François-André Vincent

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adélaïde Labille-Guiard: Porträt von François-André Vincent, Öl auf Leinwand, 1795

François-André Vincent (* 30. Dezember 1746 in Paris; † 4. August 1816 ebenda) war ein französischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

François-André Vincent war der Sohn des Schweizer Malers François-Elie Vincent (1708–1790). Seine ersten Zeichenstunden erhielt er bei seinem Vater, der ihm eindringlich zur Fortsetzung des Studiums bei dem Maler Joseph-Marie Vien riet. Vincent reiste nach Italien, wo er 1768 in Rom den Prix de Rome gewann. Wieder zurück in Frankreich studierte er zwischen 1771 und 1775 an der Académie de France.

Im Jahre 1790 wurde Vincent Hofmaler des französischen Königs Ludwig XVI. und zwei Jahre später zum Professor an der Académie royale de peinture et de sculpture ernannt. Zusammen mit Jacques-Louis David und Jean-Honoré Fragonard gehörte er zu der neoklassischen Bewegung in der französischen Kunst. Im Jahr 1795 war Vincent einer der Gründungsmitglieder der Académie des Beaux-Arts.

Zwischen 1792 und 1796 lebte Vicent mit seiner ehemaligen Schülerin und Lebensgefährtin Adélaïde Labille-Guiard in einem gemeinsam erworbenen Haus in Seine-et-Marne. Aufgrund des neuen Eherechts konnte sie sich am 12. Mai 1793 von ihrem Mann, den Steuerbeamten Nicolas Giuard, scheiden lassen. Am 8. Juni 1799 heiratete er seine Jugendfreundin. Allerdings dauerte die Ehe nur vier Jahre, da Madame Vincent, wie sie nun hieß, 1803 in Paris verstarb. Zum Ende seines Lebens konnte er aus gesundheitlichen Probleme kaum noch malen. Unter seinem Schülern waren, unter anderem Pierre-Nolasque Bergeret, Charles Thévenin, François-Joseph Heim, Mathieu Ignace van Brée, Charles Paul Landon und Isabelle Pinson.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: François-André Vincent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien