Friedrich Bluhme

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Dieser Artikel beschreibt den Rechtswissenschaftler Friedrich Bluhme (1797-1874). Für den fast gleichnamigen Musikwissenschaftler (1894-1975) siehe Friedrich Blume, für den Politiker siehe Friedrich Blume (Politiker).

Friedrich Bluhme (auch: Blume, * 29. Juni 1797 zu Hamburg; † 5. September 1874 in Bonn) war ein deutscher Jurist und Rechtshistoriker. Berühmt wurde er durch die Begründung der nach ihm benannten Bluhm'schen Massentheorie.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Friedrich Bluhme studierte in Göttingen, Berlin und Jena. Er wurde 1823 Professor in Halle, 1831 in Göttingen. 1833 wurde er als Oberappellationsgerichtsrat an das Oberappellationsgericht der vier Freien Städte in Lübeck berufen. 1843 ging er als Professor der Rechte nach Bonn, wo er später auch starb. Sein Nachfolger in Lübeck wurde Carl Wilhelm Pauli.

Friedrich Bluhme war ein Freund Savignys und unterhielt mit diesem einen umfangreichen Briefwechsel.

[Bearbeiten] Werk

Schon in seiner Dissertation „De geminatis et similibus, quae in Digestis inveniuntur, capitibus“ (Jena 1820) zeigte sich die Richtung, die seine späteren wissenschaftlichen Studien genommen haben. Noch deutlicher wurde dies in der Abhandlung Die Ordnung der Fragmente in den Pandektentiteln. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der Pandekten in der „Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaft“, Bd. 4, 1818/1820, S. 257-472.

Die während einer Reise nach Italien gemachten Forschungen legte er in dem „Iter italicum“ (Berlin und Halle 1824-36, 4 Bde.), in der „Bibliotheca librorum manuscriptorum italica“ (Göttingen 1834) und in zahlreichen Beiträgen für juristische Zeitschriften und Sammelwerke nieder. Mit Karl Lachmann, Theodor Mommsen und Adolf August Friedrich Rudorff gab er „Die Schriften der römischen Feldmesser“ (Berlin 1848-52, 2 Bde.) heraus.

[Bearbeiten] Schriften (Auswahl)

  • Lex Dei sive mosaicarum et romanarum legum collatio, Bonn 1833
  • Die westgotische Antiqua, Halle 1847
  • Encyklopädie der in Deutschland geltenden Rechte, Bonn 1847-58, 3 Abteilungen
  • Die Gens Langobardorum und ihre Herkunft. Bonn 1868-74, 2 Bände
  • Codex des rheinischen evangelischen Kirchenrechts. Elberfeld 1870

[Bearbeiten] Literatur

  • Roderich von Stintzing: Bluhme, Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 734–737.
  • Dieter Strauch (Hrsg.): Friedrich Carl von Savigny: Briefwechsel mit Friedrich Bluhme 1820-1860. Bouvier, Bonn 1962, (Veröffentlichungen aus den Beständen der Universitätsbibliothek Bonn 1, ISSN 0524-0360), (Bonner Beiträge zur Bibliotheks- und Bücherkunde 8).

[Bearbeiten] Weblinks

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