Enrico Cosenz

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Enrico Cosenz

Enrico Cosenz (* 12. Januar 1820 in Gaeta; † 28. September 1898 in Rom) war ein italienischer General.

Der Großvater, François Cousin, ein Franzose, hatte sich Mitte des 18. Jahrhunderts in Neapel niedergelassen. Sein Vater Luigi diente unter Murat und dann in der bourbonischen Armee im Königreich beider Sizilien und stieg bis zum Feldmarschall der Pioniertruppen auf.[1] Cosenz trat 1840 als Offizier in die neapolitanische Armee ein, zog mit dieser 1848 nach Oberitalien und blieb nach deren Rückkehr in die Heimat in Venedig, an dessen hartnäckiger Verteidigung gegen die Österreicher er hervorragenden Anteil nahm.

Nach der Übergabe Venedigs 1849 lebte er in ärmlichen Verhältnissen als Oberst in Turin. 1859 trat er als Major in das Alpenjägerkorps Garibaldis ein, nahm 1860 als Befehlshaber der dritten Freiwilligenexpedition am Zuge Garibaldis nach Sizilien teil, zeichnete sich im Gefecht bei Milazzo aus und wurde unter der Diktatur Garibaldis in Neapel Kriegsminister.

1861 trat er als Generalleutnant in die italienische Armee ein, befehligte lange Zeit eine Division, dann das 1. Armeekorps in Turin und wurde 1881 zum Chef des neuorganisierten Generalstabs ernannt. Er war von 1860 bis 1872 Mitglied der Deputiertenkammer, in welcher er auf der Rechten saß. Seit 1872 war er Senator.

1882 wurde Cosenz Chef des Großen Generalstabs und trat schließlich 1893 in den Ruhestand. Cosenz galt als der gelehrteste Offizier Italiens.

Einrico Cosenz starb am 28. September 1898 in Rom.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. So Monsagrati im DBI; der Eintrag beim Senat hält den Großvater für den Feldmarschall.