Institut für Weltwirtschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Institut für Weltwirtschaft
an der Universität Kiel
Institut für Weltwirtschaft  an der Universität Kiel
Logo des Instituts
Kategorie: An-Institut
Träger: keiner (rechtlich selbstständige SöR)
Mitgliedschaft: Leibniz-Gemeinschaft
Standort der Einrichtung: Kiel
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Wirtschaftswissenschaft
Grundfinanzierung: Bund (50 %), Länder (50 %)
Leitung: Dennis J. Snower[1]
Mitarbeiter: ca. 160
Homepage: www.ifw-kiel.de
Das Institut mit Bibliotheksanbau

Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) in Kiel ist ein Zentrum weltwirtschaftlicher Forschung. Es zählt zu den sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten, die als Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft zu gleichen Teilen vom Bund und der Gemeinschaft der Bundesländer finanziert werden. Das IfW ist ein An-Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und kooperiert insbesondere mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, ist aber rechtlich und wissenschaftlich eigenständig. Seit dem 1. Januar 2007 ist das Institut eine unabhängige Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Schleswig-Holstein. Es beschäftigt ca. 160 Personen, davon über 80 Wissenschaftler. Präsident seit Februar 2007 ist Dennis J. Snower.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Kaiserzeit und Weimarer Republik[Bearbeiten]

Das Institut wurde am 18. Februar 1914 – zeitgleich zum 25. Jahrestag der Thronbesteigung von Kaiser Wilhelm II – im Schloßgarten 14 als Königliches Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gegründet und am 20. Februar eröffnet. 1919 erwarb es mit Hilfe seiner Fördergesellschaft das Kruppsche Anwesen „Seebadeanstalt“ an der Kieler Förde, bezog im Frühjahr 1920 diese Räumlichkeiten und erhielt im Januar 1934 seine heute gültige Bezeichnung.

Als ein selbständiger Teil der Christian-Albrechts-Universität Kiel („An-Institut“) hatte es die wissenschaftliche Erforschung der weltwirtschaftlichen Beziehungen zur Aufgabe, was angesichts der damaligen Ausrichtung auf die jeweiligen Nationalökonomien ein Novum darstellte. Der erste Direktor, Bernhard Harms, leitete den Aufbau einer Forschungsbibliothek ein, die ab 1924 vom langjährigen Direktor der Bibliothek, Wilhelm Gülich systematisch zur weltweit größten Fachbibliothek auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften weiter geführt wurde. Darüber hinaus widmete sich Harms der Herausgabe verschiedener Zeitschriften und der Errichtung eines Wirtschaftsarchivs. Harms legte von Anfang an großen Wert auf die Verbindung von Forschung und Praxis sowie die Weitervermittlung an Studierende. Die Erforschung internationaler Zusammenhänge unter nationaler Zielsetzung führte im Ersten Weltkrieg dazu, dass im IfW die wirtschaftlichen Maßnahmen der Gegner Deutschlands durch Anlegung eines Kriegsarchivs in den Mittelpunkt gestellt wurden und sowohl ein finanzieller als personeller Ausbau erfolgte.

In der Weimarer Republik erarbeitete sich das IfW über Kiel hinaus einen Ruf als kompetente Stelle für internationale Wirtschaftsfragen. Einen wesentlichen wirtschaftstheoretischen Impuls auf dem Gebiet der Konjunkturtheorie und der konjunkturpolitischen Steuerung erhielt das Institut durch die Gründung der Abteilung für Statistische Weltwirtschaftskunde und internationale Konjunkturforschung (Astwik-Abteilung) im Jahre 1926, deren Leiter Adolf Löwe zusammen mit Mitarbeitern wie Gerhard Colm, Hans Neisser, Jacob Marschak und Wassily Leontief international hoch beachtete Forschungsergebnisse veröffentlichte.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Kurz nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden jüdische und sozialdemokratische Mitarbeiter aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ (am 7. April 1933 erlassen) mit sofortiger Wirkung beurlaubt und aus dem Institut vertrieben. Dies traf in erster Linie die Mitarbeiter der Astwik-Abteilung, von denen viele in die USA emigrierten und dort wichtige Lehrstühle aufbauten. Die Vertreibung der Wissenschaftler erfolgte teilweise unter tätiger Mithilfe ihrer eigenen Kollegen und ermöglichte diesen Tätern in der Folge entscheidende Karrieresprünge. Zudem kamen neue Wissenschaftler ans Institut, von denen sich eine Reihe später aktiv an der deutschen Vernichtungspolitik beteiligten (u.a. Helmut Meinhold, Otto Ohlendorf).

Bernhard Harms, der anfangs noch die NS-Machtübernahme begrüßte, blieb zuerst noch Institutsleiter, widersetzte sich kurzzeitig der Vertreibung der jüdischen Mitarbeiter des IfW durch die SA und gab im Juni die Leitung aufgrund massiven Drucks auf. Formal behielt er die Professur an der Universität, wirkte aber faktisch bis zu seinem Tod 1939 nur noch als Honorarprofessor in Berlin. Nachfolger von Harms wurde im September der junge, zu der Zeit nationalsozialistisch gesinnte, Professor Jens Jessen, der gleichzeitig eine der durch die nationalsozialistischen Säuberungen freigewordene Professorenstelle übernahm. Als Jessen in Auseinandersetzungen mit anderen Nationalsozialisten Opfer einer Intrige wurde, musste er im Juli 1934 den Vorsitz aufgeben. Über die Universität Marburg wechselte er nach Berlin und wurde dort Ordinarius an der Berliner Handelshochschule. Auf Jessen folgte vom Juli 1934 bis November 1945 der langjährige Mitarbeiter von Bernhard Harms, Andreas Predöhl. Predöhl wurde 1937 Mitglied der NSDAP und unter seiner Leitung erfolgte eine stärkere Anbindung an die Universität, deren Rektor er von 1942 bis 1945 wurde. Es fand keine „Säuberung“ der Institutsbibliothek von jüdischen Autoren statt und bis weit in den Zweiten Weltkrieg wurde ausländische Literatur angekauft. Unter der Leitung von Predöhl folgten die Kieler Expertisen einem praxisorientierten völkischen Wissenschaftsbegriff, „der Volkswirtschaft als Dienst am ‚Volkskörper‘ begriff.“ (Petersen 2009, S. 67f). So wurde im IfW ab 1939 der Ausrichtung auf den „Großraum“ zentrale Bedeutung zugemessen. Hierbei handelte es sich um eine Konzeption, die sich auf Autonomie und Autarkie Deutschlands bezog und nichts weniger war „als eine wirtschaftswissenschaftliche Grundlegung für ein deutsch beherrschtes Europa“. (Petersen 2009, S. 69). Bis 1945 fertigte das Institut über 2.000 Geheimgutachten für Wehrmacht, Ministerien, Großbanken und Industrieunternehmen. Das IfW übernahm ab 1942/43 die führende Rolle in allen Auslandsfragen der Wirtschaftswissenschaften und erhielt das Monopol auf alle kriegswichtigen Forschungsarbeiten für das Feldwirtschaftsamt, das ehemalige Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt. Die Erstellung der Gutachten folgte sowohl kurzfristig aufgrund von aktuellen nationalsozialistischen Expansionsplänen als auch längerfristigen Plänen für eine „Großraumwirtschaft“ in den noch zu erobernden Gebieten und waren damit ein Bestandsteil der NS-Kriegsführung. Eine umfassende Analyse der Arbeiten des Instituts zwischen 1933 und 1945 steht noch aus. Gegen Ende des Krieges wurde der gesamte Bibliotheksbestand nach Ratzeburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) ausgelagert und entging so der Vernichtung durch Bombentreffer, die Teile der Institutsgebäude sowie des Archives trafen. Im November 1945 setzten die britischen Besatzungsbehörden Predöhl als Leiter des Instituts ab, beließen ihn aber als Professor an der Universität Kiel. 1953 wechselte er an die Universität Münster, wo er 1974 im Alter von 80 Jahren starb.

Nachkriegszeit bis heute[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm zunächst Friedrich Hoffmann kommissarisch die Institutsleitung, gefolgt 1948 von Fritz Baade (1893–1974), der sich vor allem der weltwirtschaftlich ausgerichteten Agrar- und Ernährungsforschung widmete. Unter seiner Leitung und dank seiner guten Kontakte in die USA und andere Länder konnte das IfW wieder an die internationale Forschungsgemeinschaft herangeführt werden und seine Rolle als ein bedeutendes Zentrum der Weltwirtschaftsforschung mit umfangreicher Bibliothek und einem Wirtschaftsarchiv ausbauen.

In der frühen Nachkriegszeit beförderten alle Verantwortlichen im IfW die Sichtweise, dass sich das Institut im Nationalsozialismus einer „unpolitischen Weltwirtschaftsforschung“ verschrieben habe. Dementsprechend gab es praktisch keine Selbstkritik geschweige denn Bedauern über das Handeln des Instituts gegenüber den 1933 vertriebenen Mitarbeitern. Harald Hagemann (Zerstörung, S. 334) nennt den Umgang des IfW mit seinen vertriebenen Mitarbeitern nach 1945 "skandalös" und urteilt, dass das Institut nach 1945 von einem "merkwürdigen Gedächtnisverlust" befallen gewesen sei. Dementsprechend kann geurteilt werden, dass eine Institutsgeschichte, die sich auf neuesten Forschungsstand mit der eigenen Vergangenheit beschäftigt, noch aussteht.

1961 folgte auf Fritz Baade Erich Schneider (1900–1970) als Direktor des Instituts. Als führender Nachkriegsvertreter der keynesianischen Theorie in Deutschland und Autor des mehrbändigen Lehrbuchbestsellers „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“ band er das Institut deutlicher als Fritz Baade an die universitäre Forschung und Lehre an, mit der Folge, dass unter seiner Ägide viele Mitarbeiter später Lehrstühle an deutschen Universitäten besetzten. 1964, zum 50. Jubiläum des IfW, rief er den Bernhard-Harms-Preis ins Leben. Erster Preisträger wurde der ehemalige Mitarbeiter, spätere Professor, Berater des US-Präsidenten Harry S. Truman und Verantwortlicher für die Konzeption der deutschen Währungsreform von 1948, Gerhard Colm.

1969 wurde Herbert Giersch (1921–2010) Direktor und später Präsident des IfW. In seine Zeit (bis 1989) fielen große weltwirtschaftliche Brüche (Kollaps des Bretton-Woods-Systems, Ölkrisen 1973/74 und 1979/80, Aufstieg von Entwicklungs- und Schwellenländern als Anbieter von Industriegütern), die fortan Forschung und Politikberatung des IfW entscheidend prägten. Giersch festigte die Rolle des IfW in der Politikberatungslandschaft Deutschlands als führender Kopf des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Kontroversen mit der Politik um adäquate Antworten auf weltwirtschaftliche Herausforderungen blieben in der Folgezeit nicht aus, da das Institut in wichtigen Fragen wie der flexibler Wechselkurse, der Geld- und Beschäftigungspolitik oder auch der Strukturpolitik Empfehlungen gab, die die offizielle Wirtschaftspolitik nicht teilte. Unter Giersch setzte das IfW deutliche Akzente hin zu anwendungsorientierter weltwirtschaftlicher Forschung, beispielsweise im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 86 „Weltwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen“.

1989 löste Horst Siebert (1938–2009) Giersch als Präsident ab. Auch in seine Zeit fielen große Umwälzungen, wie der Zusammenbruch der sozialistischen Volkswirtschaften, die deutsche Wiedervereinigung, der Aufstieg Chinas zur Weltwirtschaftsmacht, die großen informationstechnologischen Innovationen, aber auch die Diskussionen um Reformen auf dem Arbeitsmarkt sowie der Sozialsysteme und nach einem nachhaltigen Umgang mit Umweltressourcen. Siebert war bis zu seinem Ausscheiden aus dem Institut 2003 auch Mitglied des Sachverständigenrats und prägte mit großer Medienpräsenz und durch viele Veröffentlichungen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Fragestellungen das Bild des Instituts in der Öffentlichkeit. Das IfW stärkte unter seiner Ägide insbesondere die umwelt- und ressourcenökonomische Forschungskompetenz sowie die Forschung zu internationalen Finanzmärkten. Siebert hatte die Präsidentschaft bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2003 inne.

Nach einer Übergangszeit von 18 Monaten, die durch Schwierigkeiten in der Nachbesetzung der Präsidentenfunktion gekennzeichnet war, übernahm Dennis J. Snower (* 1950) im Oktober 2004 als erster nicht-deutscher Leitender Wissenschaftler eines der führenden Forschungsinstitute die Präsidentschaft des IfW. Er setzte tiefgreifende Reformen in der internen Organisation, des Managements und der Aufgabenstellung des IfW um und führte Veranstaltungen wie den Weltwirtschaftlichen Preis und das 'Global Economic Symposium' ein. Beide stehen für die Mission des Instituts, ein Kompetenzzentrum für Forschung, Politikberatung und Ausbildung in gesellschaftlich drängenden Fragen der Weltwirtschaft zu sein und eine Balance zwischen Netzwerk und Standort zu finden.

Das IfW ist an Diagnosen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und an der Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute beteiligt. Zum IfW gehörte die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW), die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007 in eine unabhängige Stiftung des öffentlichen Rechts umgewandelt wurde und gleichzeitig die Bibliothek des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs integrierte.

Publikationen[Bearbeiten]

Das IfW Kiel gibt die referierte Fachzeitschrift Review of World Economics heraus, die 1913 unter dem Namen Weltwirtschaftliches Archiv gegründet wurde. Sie erscheint einmal im Quartal im Springer-Verlag und widmet sich speziell empirischen Studien zum Thema Weltwirtschaft[2]

Die Zeitschrift „Economics“ erscheint ausschließlich elektronisch und kostenfrei. Artikel werden neben professionellen Refeeres auch von registrierten Lesern begutachtet.[3]

Der „Kiel Policy Brief“ wird vom Zentrum Wirtschaftspolitik herausgegeben und veröffentlicht deutsch- und englischsprachige Working Paper.[3]

Längere Diskussionsbeiträge wie der Kieler Subventionsbericht erscheinen in der Reihe „Kieler Diskussionsbeiträge“.[3]

Die Reihe „Kieler Arbeitspapiere“ veröffentlicht Manuskripte in einer vorläufigen Fassung.[3]

Artikel, die sich der Politikberatung widmen, werden seit 2008 in der Reihe „Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik“ veröffentlicht.[3]

Das Zentrum Public Relations gibt zwei Reihen heraus: Stellungnahmen und Essays finden sichm im „IfW-Fokus“, während der „IfW brief“ Forschungsergebnisse, Standpunkte des IfW, aktuelle Prognosen sowie Termine des Instituts veröffentlicht werden. Beide Medien richten sich an die Öffentlichkeit und sind Teil der Öffentlichkeitsarbeit des Instituts.[4]

Nicht mehr herausgegeben werden die Reihen „Kiel Economic Policy Papers“ und „Kieler Studien“.[3]

In dem nach Zitierungen geordnetem Ranking für Wirtschaftsforschungsinstitute vom Projekt RePEc wurde das IfW im Mai 2013 auf dem 193. Platz (weltweit) geführt.[5]

Veranstaltungen und Aktivitäten[Bearbeiten]

Zusammenarbeit mit der Christian Albrecht Universität zu Kiel[Bearbeiten]

Es werden regelmäßig Lehrveranstaltungen des IfW im Rahmen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt. Des Weiteren ermöglicht das IfW Studenten direkt an dem IfW zu promovieren. Zudem unterstützt das IfW Studenten durch Stipendien und durch weiterführende Praktika, Ausbildungs- und Forschungsprogramme.

Summer School on Economic Policy[Bearbeiten]

Das IfW veranstaltet jährlich die Kiel Institute Summer School on Economic Policy mit internationalen Gastrednern.

Global Economic Symposium (GES)[Bearbeiten]

Das IfW organisiert in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften das jährlich stattfindende The Global Economic Symposium. Das Global Economic Symposium findet alternierend zwischen Deutschland und dem Ausland statt. Das Global Economic Symposium fand erstmals im Jahr 2008 in Plön statt. Die Austragungsorte des Global Economic Symposium waren Plön (2008, 2009), Istanbul (2010), Kiel (2011) und Rio de Janeiro (2012). Austragungsort des sechsten Global Economic Symposium 2013 ist Kiel. Direktor des Global Economic Symposium ist Dennis J. Snower.[6]

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

Der „Weltwirtschaftliche Preis“ jährlich an je einen Politiker, einen Wirtschaftswissenschaftler und einen Unternehmer verliehen.[7] Ehrengastredner waren unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen A.D. und Bundespräsident A.D. Horst Köhler. Den Weltwirtschaftlichen Preis erhielt unter anderem Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, Frankfurt (2011), Paul R. Krugman, Nobelpreisträger, Princeton University (2010), Wendelin Wiedeking, Vorsitzender des Vorstandes der Ferdinand Porsche AG (2005).
Der „Bernhard-Harms-Preis“ wird in Erinnerung an den Gründer des Instituts, Bernhard Harms, vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit verliehen, die sich durch hervorragende Leistungen auf dem Gebiet weltwirtschaftlicher Forschung ausgezeichnet hat.[8]
Der „IfW Excellence Award“ wird an junge Wissenschaftler in der weltwirtschaftlichen Forschung vergeben. Sie erhalten neben einem Stipendium auch intellektuelle und organisatorische Unterstützung.[7]
Der „Take-Maracke Förderpreis für Wirtschaftswissenschaften in Kiel“ (kurz: Take-Maracke-Preis) wird seit dem Wintersemester 2006/2007 für herausragende Seminararbeiten von VWL- & BWL-Studenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verliehen. Stifter sind der Wirtschaftswissenschaftliche Club des Instituts für Weltwirtschaft und die Kanzlei Take-Maracke & Partner. Der Preis ist mit 1 000 € dotiert.[9]
Die „Bernhard-Harms-Medaille“ wird seit 1980 in unregelmäßigen Abständigen an Personen verliehen, die sich um das Institut für Weltwirtschaft und die Forschung in der Tradition von Bernhard Harms verdient gemacht haben. Die letzten Preisträger sind Otmar Issing und Helmut Hesse, die den Preis im Jahr 2004 erhielten.[10]
  • Ehrensenator/in des Instituts für Weltwirtschaft
Als Ehrensenator oder der Ehrensenatorin des Instituts für Weltwirtschaft werden Personen berufen, die mit herausragenden Beiträgen den Dialog zwischen Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung verbessert haben. Der Titel wurde bisher nur einmal im Sommer 2007 an Angelika Volquartz, Hans Driftmann und John Feldmann vergeben.[11]

Wissenschaftler[Bearbeiten]

Folgende Personen sind oder waren in besonderer Weise mit dem IfW verbunden.

Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft[Bearbeiten]

Weitere Wissenschaftler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arbeitskreis Asche-Prozeß: Antifaschistische Stadtführungen. Kiel 1933–1945. Stationen zur Geschichte des Nationalsozialismus in Kiel. Kiel 1998, S. 38 f.
  • Harald Czycholl: 100 Jahre Institut für Weltwirtschaft. Wachholtz Verlag, Neumünster 2014 ISBN 978-3-529-06365-7.
  • Christoph Dieckmann: Wirtschaftsforschung für den Großraum. Zur Theorie und Praxis des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und des Hamburger Welt-Wirtschafts-Archivs im „Dritten Reich“. In: Modelle für ein deutsches Europa. Ökonomie und Herrschaft im Großwirtschaftsraum. Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik, Bd. 10 (1992), S. 146–198.
  • Hans-Georg Glaeßer: Christian Bernhard Cornelius Harms. In: Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten. Hgg. von Hans F. Rothert. Neumünster 2006, S. 123–126.
  • Harald Hagemann: Zerstörung eines innovativen Forschungszentrums und Emigrationsgewinn. Zur Rolle der „Kieler Schule“ 1926–1933 und ihrer Wirkung im Exil, in: ders. (Hg.) Zur deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933, Marburg 1997.
  • Harald Hagemann: Weltklasse für sieben Jahre. Die Konjunkturabteilung des Instituts für Weltwirtschaft 1926–1933, in: Christiana Albertina. Forschungen und Berichte aus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Heft 67, November 2008, S. 52–70.
  • Hochstätter: Karl Schiller – eine wirtschaftspolitische Biographie. Saarbrücken 2008.
  • Fünfzig Jahre Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel. Reden und Ansprachen anläßlich des Festakts am 18. Februar 1964 im Stadttheater Kiel. Kiel 1964.
  • Torben Lütjen: Karl Schiller (1911–1994). „Superminister“ Willy Brandts. Bonn 2007.
  • Frank Omland: Institut für Weltwirtschaft. In: Kiel-Lexikon. Kiel 2010 (im Erscheinen).
  • Hans-Christian Petersen: Expertisen für die Praxis. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft 1933 bis 1945. In: Christoph Cornelißen / Carsten Mish (Hg.), Wissenschaft an der Grenze. Die Universität Kiel im Nationalsozialismus. Essen 2009.
  • Rolf Seeliger: Braune Universität. Deutsche Hochschule gestern und heute. München 1968.
  • Ralph Uhlig (Hrsg.): Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität Kiel nach 1933, Frankfurt am Main 1992.
  • Anton Zottmann: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel 1914–1964, Kiel 1964.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Präsidium. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  2. Review of World Economics. Weltwirtschaftliches Archiv. ifw-kiel.de, abgerufen am 22. Juni 2013.
  3. a b c d e f Publikationen. ifw-kiel.de, abgerufen am 22. Juni 2013.
  4. IfW brief. ifw-kiel.de, abgerufen am 22. Juni 2013.
  5. Wirtschaftsforschungsinstituts-Ranking von IDEAS/RePEc Top 10% Economic Institutions, as of May 2013. IDEAS.RePEc.org, abgerufen am 22. Juni 2013 (englisch).
  6. The GES Team. global-economic-symposium.org, abgerufen am 13. Juni 2013 (englisch).
  7. a b Preise und Auszeichnungen. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  8. Bernhard-Harms-Preis. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  9. Take-Maracke-Preis. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  10. Bernhard-Harms-Medaille. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  11. Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren. ifw-kiel.de, abgerufen am 13. Juni 2013.

54.33887110.156223Koordinaten: 54° 20′ 20″ N, 10° 9′ 22″ O