Fjodor Sologub

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Fjodor Sologub (1913)

Fjodor Sologub (eigentlich Fjodor Kusmitsch Teternikow; russisch Фёдор Сологуб, wiss. Transliteration Fëdor Sologub; * 17. Februarjul./ 1. März 1863greg. in Sankt Petersburg; † 5. Dezember 1927 Leningrad) war ein russischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Sologub war 25 Jahre lang Lehrer in der Provinz und in St. Petersburg.

Sologubs dem Symbolismus verpflichtete Dichtung ist geprägt von seiner fast krankhaft düsteren, dämonisierenden Sicht einer vom Satan beherrschten Welt, in der die Menschen sich selbst die schlimmsten Teufel sind. Das gilt sowohl für die formal strenge, phantastische Visionen und Beschwörungen bevorzugende, gelegentlich aber auch politisch engagierte Lyrik (Der Flammenkreis, 1908) wie für die Erzählungen, Novellen und Romane, die das Thema der Dämonie häufig mit denen der Liebe und des Todes verbinden (Der Stachel des Todes, 1904; Tod nach der Annoncen 1907; Die trauernde Braut, 1908).

Daneben spielt für den mit der Welt des Kindes vertrauten Lehrer die kindliche Erfahrung, besonders als Angstzustand, eine wichtige Rolle (In der Menge, 1907). Hierher gehört auch sein bedeutendstes Werk, der Roman Der kleine Dämon (1905; dt. 1909), dessen Zentralfigur, ein sadistischer Lehrer an einem Provinzgymnasium, zu den fesselndsten, an Nikolai Gogol, Michail Saltykow-Schtschedrin, aber auch Edgar Allan Poe anknüpfenden Gestaltungen des Boshaft-Banalen gehört.

Sologub erkrankte im Jahre 1925 und starb nach mehreren Monaten des Leidens. Er wurde auf dem Smolensker Friedhof in Leningrad bestattet.

Werke[Bearbeiten]

Romane:

  • Der kleine Dämon (1905, dt. 1909)
  • Eine Legende im Werden, 3 Bde. (1908-12; dt. 2 Bde., 1913, u. d. T. Totenzauber)
  • Süßer als Gift (1908; dt. 1922)

Erzählungen:

  • Schatten (1896; dt. 1912)

Gedichtsammlungen:

  • Gedichte (1896)
  • Blauer Himmel (1921)

Drama:

  • Triumph des Todes (1907)

Ausgaben:

  • Ges. Werke, 20 Bde., russ. (1913ff.)

Deutsche Übersetzungen:

  • Märchen (1908, 1948)
  • Fabeln u. Märchen (1917)
  • Meisternovellen (1960).

Weblinks[Bearbeiten]