Frank Benseler

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Frank Benseler (* 22. September 1929 in Remscheid) ist ein deutscher Soziologe und emeritierter Hochschullehrer der Universität Paderborn.

Leben[Bearbeiten]

Benseler wurde 1958 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zum Thema Die Diktatur des Proletariats in der Verfassung der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien promoviert.

Er war lange Jahre als profilierter Herausgeber sozialwissenschaftlicher Werke beim Luchterhand Verlag tätig, seit 1967 als Cheflektor.[1] Die dort von ihm, gemeinsam mit Heinz Maus und Friedrich Fürstenberg, ab 1959 herausgegebene Reihe Soziologische Texte war mit ihren insgesamt 103 Bänden damals die angesehenste soziologische Schriftenreihe der Bundesrepublik Deutschland, zumal da sie auch französisch- und englischsprachige Soziologen – wie Durkheim, Goldmann, Hobsbawm, Lipset, Mills und Parsons – erstmals dem deutschsprachigen Publikum näherbrachte.

1972 wurde er auf einen Lehrstuhl für Soziologie der Universität Paderborn berufen, den er bis zu seiner Emeritierung (1994) innehatte. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Literatursoziologie und Geschichte der Soziologie.

Benseler ist Herausgeber der Werkausgabe von Georg Lukács und Initiator des Zeitschriftenprojekts ERWÄGEN WISSEN ETHIK.[2]

Frank Benseler ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Frank Benseler (Hrsg.): Revolutionäres Denken - Georg Lukács. Eine Einführung in Leben und Werk. Luchterhand, Neuwied 1984. - ISBN 3-472-88020-1
  • Frank Benseler (Hrsg.): Georg Lukács Werke. Luchterhand, Neuwied (unabgeschlossen).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 22. 2009, Band 1, S. 248.
  2. EWE