Fobos

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Marssonde Fobos

Fobos 1 und Fobos 2 (russisch Фобос) sind die Namen zweier sowjetischer Raumsonden aus dem Jahr 1988. Die Sonden sollten den Marsmond Phobos erkunden. Beide gingen jedoch verloren, bevor sie ihr Ziel erreichten.

Mission[Bearbeiten]

Ziel des Projekts war die Entsendung zweier Sonden in eine Marsumlaufbahn für etwa einen Monat. Danach sollten beide Orbiter den Marsmond Phobos ansteuern, ihn umkreisen und eine Landeeinheit sowie einen „Springer“ (nur Fobos 2) absetzen. Als Partner holte die Sowjetunion die (zu diesem Zeitpunkt noch rein west-)Europäische Weltraumorganisation (ESA) mit ins Boot, ein Ausdruck der Perestroika unter Gorbatschow. Daneben war mit der DDR auch ein Ostblockstaat beteiligt.

Verlauf[Bearbeiten]

Fobos 1[Bearbeiten]

Am 7. Juli 1988 startete Fobos 1, doch brach der Kontakt zu dieser Sonde bereits am 2. September 1988 ab. Bei einer Kontaktaufnahme war einige Tage zuvor versehentlich ein Code übermittelt worden, der fälschlicherweise die Steuertriebwerke abschaltete. Da dadurch die Solarzellen nicht mehr zur Sonne ausgerichtet wurden, erschöpften sich die Batterien.[1]

Fobos 2[Bearbeiten]

Die Schwestersonde Fobos 2 startete am 12. Juli 1988 und erreichte eine Marsumlaufbahn am 28. Januar 1989. Einige Daten und Bilder vom Mars wurden zur Erde übertragen, bevor die Sonde Phobos ansteuerte. Kurz vor dem Rendezvous brach der Kontakt am 27. März 1989 ab. Was blieb, waren die bis dahin gesammelten Messergebnisse und Detailaufnahmen von Phobos.

Fobos 2 war die letzte planetare Raumfahrtmission der Sowjetunion. Weitere geplante Missionen entfielen aufgrund des Umbruchs im Ostblock nach 1989.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRalph Hartley: Phobos 1 & 2 computer failures. In: SCIENCE Vol 245. SCIENCE, 8. September 1989, S. 1045, abgerufen am 13. Mai 2009 (englisch).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]