Universität der Künste Berlin

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Universität der Künste Berlin
Logo
Gründung 1696[1]
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin
Staat Deutschland
Präsident Martin Rennert[1]
Studenten 3.447 WS 2012/13[2]
Mitarbeiter ca. 700 Personen[1]
Jahresetat ca. 70 Mio. €[1]
Website www.udk-berlin.de

Die Universität der Künste Berlin (UdK Berlin, englisch Berlin University of the Arts, bis 2001 Hochschule der Künste Berlin) ist die größte Kunsthochschule Europas. Mit der Gründung einer ihrer Vorgängerinstitutionen im Jahr 1696 ist sie zudem eine der ältesten Kunsthochschulen der Welt und die kleinste der vier staatlichen Universitäten in Berlin. Die heutige Universität der Künste Berlin entstand im Lauf von mehr als 150 Jahren durch schrittweisen Zusammenschluss verschiedener Bildungseinrichtungen für Musik, Architektur, Malerei oder Design.

Geschichte[Bearbeiten]

UdK Berlin, Hardenbergstraße
Zum Kriegslazarett umfunktionierter Saal der Kunstakademie Berlin, 1914

Vorläuferorganisation war die kurfürstliche Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst (1696), dann das 1850 gegründete Stern’sche Städtische Konservatorium für Musik, die 1869 mit Joseph Joachim als Rektor gegründete Akademische Hochschule für Musik und die 1875 gegründete Hochschule für die bildenden Künste (HfbK). 1966 erfolgte zunächst die Zusammenlegung des Konservatoriums und der Musikhochschule zur Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

1975 erfolgte eine weitere Zusammenführung mit der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste zur Hochschule der Künste Berlin (HdK). Damit gehört die UdK Berlin neben der Hochschule für Künste Bremen und der Folkwang Universität der Künste in Essen zu den Kunsthochschulen in Deutschland, die die bildenden Künste, die darstellenden Künste, die Musik und die Gestaltung unter einem Dach vereint.

Zum 1. November 2001 wurde der Hochschule der Künste der Titel Universität verliehen. Die Namensänderung stellt jedoch keine Statusänderung dar. Die HdK besaß bereits – als einzige künstlerische Bildungseinrichtung in Berlin – das Promotionsrecht und wurde haushaltsrechtlich wie die übrigen drei Universitäten behandelt. Grund für die Umbenennung in Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) war das Bestreben der Universitätsleitung, die Bandbreite des Angebotes mit einem international gebräuchlichen Namen zu beschreiben.[3]

Fakultäten[Bearbeiten]

Die Universität der Künste gliedert sich in vier Fakultäten mit folgenden Studiengängen:

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Künstlerische Studiengänge
Bildende Kunst
Pädagogisch-künstlerische Studiengänge
Modulangebot
BA und MA mit Kernfach Bildende Kunst (lehramtsbezogen) – Lehramt Höherer Dienst
BA und MA mit Kernfach Bildende Kunst (lehramtsbezogen) – Lehrerämter Gehobener Dienst
Weiterbildende Studiengänge
Art in Context (Master)

Gestaltung[Bearbeiten]

Künstlerisch-wissenschaftliche Studiengänge [4]
Architektur
Design (Produktdesign, Modedesign) [5]
Visuelle Kommunikation (Bachelor und Master) [6]
Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation (Bachelor und Master) [7]
Kunst und Medien (ehemals Experimentelle Mediengestaltung) [8]

Musik[Bearbeiten]

Homepage der UdK, Fakultät Musik, mit der Darstellung der Studiengänge 2012

Künstlerische Studiengänge
Orchesterinstrumente (incl. Gitarre, Saxophon, Blockflöte)
Tasteninstrumente
Dirigieren (Bachelor und Master)
Komposition
Kirchenmusik (Bachelor und Master)
Tonmeister (Bachelor und Master) [9]
Jazz am Jazz-Institut Berlin (Bachelor und Master)
Pädagogisch-künstlerische Studiengänge
BA und MA mit Kernfach Musik (lehramtsbezogen) - Lehramt Studienrat
BA und MA mit Kernfach Musik (lehramtsbezogen) - Lehrämter Lehrer
Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung (ehemals Diplom-Musikerziehung)
Jazz Education am Jazz-Institut Berlin (Master)
Weiterbildende Studiengänge der Fakultät Musik
Musikwissenschaft / Musikpädagogik (Promotion)
Chordirigieren
Nachwuchsförderung Julius-Stern-Institut
Instrumentalspiel

Darstellende Kunst[Bearbeiten]

Künstlerische Studiengänge
Gesang/Musiktheater (Bachelor), Oper (Master), Lied/Oratorium/Konzert (Master)
Schauspiel [10]
Musical-Show
Bühnenbild
Kostümbild
Szenisches Schreiben
Tanz und Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT)
Weiterbildende Studiengänge
Theaterpädagogik (Master)/ Darstellendes Spiel
Nachwuchsförderung Julius-Stern-Institut
Gesang (alle Stimmen)

UdK Berlin Career College[Bearbeiten]

Homepage des Zentralinstituts für Weiterbildung

Weiterbildungsstudiengänge
Art in Context
Kulturjournalismus (Master) [11]
Leadership in Digitaler Kommunikation (Master)[12][13]
Sound Studies / Akustische Kommunikation (Master)
Theaterpädagogik / Darstellendes Spiel
Institut für Musiktherapie
Musiktherapie

Weitere Universitätseinrichtungen[Bearbeiten]

An-Institut
Institute of Electronic Business (Hardenbergstraße 9a, Prof. Thomas Schildhauer, Prof. Wolfgang Hünnekens)
Chinesisch-Deutsche Kunstakademie
Die Universität der Künste Berlin (UdK) etabliert mit der Chinesischen Hochschule der Künste Hangzhou (CAA) einen deutschen Masterstudiengang mit chinesischem Lehranteil.[14]
KlangKunstBühne
Die Sommerakademie für Studenten nach Abschluss ihres Studiums findet seit 2003 alle zwei Jahre für je drei Wochen statt. Sie ist ein Angebot der Fakultäten Musik und Darstellende Kunst in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW); Leitung Daniel Ott, Kirsten Reese, Marion Hirte und Irene Kletschke.[15]

Standorte[Bearbeiten]

UdK Berlin, Standort Einsteinufer, Gebäude der Zentralen Universitätsverwaltung
UdK Berlin, Standort Bundesallee
Konzertsaal der UdK Berlin, Hardenbergstraße Ecke Fasanenstraße

Die Universität der Künste Berlin ist auf folgende Standorte überwiegend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verteilt:

Professoren, Dozenten und Rektoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Jahresangaben beziehen sich auf den Tätigkeitszeitraum

Career und Transfer Service Center[Bearbeiten]

Das Career & Transfer Service Center (CTC) an der UdK Berlin ist das erste Karrierezentrum an einer künstlerischen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland. Es berät und informiert seit 2001 Studierende und Absolventen aller künstlerischen Disziplinen über ihre Perspektiven auf dem Kunst-, Kultur- und Medienmarkt. Seit 2004 steht das CTC auch Studierenden anderer Institute zur Verfügung.[19]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietmar Schenk: Die Hochschule für Musik zu Berlin. Preußens Konservatorium zwischen romantischem Klassizismus und neuer Musik, 1869-1932/33. (= Pallas Athene, Beitrage zur Universitats- und Wissenschaftsgeschichte, Band 8.) Franz Steiner, Wiesbaden 2004, ISBN 3-515-08328-6. (Voransicht in der Google-Buchsuche)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Universität der Künste Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d udk-berlin.de: Zahlen und Fakten. Abruf: Dezember 2012
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  3. udk-berlin.de: Universitätsgeschichte. Abgerufen 10. April 2009
  4. Homepage der Klasse für Ausstellungsdesign
  5. Inoffizielle Homepage des Studiengangs Industrial Design
  6. Homepage der Klasse für Grafik- und Kommunikationsdesign
  7. Homepage des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation
  8. Homepage der Klasse für Informationsgestaltung
  9. Homepage des Studiengangs Tonmeister
  10. Homepage des Studiengangs Schauspiel
  11. Homepage des Master-Studiengangs Kulturjournalimus
  12. ID5 Projektgruppe für interaktive Systeme
  13. Homepage der Sommeruniversität Digitaler Sommer
  14. Webpräsenz der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie als Teil der Internetseite der CAA
  15. Webpräsenz der KlangKunstBühne
  16. John Burgan in der englischsprachigen Wikipedia
  17. Achim Heine auf hlz.de
  18. a b Bildhauer und Maler am Steinplatz. Berlin 1986
  19. Homepage des Career und Service Center der UdK

52.50805555555613.331111111111Koordinaten: 52° 30′ 29″ N, 13° 19′ 52″ O