Fritz Greve

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Fritz Greve: Selbstporträt

Fritz Greve (* 17. August 1863 in Malchin; † 2. April 1931 ebenda) war ein deutscher Maler und Kunstprofessor.

Leben[Bearbeiten]

In seinem Heimatort Malchin machte er erste handwerkliche Erfahrungen bei seinem Vater Wilhelm Greve, der zu der Zeit als Hof- und Dekorationsmaler tätig ist. Nach der Schulzeit und dem Militärdienst verlässt er seine Heimat, um ein Zeichenstudium zu beginnen. Nach dem Studium an den Kunstgewerbeschulen in Dresden, Frankfurt/Main und an der Akademie Berlin war Fritz Greve 1902–1928 als Professor an der Königlichen Kunstschule Berlin tätig. Er lebte in Berlin-Charlottenburg, wo er ein Atelier in der Berliner Straße 62 gemietet hatte. Den Briefwechsel und verschiedene Unterlagen aus der dieser Zeit können Interessierte an der Universität der Künste Berlin einsehen.

Porträt Anna Wandschneider

Neben seiner Lehrtätigkeit malte Greve Porträts, Stillleben und Landschaften, Altarbilder und Fresken (Waren/Müritz, Sternberg, Grabow und Hohen Mistorf). Er gilt als der bedeutendste mecklenburgische Kirchenmaler seiner Zeit. Sein wohl gelungenstes Wandgemälde „Jesus und seine Jünger“ schuf er 1913.

Im September 1913 vollendete er in nur sieben Wochen das monumentale Triumphbogenwandgemälde „Himmelfahrt Christi“ in der St. Marienkirche zu Waren (Müritz). Bei der Neugestaltung des Kirchenraumes 1963 wurde dieses Gemälde aus theologischen Bedenken überstrichen und war seitdem unter drei Farbschichten verborgen. Die in goldenen Lettern angebrachte Inschrift „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt. 28, 20) war seit ihrer Freilegung im Jahre 2000 wieder zu lesen. Durch einen Zufall wurde Ende des Jahres 2000 auch die Originalvorlage bei Dacharbeiten im Hause des Malers gefunden. Die Kirchengemeinde hat daraufhin beschlossen, die Wandmalerei wieder freilegen zu lassen. Die Restaurierung dauerte über zehn Jahre und kostete rund 100.000 Euro. Im Mai 2013 wurde das Gemälde im Jahr des 100-jährigen Bestehens übergeben.[1]

In den 1920er Jahren bezeichnete man Prof. Fritz Greve als „Graue Eminenz“ der mecklenburgischen Maler. Er beschickte zahlreiche bedeutende Kunstausstellungen, u. a. die Große Berliner Kunstausstellung, und stellte im Glaspalast München sowie im Dresdner Kunstverein, Rostock und Schwerin aus. Auch als Illustrator zahlreicher deutscher Heldensagen und Erzählungen aus dem mecklenburgischen Volksleben war er außerordentlich erfolgreich.

1928 kehrte Greve aus Berlin in seine geliebte Heimat zurück und gründete in seiner Geburtsstadt Malchin eine Malschule.

Fritz Greve starb 1931 auf seinem um 1910 errichteten Ruhesitz in Jettchenshof bei Malchin.

Werke[Bearbeiten]

Auswahl:

Landtag an der Sagsdorfer Brücke
  • Landtag an der Sagsdorfer Warnowbrücke bei Sternberg am 20. Juli 1549, Gemälde in der Turmhalle der Stadtkirche Sternberg
  • Jesus und seine Jünger, Gemälde von 1913
  • Himmelfahrt Christi, Triumphbogenwandgemälde von 1913 in der St. Marienkirche in Waren (Müritz)
  • Die Bergpredigt in mecklenburgischer Landschaft (1920), Kirche Hohen Mistorf (heute Ortsteil von Alt Sührkow)

Weitere Arbeiten befinden sich auch in den Kirchen Waren (Müritz), Sternberg sowie in zahlreichen Museen, u.a. in den Landesmuseen Schwerin und Rostock und den Heimatmuseen Teterow und Malchin.

Illustrationen[Bearbeiten]

  • Karl Beyer: Gretenwäschen: Preisgekrönte Erzählungen aus dem mecklenburgischen Volksleben. Mit Illustrationen von Fritz Greve. Bahn, Schwerin i. M. 1919.

Ehrungen[Bearbeiten]

Seit Mitte 2006 trägt das in Malchin (der Geburtsort von Fritz Greve) zu findende Gymnasium seinen Namen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fritz Greve – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festgottesdienst als Dank für wiederhergestelltes Wandbild Ostsee-Zeitung, 9. Mai 2013, abgerufen am 25. Januar 2014.