Fliegender Flugzeugträger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Fliegender Flugzeugträger bezeichnet ein Luftfahrzeug, das eines oder mehrere andere Luftfahrzeuge trägt und dieses an seinem Einsatzort, beispielsweise einer bestimmten Höhenregion oder über einem bestimmten Ort zum selbständigen Weiterfliegen entlässt.

Realisierte Projekte[Bearbeiten]

Bisher wurden nur wenige Träger dieses Konzeptes realisiert. Folgende sind bekannt:

John Cyrill Porte konstruierte 1916 ein Doppeldecker-Flugboot so um, dass es auf dem oberen Tragflügel ein Bristol Scout-Jagdflugzeug zur Bekämpfung angreifender Luftschiffe befördern konnte.
Porte Baby mit aufgesetzter Bristol Scout
USS Akron (ZRS-4) und USS Macon (ZRS-5), Starrluftschiffe der United States Navy mit vier bzw. fünf speziell umgebauten Aufklärungsflugzeugen (u. a. Curtiss F9C Sparrowhawk) die auch wieder am Luftschiff ankoppeln konnten. (Erbaut 1931 bzw. 1933)
Aussetzen eines Aufklärers von der USS Akron
Flugboot Short S 21 Mayo mit Wasserflugzeug Short S 20 Mercury als „Short Mayo Composite“, um die als Transatlantik-Postflugzeug schwer beladene Mercury-Maschine auf eine für den selbständigen Weiterflug geeignete Höhe zu bringen. Erstflug am 27. Juli 1937.
Lastensegler DFS 230, gelegentlich in der „Mistelkombination“ mit Flugzeugen der Typen Fw 56, Klemm Kl 35 oder Bf 109 zum Transport an den Einsatzort erprobt. Das 1940 entwickelte Konzept wurde jedoch nicht einsatzreif.
„Mistelgespann“ mit Ju 88 als Träger
Anfang bis Ende der 1930er Jahre experimentierte man in der UdSSR mit einer speziellen Version der Tupolew TB-3 die mehrere Jagdflugzeuge auf oder unter den Tragflächen aufnehmen konnte. Diese Sweno setzten die Russen auch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fliegende Flugzeugträger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien