Freifallturm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Fahrgeschäft Freifallturm, nicht zu verwechseln mit der Forschungseinrichtung Fallturm
Qsicon Quelle.svg Dieser Artikel oder Abschnitt des Themenkomplexes Vergnügungsparks und Fahrgeschäfte ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Du kannst Wikipedia helfen, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Wikipedia:WikiProjekt Vergnügungsparks und Fahrgeschäfte
„The High Fall“ im Movie Park Germany

Ein Freifallturm (auch Freefall-Tower genannt) ist ein Fahrgeschäft in Freizeitparks und auf Volksfesten. Er besteht primär aus einem Turm, an dem eine Kabine mit Passagieren hochgezogen wird. Oben angelangt, lässt man die Kabine in den freien Fall übergehen, bis sie am Fuß des Turms von einer Bremsvorrichtung, in der Regel Wirbelstrombremsen, gefangen wird.

Viele dieser Türme, vor allem die auf deutschen Volksfesten, sind allerdings keine echten Freifalltürme, da der Fahrgastträger nie frei fällt, sondern immer über Stahlseile mit dem Turm verbunden bleibt. Diese Türme werden oft trotzdem „Freifallturm“ genannt, korrekt ist aber der weniger gebräuchliche Begriff Vertikalfahrt.

Einige Freifalltürme weisen die Besonderheit auf, dass vor der Auskopplung die Sitze hydraulisch nach vorne geneigt werden. Ein Beispiel dafür ist „The High Fall“ im Movie Park Germany, dessen Sitze nach der Auskopplung einen Neigungswinkel von 15 Grad aufweisen.[1] Bei Falcon’s Fury in Busch Gardens Tampa werden die Sitze vor dem Fallenlassen sogar um 90 Grad gekippt, sodass die Fahrgäste senkrecht nach unten schauen.

Realisierungen und Varianten[Bearbeiten]

Gyro-Drop-Tower[Bearbeiten]

Eine Variante des Freifallturms wird als Gyro-Drop-Tower bezeichnet. Die Fahrgastträger dieser Türme sind kreisrund und drehen sich während des Aufstiegs um den Turm. „Scream“ im Heide-Park in Soltau ist mit einer Gesamthöhe von 103 Metern und einer Fallhöhe von 71 Metern (43 m Fallstrecke und 28 m Bremsstrecke) der höchste Gyro-Drop-Tower der Welt.

Giant-Drop[Bearbeiten]

Hauptartikel: Giant-Drop

Eine Gondel des Anubis Free Fall Towers im Holiday Park Haßloch

Ein Giant Drop ist die Bezeichnung für einen häufig gebauten Typ Freifallturm des Herstellers Intamin/Ride Trade.

An den Türmen gibt es mehrere, meist vier, Fahrspuren mit unabhängig agierenden Gondeln für jeweils vier Personen. Teilweise sind an einer Anlage verschiedene Gondeltypen realisiert, so gibt es die Fahrt im Sitzen, im Stehen, mit oder ohne Boden unter den Füßen, auch kombiniert mit Kippmechanismus. Beim Aufzug wird der Fahrgastträger durch einen Aufnehmer mitgezogen, bis zur oberen Position an der Spitze des Turmes. Dort wird er ausgeklinkt und fällt schienengeführt in eine Magnetbremsanlage. Da es sich bei diesen Spezialbremsen um ein Dauermagnetsystem handelt, ist ein Ausfall auch bei fehlender Stromversorgung technisch unmöglich.

Mit ca. 127 m ist der „Lex Luthor: Drop of Doom“ genannte Freifallturm im amerikanischen Six Flags Magic Mountain der höchste der Welt.

Mobiler Freifallturm[Bearbeiten]

Der erste mobile Freifallturm mit einer Höhe von 32 m wurde 2004 von dem Österreichischen Unternehmen Rodlsberger gebaut und die Schaustellerfamilie Bügler reist seitdem unter dem Namen Adranlin [2] durch Deutschland.

2013 hat der österreichische Hersteller Funtime [3] den mit 80 m Höhe höchsten mobilen Freifallturm gebaut. Er bietet Platz für 24 Personen, wiegt circa 115 Tonnen wird in ein bis zwei Tagen ohne großen mobilen Kran aufgebaut. Der erste gebaute Turm wird vom deutschen Schausteller Michael Goetzke [4] als „Skyfall“ betrieben und feierte am Münchner Oktoberfest 2013 Premiere.

Mit einem zweiten Turm dieser Art unter dem Namen „Mega King Tower“ ist der Schausteller Andreas Zinnecker seit April 2014 unterwegs. Diese Anlage ist baugleich mit dem Skyfall und ebenfalls 80 Meter hoch[5]. Statt einer Spitze verfügt der Mega King Tower am oberen Ende des Turms über eine große Dekofigur in Form eines Affen.

Mit dem Swiss Tower reist seit Juni 2014 der Schweizer Schausteller Maier durchs Land. Es ist die dritte Auslieferung des Funtime Skyfall Freifallturmes [6] Seit Ende September reist der niederländische Schaustellerbetrieb Ordelman mit einem weiteren von Funtime produzierten Freifallturm vorwiegend in der Niederlande. Besonderheit ist dabei, dass dieser Turm zusätzlich mit einer drehbaren Gondel ausgestattet ist und über eine geringere Kapazität verfügt.[7]

Auswahl bekannter Fahrgeschäfte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The High Fall. Freizeitpark-Welt.de, abgerufen am 12. Januar 2013.
  2. http://www.ride-index.de/include.php?path=content/content.php&contentid=1440
  3. http://www.funtime.com.au/data/tech9.htm
  4. http://www.ganz-muenchen.de/oktoberfest/fahrgeschaefte/modern/skyfall/beschreibung.html
  5. http://ride-index.de/?path=content&contentid=4153
  6. http://www.appenzellerzeitung.ch/ostschweiz/thurgau/frauenfeld/tz-fs/80-Meter-im-freien-Fall;art347111,3783891
  7. https://kermis.wordpress.com/tag/ordelman/