Apostolo Zeno

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Apostolo Zeno (* 11. Dezember 1668 in Venedig; † 11. November 1750 in Venedig) war ein italienischer Gelehrter, Dichter und Librettist.

Apostolo Zeno

Leben[Bearbeiten]

Zeno befasste sich intensiv mit Geschichte, Philologie und Münzkunde und war Mitbegründer der Accademia degli Animosi (1691), die sich die Wiederherstellung des „guten Geschmacks“ zum Ziel setzte, sowie der Vierteljahreszeitschrift Giornale de’ letterati d’Italia (1710). Daneben schrieb er ab 1696 Opernlibretti für Venedig, Mailand und Pratolino, z.T. in Zusammenarbeit mit Pietro Pariati. Obwohl diese Werke einen großen Teil seines Schaffens ausmachen und immer wieder neu vertont wurden, hielt er selbst sie für sekundär, da er sich von der Notwendigkeit, das Publikum unterhalten zu müssen, zu sehr eingeengt fühlte und lieber moralische Ziele verfolgte.

1718 ging Zeno als Hofdichter und -historiker nach Wien, wo er als Librettist erneut mit Pariati zusammenarbeitete und sich als Gelehrter um die kaiserlichen Münzsammlungen kümmerte. Als 1729 Pietro Metastasio zum Hofdichter berufen wurde, kehrte Zeno nach Italien zurück und widmete sich fortan nur noch der Münzkunde. Seine hochbedeutende Münzsammlung wurde 1955 in Wien versteigert; den Auktionskatalog erstellte der österreichische Numismatiker Robert Göbl.

1894 wurde in Wien-Meidling die Zenogasse nach ihm benannt.

Stil[Bearbeiten]

Zeno strebte einen gehobenen, würdevollen Stil unter Beachtung der drei Aristotelischen Einheiten an. Seine Stücke sollten im Zuschauer Mitleid und Schrecken erregen und ihn dadurch moralisch läutern. In seinen frühen Werken finden sich noch komische Elemente, die er aber später immer mehr zurückdrängte. Mythologische Themen bearbeitete er eher selten; er bevorzugte historische und exotische Stoffe, wobei er stets genau seine Quellen angab.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Apostolo Zeno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien