert, damit er kühl bleibt. Der US-amerikanische „Iced Tea“, der vor allem in den Südstaaten sehr beliebt ist, wird traditionell entweder sehr stark (sweetened) oder gar nicht gesüßt (unsweetened) serviert.

Eistee gibt es auch in vielen industriell hergestellten Varianten, die in Deutschland meistens stark gezuckert sind.

Geschichte[Bearbeiten]

In britischen und amerikanischen Kochbüchern finden sich bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert Rezepte für gekühlte Teegetränke. Der Eistee wurde 1904 vom Engländer Richard Blechynden popularisiert. Dieser war auf der Weltausstellung in St. Louis für den Tee zuständig und sollte die Amerikaner vom schwarzen Tee überzeugen, die bis dahin nur grünen Tee kannten. Blechynden sah sich mit dem Problem konfrontiert, dass heißer Tee im Rekord-Sommer 1904 keinen Anklang finden würde, so kam er auf die Idee, den Tee mittels gekühlter Blei-Rohre abzukühlen.

Zahngesundheit[Bearbeiten]

Industriell hergestelltem Eistee wird oft Zucker und Zitronensäure (E330) in großen Mengen zugesetzt. Der Verzehr von Lebensmitteln, die eine größere Menge an Zitronensäure enthalten, kann den pH-Wert des Speichels stark herabsetzen.[1] Im Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich stellten Wissenschaftler darüber hinaus fest, dass bei übermäßigem Konsum ohne Nachspülen dies dazu führen kann, dass Mineralstoffe aus den Zähnen herausgespült werden, was insbesondere in Kombination mit größeren Mengen Zucker zu Zahnschäden führen kann. Für Kleinkinder ist dies gefährlicher, da deren Milchzähne noch empfindlicher sind.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Toxicological evaluation of some food additives including anticaking agents, antimicrobials, antioxidants, emulsifiers and thickening agents, WHO food additives series no. 5, prepared by the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives, Geneva, 25 June - 4 July 1973
  2. Hohe Gehalte an Zitronensäure in Süßwaren und Getränken erhöhen das Risiko für Zahnschäden (PDF; 60 kB), Aktualisierte (24. Februar 2005) Stellungnahme Nr. 006/2005 des BfR vom 9. Januar 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Eistee – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen