Frederik Ruysch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frederik Ruysch.

Frederik Ruysch (* 23. März 1638 in Den Haag; † 22. Februar 1731 in Amsterdam) war ein niederländischer Anatom und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Ruysch“.

Leben[Bearbeiten]

Abbildung eines Vanitas-Dioramas von Frederik Ruysch

Ruysch studierte Medizin an der Universität Leiden bei Johannes van Horne (1621–1670), Franciscus Sylvius, and Florentius Schuyl (1619–1669). 1664 wurde er zum Dr. med. promoviert.

1685 wurde er Professor für Botanik am Athenaeum Illustre Amsterdam und erster Direktor des Botanischen Gartens, Hortus Medicus Amstelodamensis.

Neben vielen anderen Themen beschäftigte sich Ruysch auch mit Fragen der Leichenkonservierung und der Herstellung anatomischer Präparate. Er injizierte eine Mischung von Talg, weißem Wachs und Zinnober ins Gefäßsystem und legte seine Präparate dann in Alkohol ein, dem schwarzer Pfeffer zugefügt wurde. Der durch Alkohol präparierte Körper war so lange vor Fäulnis geschützt, bis der Alkohol verdunstet war.[1]

Ehrentaxon[Bearbeiten]

Nikolaus Joseph von Jacquin benannte ihm zu Ehren die Gattung Ruyschia aus der Pflanzenfamilie der Marcgraviaceae.[2]

Werke[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Magdalena Hawlik-van de Water: Der schöne Tod. Zeremonialstrukturen des Wiener Hofes bei Tod und Begräbnis zwischen 1640 und 1740, Freiburg/Wien 1989, S. 203-211 (über "Die Methoden des Einbalsamierens vom Altertum bis zur Neuzeit").
  2. Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. CRC Press Inc., 2000, S. 2356. ISBN 0-8493-2676-1

Weblinks[Bearbeiten]