Freifallturm

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Dieser Artikel behandelt das Fahrgeschäft Freifallturm, nicht zu verwechseln mit der Forschungseinrichtung Fallturm
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„The High Fall“ im Movie Park Germany

Ein Freifallturm (auch Freefall-Tower genannt) ist ein Fahrgeschäft in Freizeitparks und auf Volksfesten. Er besteht primär aus einem Turm, an dem eine Kabine mit Passagieren hochgezogen wird. Oben angelangt, lässt man die Kabine in den freien Fall übergehen, bis sie am Fuß des Turms von einer Bremsvorrichtung, in der Regel Wirbelstrombremsen, gefangen wird.

Viele dieser Türme, vor allem die auf deutschen Volksfesten, sind allerdings keine echten Freifalltürme, da der Fahrgastträger nie frei fällt, sondern immer über Stahlseile mit dem Turm verbunden bleibt. Diese Türme werden oft trotzdem „Freifallturm“ genannt, korrekt ist aber der weniger gebräuchliche Begriff Vertikalfahrt.

Einige Freifalltürme weisen die Besonderheit auf, dass vor der Auskopplung die Sitze hydraulisch nach vorne geneigt werden. Ein Beispiel dafür ist „The High Fall“ im Movie Park Germany, dessen Sitze nach der Auskopplung einen Neigungswinkel von 15° aufweisen.[1]

Realisierungen und Varianten[Bearbeiten]

Gyro-Drop-Tower[Bearbeiten]

Eine Variante des Freifallturms wird als Gyro-Drop-Tower bezeichnet. Die Fahrgastträger dieser Türme sind kreisrund und drehen sich während des Aufstiegs um den Turm. „Scream“ im Heide-Park in Soltau ist mit einer Gesamthöhe von 103 Metern und einer Fallhöhe von 71 Metern (43m Fallstrecke und 28m Bremsstrecke) der höchste Gyro-Drop-Tower der Welt.

Giant-Drop[Bearbeiten]

Hauptartikel: Giant-Drop

Eine Gondel des Anubis Free Fall Towers im Holiday Park Haßloch

Ein Giant Drop ist die Bezeichnung für einen häufig gebauten Typ Freifallturm des Herstellers Intamin/Ride Trade.

Der Freifallturm im Parque de Atracciones de Madrid

An den Türmen gibt es mehrere, meist vier, Fahrspuren mit unabhängig agierenden Gondeln für jeweils vier Personen. Teilweise sind an einer Anlage verschiedene Gondeltypen realisiert, so gibt es die Fahrt im Sitzen, im Stehen, mit oder ohne Boden unter den Füßen, auch kombiniert mit Kippmechanismus. Beim Aufzug wird der Fahrgastträger durch einen Aufnehmer mitgezogen, bis zur oberen Position an der Spitze des Turmes. Dort wird er ausgeklinkt und fällt schienengeführt in eine Magnetbremsanlage. Da es sich bei diesen Spezialbremsen um ein Dauermagnetsystem handelt, ist ein Ausfall auch bei fehlender Stromversorgung technisch unmöglich.

Mit ca. 127 m ist der schlicht „Lex Luthor: Drop of Doom“ genannte Freifallturm in der amerikanischen Six Flags Magic Mountain der höchste der Welt.

Mobiler Freifallturm[Bearbeiten]

2013 hat der Österreichischer Hersteller Funtime [2] den höchsten mobilen Freifallturm 80m gebaut. Der Skyfall wird ohne großen mobilen Kran aufgebaut. Er wird vom Deutschen Schausteller Michael Goetzke [3] unter Skyfall betrieben und feiert am Münchner Oktoberfest 2013 Premiere. Mit dem Bau des zweiten mobilen Funtime Turmes mit 80m Höhe für den Schausteller Zinnecker kam im April 2014 in Recklinghausen ein zweiter dieser Art zum Einsatz der nun unter dem Namen Mega King Tower unterwegs ist. Die offizielle Premiere findet jedoch erst in Stuttgart statt.

Auswahl bekannter Fahrgeschäfte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The High Fall. Freizeitpark-Welt.de, abgerufen am 12. Januar 2013.
  2. http://www.funtime.com.au/data/tech9.htm
  3. http://www.ganz-muenchen.de/oktoberfest/fahrgeschaefte/modern/skyfall/beschreibung.html