Erich Kosiol

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Erich Kosiol (* 18. Februar 1899 in Köln; † 7. September 1990 in Salzburg) war ein Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre.

Leben[Bearbeiten]

Kosiol studierte ab 1919 in Bonn Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie und promovierte am 26. Mai 1922 mit einer mathematischen Dissertation zu den „Grundlagen der Kinematik im hyperbolischen Raum“ an der Universität Bonn zum Dr. phil. Ab 1922 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und im Jahr 1924 kaufmännische Diplomprüfung („Theorie der Lohnstruktur“) in Köln. Zu seinen akademischen Lehrern zählten Eugen Schmalenbach, Rudolf Seyffert und Ernst Walb. Ab 1928 war er Direktorialassistent und stellvertretender Direktor des Einzelhandelsinstituts der Universität Köln, an dem zu der Zeit auch Fritz Nordsieck und Hildegard Schröer-Nordsieck als Assistenten tätig waren. 1931 Habilitation ("Kalkulation und Kostengestaltung im Warenhandel ...") in Köln. 1937 wurde er zum Professor für Betriebswirtschaftslehre an die Universität Köln berufen. Bereits 1938 folgte er einem Ruf an die Universität Breslau. Ab 1948 lehrte er bis zu seiner Emeritierung 1967 an der Freien Universität in Berlin.

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten]

Seine Forschungsschwerpunkte waren u. a. die Betriebswirtschaftliche Organisationslehre und das Rechnungswesen. Bekannt sind vor allem seine Werke zur „pagatorischen Bilanz“ und zur Kostenrechnung.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Theorie der Lohnstruktur (1928)
  • Finanzmathematik (1938)
  • Betriebsbuchhaltung und Kontenrahmen (1940)
  • Kalkulatorische Buchhaltung (1950)
  • Warenkalkulation in Handel und Industrie (1953)
  • Leistungsgerechte Entlohnung (1962)
  • Kostenrechnung (1964)
  • Die Unternehmung als wirtschaftliches Aktionszentrum (1966)
  • Bausteine der Betriebswirtschaftslehre, 2 Bde. (1973)
  • Organisation der Unternehmung (²1976)
  • Kosten- und Leistungsrechnung (1979)

Weblinks[Bearbeiten]