Friedensdividende

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Das politische Schlagwort Friedensdividende bezeichnet zum einen die Entlastung des Staatshaushaltes durch Senkung der Rüstungs- und Verteidigungsausgaben im Zuge von Abrüstungsvereinbarungen nach Ende des Kalten Krieges; zum anderen den möglichen gesellschaftlichen Wohlstandsgewinn, der durch anderweitige Verwendung dieser Gelder entstehen konnte / kann.

Friedensdividende in Deutschland nach der Wende[Bearbeiten]

Verteidigungsetat (West-)Deutschlands von 1950 bis 2003 sowie die reale Veränderung in Prozent

In den 1970er Jahren betrug die Personalstärke der Armee der DDR, der NVA, 170.000 Mann und die der Bundeswehr 495.000 Mann. Gemäß dem Personalstrukturmodell PSM 2010 wurde die Bundeswehr im wiedervereinigten Deutschland bis zum Jahr 2010 auf eine Personalstärke von 250.000 Mann in Friedenszeiten reduziert. Entsprechend sanken die Ausgaben des Verteidigungsministeriums am gesamten Staatshaushalt von 20 % im damaligen Westdeutschland auf 10 % heute, dazu kommen die Ausgaben der nicht mehr existenten DDR für Stasi, Grenztruppen und NVA, die heute ebenfalls nicht mehr anfallen.

Real sanken die Militärausgaben in Deutschland nach der Wende 10 Jahre lang jedes Jahr (siehe Grafik). Auch absolut sank der Verteidigungsetat seit dem Ende des Kalten Krieges verglichen mit heute.

International[Bearbeiten]

Auch Russland/die Sowjetunion rüstete nach 1989 stark ab und profitierte ebenfalls von Geldzahlungen aus Deutschland (für die Wiedervereinigung) und von verbesserten Handelsbeziehungen zu Deutschland und Westeuropa. Alle westeuropäischen Länder mit Ausnahme Großbritanniens rüsteten nach 1989 ebenfalls ab und bekamen so eine Friedensdividende. Die USA bekamen keine Friedensdividende, da sie nach dem Kalten Krieg in viele weitere Kriege (Zweiter Golfkrieg, Irakkrieg, Kriege in Afghanistan und Somalia) verwickelt wurden bzw. diese selbst begannen, heute sind die Rüstungsausgaben der USA so hoch wie nie zuvor.

Ein erheblicher Wohlstandsgewinn entstand durch das zwischen 1993 und 2013 praktizierte Megatonnen zu Megawatt-Abrüstungsprojekt. Durch die Verstromung von 500 Tonnen russischen Atomwaffenmaterials deckten die USA 20 Jahre lang 10% ihrer Elektrizitätserzeugung ab und Russland erhielt insgesamt 17 Milliarden US-Dollar.

Weblinks[Bearbeiten]