Francesco Bartolomeo Conti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Francesco Bartolomeo Conti (* 20. Januar 1681 in Florenz; † 20. Juli 1732 in Wien) war ein italienischer Theorbenspieler und Komponist des Spätbarock.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Bereits in den Jahren 1699 bis 1701 war Conti, der in Diensten Kardinals Francesco Maria de’ Medici stand, über seine Heimatstadt hinaus bekannt, unter anderem in Mailand und Florenz. Der so erlangte Ruf ermöglichte es ihm wahrscheinlich ab 1701, zur Zeit Kaiser Leopolds I., in der Wiener Hofkapelle eine Anstellung als Hilfstheorbist zu erhalten. 1705 verließ er Wien und reiste mit Giovanni Bononcini nach Berlin und London, wo dieser Aufführungen seiner Opern leitete. Conti konnte so Erfahrungen im Opernbetrieb sammeln, die ihm später dienlich waren. Wieder in Wien, wurde Conti 1708 erster Theorbist der Hofkapelle, 1711 wurde er zum Vize-Kapellmeister und 1713 als Nachfolger von Johann Joseph Fux zum Hofkomponisten ernannt. 1726 wurde er in die angesehene Accademia Filarmonica von Bologna aufgenommen. Johann Joachim Quantz äußerte sich über Conti: „Ein erfindungsreicher und feuriger, obgleich manchmal etwas bizarrer Komponist“. Ein Sohn, Ignazio Maria Conti (1699–1759) war Theorbist in der Wiener Hofkapelle.

Werk[Bearbeiten]

Conti verband erfolgreich den neuen neapolitanischen Opernstil mit der Wiener Operntradition. Er trat vor allem durch seine 24 Bühnenkompositionen hervor. Zu seinen Kompositionen zählen mehrere Instrumentalwerke und die erste bekannte Sonate für Solo-Mandoline, zahlreiche Kantaten (darunter seine von Bach bearbeitete Solokantate „Languet anima mea“) und die tragisch-komische Oper Don Chisciotte in Sierra Morena.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]