Erik Lundberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Erik Filip Lundberg (* 13. August 1907 in Stockholm; † 14. September 1987) war ein schwedischer Volkswirt und Ökonom. Er verfasste wichtige Werke in der Konjunkturtheorie.

Leben[Bearbeiten]

Lundberg studierte bei Gustav Cassel und gehörte der sogenannten Stockholmer Schule an. Ab 1937 war er Mitarbeiter des dem schwedischen Finanzministerium untergeordneten Konjunkturinstituts, das er ab 1944 auch leitete. In dieser Zeit war er einer der engsten Vertrauten des Finanzministers Ernst Wigforss und gemeinsam mit diesem ein politischer Gegenspieler von Gunnar Myrdal, der ab 1945 Wirtschaftsminister Schwedens war.[1]

Im Jahr 1962 trat er der von Friedrich Hayek gegründeten Mont Pelerin Society bei. Später wurde er Präsident der schwedischen Reichsbank und Vorsitzender des Vergabekomitees für den von der Reichsbank gestifteten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Lundberg-Lag[Bearbeiten]

Das nach ihm benannte ökonomische Modell beschreibt die verzögerte Reaktion (time-lag) der Konsumgüterproduktion auf eine Veränderung der Konsumausgaben. Diese Annahmen basieren auf der Voraussetzung, dass die Unternehmer die Produktionsmenge für die laufende Periode an den Absatzzahlen der Vorperiode ausrichten.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Örjan Appelqvist: Gunnar Myrdal i svensk politik 1943–1947 – En svensk Roosevelt och hans vantolkade nederlag. In: NORDEUROPAforum 1999:1, S. 33-51, (Zusammenfassung.)
  2. Bernhard-Harms-Preis. ifw-kiel.de, abgerufen am 15. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten]