Franz Eichhorst

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Franz Eichhorst (* 7. September 1885 in Berlin; † 30. April 1948 in Innsbruck) war ein deutscher Maler, Radierer und Illustrator.

Unter der Leitung von Friedrich Kallmorgen studierte Franz Eichhorst an der Berliner Kunstakademie.[1] 1909 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille.

Eichhorst nahm als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil.[2] In den frühen 1920er Jahren fand Eichhorst eine zweite Heimat in Matrei in Osttirol und richtete sich dort ein Atelier ein, in dem er in den Sommermonaten arbeitete. Hier entstand 1928 eines seiner bedeutendsten und bekanntesten Gemälde „Mädchen mit Krug“.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Eichhorst hauptsächlich durch seine Kriegsbilder bekannt. So schuf er von 1935 bis 1938 einen Zyklus von Kriegsbildern für das Rathaus Schöneberg in Berlin.[3][2] Bereits 1933 erhielt er „für die Ausmalung des großen Festsaales im Schöneberger Rathaus“ den zweiten Preis (durch den Verein Berliner Künstler), zusammen mit Raffael Schuster-Woldau aus München. Sieger wurde der deutsche Maler Ernst Christian Pfannschmidt (1868–1949).[4]

Am 20. April 1938 verlieh Adolf Hitler ihm den Titel Professor.[2] Mit insgesamt 56 seiner Bilder war er auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen im Münchner Haus der Deutschen Kunst vertreten; dabei überwogen Kriegsszenen aus dem Zweiten Weltkrieg, besonders aus Polen und Russland.[2] Zu den dort ausgestellten Bildern gehörten:[5]

  • 1940 Feuernde Geschütze bei der Beschießung von Warschau (Aquarell)
  • 1941 Abtransport polnischer Gefangener (Aquarell)
  • 1942 Gefangene Bolschewisten in Mogilew (Aquarell und Pastell)

Bei den Ausstellungen Deutsche Künstler und die SS 1944 zeigte er in Breslau das Bild „Liegender Schütze“ und in Salzburg „Im Splittergraben“.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vollmer, Hans: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Band 2, 1955
  2. a b c d Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 131.
  3. Franz Eichhporst in: Das Bild. Monatsschrift für das Deutsche Kunstschaffen in Vergangenheit und Gegenwart, Jahrgang 1939, S. 241
  4. Artikel: „Wettbewerb für das Schöneberger Rathaus“. In: Vossische Zeitung, Nr. 480, 8. Oktober 1933
  5. Auflistung bei Ernst Klee: Kulturlexikon, S. 131.