Fabienne Pakleppa

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Fabienne Pakleppa (* 27. September 1950 in Lausanne, Schweiz) ist eine Schweizer Schriftstellerin.

Obwohl in der französischsprachigen Schweiz aufgewachsen, schreibt sie ausschließlich in Deutsch, der Sprache, wegen der sie einmal in der Schule sitzenblieb. Nach dem Abitur 1970 studierte sie Germanistik, Romanistik und Philosophie in Genf. Seit 1972 lebt sie in Deutschland, zunächst in Heidelberg, seit 1976 in München. Sie ging verschiedenen Tätigkeiten, vor allem in der Psychiatrie und in der Filmbranche, als Französischlehrerin, Dozentin bei der Volkshochschule, Übersetzerin, Lektorin und Journalistin nach. Seit 1990 lebt sie vor allem als Schriftstellerin, auch als Ghostwriter[1].

Werke[Bearbeiten]

  • Himmelsjäger, Roman, Phantastische Bibliothek Suhrkamp 1993 ISBN 3-51838-714-6
  • Die Aufsässigen, Roman, Insel Verlag 1995 ISBN 3-45816-687-4
  • Schließ die Augen, Kurzgeschichtensammlung, Attika Verlag 1997
  • Die Birke, Roman, Luchterhand Verlag 1999 ISBN 3-63087-031-7
  • LustOpfer (F. Pakleppa, Volker Derlath) 2002 ISBN 3-93403-683-X
  • Mein unverschämter Liebhaber, erotische Kurzgeschichten, Heyne Verlag 2000 ISBN 3-45319-532-9
  • Marben, Ashti (Irak) Im Schatten des Diktators. Mein Leben im Irak aufgezeichnet von Fabienne Pakleppa. Ullstein-Verlag 2003 ISBN 3-548-36470-5
  • Als ob der Schnee alles zudeckte. Eine Krankenschwester erinnert sich von Ingeborg Ochsenknecht, aufgezeichnet von Fabienne Pakleppa, Econ Verlag 2004 ISBN 3-430-17245-4
  • Die Welt in meinen Händen. Ein Leben ohne Hören and Sehen. von Peter Hepp, mit Margherita Hepp und Fabienne Pakleppa, List Verlag 2005 ISBN 3-471-79534-0
  • Peter Wirt geht baden, Roman
  • Sucht. Therapiebericht in 10 Sitzungen. Hörspiel. Regie: Klaus Dieter Pittrich. Prod.: WDR, 1995.
  • Durchhalten . Hörspiel, Prod.: SWR, 1999
  • Dachschaden. Hörspiel. Prod.: SWR, 2001.
  • In vino veritas. Hörspiel. Prod.: SDR, 2002
  • Ahnenforschung. Hörspiel. Prod.: SDR 2003

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

„Die Mechanismen von Macht, Anpassung und Verweigerung schildert Fabienne Pakleppa, als wäre das Buch ein Nachklapp zum verflossenen Arbeiter- und Bauern-Staat; auch dort wurde ja rausgeworfen oder rausgeekelt, wer sich als allzu renitent erwies. Da die Autorin aber in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, kann solch kurzschlüssige Sichtweise dem Buch wohl kaum gerecht werden. Die Aufsässigen handelt von der Pervertierung der Macht und der Gesellschaft; sehr pessimistisch läßt Pakleppa die Welt an den Menschen zugrundegehen, und die Menschen gleich mit. Der Geschlechtsverkehr ist nur noch ein ebenso häufiger wie erfolgloser Versuch von Liebe... Die Welt ist schon untergegangen. Wir haben es bloß noch nicht bemerkt.“

Karsten Kruschel über Die Aufsässigen: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1998, Heyne, München, ISBN 3-453-13313-7, S. 798f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spurensuche im Leben[1]

Weblinks[Bearbeiten]