Faʻafafine

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Eine Faʻafafine ist in der Kultur Polynesiens, vor allem in Samoa, eine Person, welche körperlich männlichen Geschlechts ist, aber sozial als Frau betrachtet wird.

Der Begriff Faʻafafine setzt sich aus dem Präfix „faʻa“ (in der Art und Weise, wie) und dem Wort „fafine“ (Frau) zusammen. Die Faʻafafines sind das Ergebnis einer Erziehung auf die weibliche Geschlechterrolle hin. Ihre gesellschaftliche Aufgabe ist klar definiert. Sie sollen die Familie unterstützen, für die Kinder sorgen, sich um den Haushalt kümmern und die Alten und Kranken der Familie versorgen.[1]

Die Faʻafafines werden auf Samoa als eigenständiges Geschlecht behandelt und gelten nicht als homosexuell. Der Partner kann ein Mann, eine Frau oder eine andere Faʻafafine sein.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Julia O’Malley: Faʻafafine: Born a boy, but raised a girl; in: The Honolulu Advertiser, 26. August 2007 (englisch; pdf, 238 kB)
  2. Johanna Schmidt: Intersections: Redefining Faʻafafine: Western Discourses and the Construction of Transgenderism in Samoa; Februar 2008